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Essen ist etwas schönes...


von laura-therese
03.06.2012
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 , das sollte man immer im Hinterkopf haben, wenn es ums Thema Ernährung geht.  Klasse statt Masse sollte immer wichtig sein.

Man fühlt sich schließlich nach dem Genuss von ein paar Litschis, Kakhi oder anderen besonderen Südfrüchten viel besser als nach viel zu viel Braten oder Pommes. Oder nicht?       Vor allem muss man dann kein schlechtes "grünes Gewissen" haben, wie wir festgestellt haben!

Wir vom Team Ernährung vom 2°Campus beschäftigen uns mit dem Problem 

"Wie beeinflussen Landnutzungsänderungen den Ausstoß von klimarelevanten Gasen?"

Das klingt kompliziert und ist es auch. Deshalb zeige ich euch heute nur ein kurzes Beispiel worüber sich Annabell genau Gedanken macht: 

Wie kann man als Verbaucher dafür sorgen, dass man mit seinem Konsum der Erde und dem Klima nicht schadet? Was können wir guten Gewissens essen? Was nicht?

Vor allem bei tropischen Früchten haben umweltbewusste Menschen oft ein schlechtes Gewissen wegen der weiten Transportwege, obwohl das gar nicht nötig ist! Hier ein Auszug aus Annabells Text:

Tropische Früchte:

- können weiterhin gekauft werden, auch wenn weite Transportwege nötig sind
Grund:                                                                                                                                                                 - jedes Land sollte die Produkte herstellen für die es gute Bedingungen aufweist; wenn wir in Deutschland Bananen anbauen würden, wäre der Energieverbrauch um ein Vielfaches höher als wenn die Güter mit dem Schiff über weitere Strecken transportiert werden
- es muss außerdem bedacht werden, dass die Lagerung von nicht saisonalen Produkten in Deutschland in Kühlhäusern meistens viel mehr Energie verbraucht und CO2 ausstößt als der Transport mit dem Schiff verursacht
- der Konsum tropischer Früchte sollte jedoch besonders maßvoll ablaufen

Und außerdem, wie Annabell auch herausfand, verbraucht die Produktion von Fleisch ca. 7-mal so viel Landfläche, wie z.B. Getreide. Also ist es immer gut mehr Obst und Gemüse zu essen! =)

 

 

Mehr zu diesem Thema und zu Annabells, Anjas, Freyas, Annais und meiner Forschung gibts nächten Monat. Wer vorab dringende Fragen hat, auch zu unseren Quellen, hier ist unsere Themenverteilung:

Wie beeinflussen Landnutzungsänderungen den Ausstoß von klimarelevanten Gasen?


Laura: Einordnung in die globale Ernährungssituation

Freya: Was sind Lansnutzungsänderungen und wie wirken sie sich auf das Klima aus?

Welche Faktoren beeinflussen die Landnutzungsänderungen?

Anais: Futtermittelproduktion
Anja: Fleischproduktion

Annabell: Handlungsempfehlungen und Konsumverhalten
 

 

Bild: http://www.pixelio.de/media/511360

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Kommentare (16)
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06.11.2012
Carinaa hat geschrieben:
Gemüüüüse *-*
10.06.2012
AnnaGreen hat geschrieben:
@Jonpackroff: Ich glaube du hast das etwas missverstanden. Ich (Annabell) bin auf keinen Fall der Meinung, dass man Südfrüchte ohne bedenken massenweise essen kann, ohne sich dabei Gedanken ums Klima machen zu müssen. Wir haben ja auch geschrieben, dass ein maßvoller Verbrauch dieser Früchte wichtig ist. Du kannst natürlich auch darauf verzichten und dein Obst und Gemüse komplett selbst anbauen, im Winter kann man ja z.B. Kartoffeln auch im Keller lagern. Dies ist eine sehr gute Alternative, jedoch hat nicht jeder die Möglichkeiten dazu. Und irgendetwas müssen wir ja schließlich essen, oder? (;

AN ALLE :) : In meinem Text habe ich auch geschrieben, dass der Kauf saisonaler Produkte natürlich eine Grundvorraussetzung darstellt und man im Winter beispielsweise auf Erdbeeren aus Spanien verzichten sollte.

Auch Bio- und Fairtrade Produkte sollten bevorzugt gekauft werden, um eine gewisse Fairness für die Arbeiter und nachhaltigen Anbau zu unterstützen.

Besonders wichtig ist natürlich auch, dass unsere "Wegwerfgesellschaft" sparsamer mit Lebensmitteln und allgemein mit Waren und Rohstoffen umgeht, was Anais auch schon geschrieben hat.

@Anais: Prinzipiell gebe ich dir recht. Ich habe jedoch herausgefunden, dass es beim Transport nicht nur auf die Länge des Weges ankommt, sondern auch auf das Transportmittel. Frachtschiffe stoßen um einiges weniger co2 aus als z.B. LKWs. Aber natürlich muss auch bedacht werden, dass die Ware vom Hafen noch innerhalb Deutschlands transportiert werden muss, was auch mit dem LKW geschieht.

Man kann also zu dem Fazit kommen, dass wir Waren aus der Region kaufen sollten, jedoch nur wenn sie Saison haben und nicht in Kühlhäusern gelagert werden.

@ louve: Man könnte durchaus auf die exotischen Früchte verzichten. Dies würde jedoch meiner Meinung nach dazu führen, dass die Menschen die z.B. in Südamerika die Bananen anbauen noch ärmer werden würden.


@ Laura: Danke für deinen Artikel, er ist echt gut geworden! ((:
09.06.2012
Anais hat geschrieben:
Ich denke das wurde missverständlich ausgedrückt, exotischen Früchte haben natürlich einen viel weiteren Weg hinter sich, als regionales und sind daher schädlicher fürs Klima - gemeint war nur, dass es weniger schädlich ist, als regionale Produkte zu kaufen die Monate gekühlt werden mussten. Lisa hat es ziemlich treffend formuliert ;)
Also denkt bitte weiterhin darüber nach, ob ihr zum Apfel oder eher zur Kiwi greift - aber lieber zur Kiwi als zum Fleisch. Und "Klasse statt Masse" ist hier gefragt, aber auch grundsätzlich in allen anderen Bereichen der Ernährung. Allein mit dem Essen, was in Deutschland jährlich weggeworfen wird, würden von den aktuell 6,8 Mio ha im Ausland benötigter Fläche nur noch 4,4 Mio ha gebraucht werden. Für diejenigen, die mit den Zahlen nicht viel anfangen können, sei gesagt: das ist viel. Also unabhängig davon für was ihr euch entscheided, wenn ihr im Laden steht: denkt dran, dass die Augen oft größer sind als der Magen und kauft in Maßen ein ;-)

@MJ1499: wir haben einen Berg an Materialien, die wir durcharbeiten - inkl. allerhand an Statistiken. Spätestens während des 2.Blocks vom 2°Campus (Ende Juli) werden ganz sicher noch etliche Zahlen von uns folgen
07.06.2012
louve hat geschrieben:
Man sollte die heimischen Früchte essen und nicht auch noch versuche exotische anzupflanzen.Aber eigentlich könnte man ja auch einfach auf die exotischen Früchte verzichten.
05.06.2012
Lisa91 hat geschrieben:
Es gibt eine interessante Studie zu dem Thema von Prof.Harald von Witzke,Professor für internationalen Agrarhandel und Entwicklung an der Humboldt-Uni zu Berlin, den die 2°Campus bei der Auftaktveranstaltung ja schon kennengelernt haben.
Natürlich sollten wir darauf achten das wir regionales und vor allem saisonales Obst und Gemüse essen, allerdings ist es klimaschädlicher, wenn wir einen deutschen Apfel kaufen, der wochenlang im Kühlhaus lag, als wenn wir eine Banane aus dem Süden verzehren. Somit ist der Ansatz der Ernährungsgruppe vollkommen richtig.Das ist natürlich kein Aufruf das ihr alle aufhören sollt regionale Produkte zu essen. Wie Laura schon schreibt: Der Konsum tropischer Früchte sollte maßvoll ablaufen.

Wenn ihr euch genauer informieren wollt ist die Studie "Ananas aus dem Allgäu" von Prof. Harald von Witzke wirklich hilfreich. Ihr könnt sie kostenlos beim HFFA bestellen, sie ist kurz und lesbar. Hier der Link:
http://www.konsumentenbund.de/blog/quotananas-aus-dem-allg%C3%A4uquot-lesenswertes-pl%C3%A4doyer-gegen-%C3%B6ko-merkantilismus
04.06.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Ich habe die Aussage auch eher so verstanden, dass man lieber zu exotischen Früchten als zum Fleich/Fisch greifen sollte. Ideal wäre natürlich das saisonale regionale Obst oder Gemüse. Aber wenn schon Sünde, dann lieber die Obstsünde.

Wobei dieser Obstanbau für viele Länder auch mit eine Haupteinnahmequelle ist. Verzichtet der Westen komplett auf diese Importware so verlieren einige Familien vielleicht ihre Lebensgrundlage. Die berühmten 2 Seiten einer Medallie.....

Da wo es geht sollten regionale Produkte immer Vorrang haben. Aber wenn es nicht geht, dann sollte man in kleinen Mengen maßvoll genießen.
04.06.2012
regentag hat geschrieben:
Das ist auch nicht die einzige Begründung, die genannt wird! Aber ob ich jetzt im April einen Apfel aus Deutschland esse, der seit dem letzten September in Kühlhäusern gelagert wird, oder ob ich eine Ananas esse, macht nun mal keinen Unterschied mehr fürs Klima! So ist es.
03.06.2012
Jonpackroff hat geschrieben:
Mir erscheint die Begründung etwas, nun ja... kurios. Und die Kommentare unter mir deuten an, das ich nicht der einzige bin:
Nur weil etwas anderes NOCH SCHLECHTER ist, berechtigt mich das doch nicht, etwas zu kaufen was schlecht fürs Klima ist.
Ungefähr so ist das auch mit Papier: Ich kann doch nicht ganz viel Papier mit FSC Siegel kaufen, nur weil Papier ohne Siegel noch schlechter wäre. Besser ich kaufe Recyclingpapier.
Übertragen auf diese Situation hier heißt das also: Ihr könnt doch nicht sagen, man kann Südfrüchte bedenkenlos Essen nur weil Fleisch NOCH SCHLECHTER wär. Das ist keine Begründung!
03.06.2012
MJ1499 hat geschrieben:
Dass Obst weniger verbraucht, ist ja eigentlich klar. Doch wenn man den Vergleich zwischen heimischem Obst und exotischem obst zieht, dann fällt der doch etwas anders aus. Habt ihr das detaillierter beantwortet? Wenn ja, dann her damit (Zahlen, Zahlen und noch mehr Zahlen gehen auch ;) ) :)
03.06.2012
midori hat geschrieben:
Ach herje - das wird mein Freifahrtsschein! ;o) Ich mache mir jeden Tag einen Obstteller und da sind immer unzählige exotische Früchte drauf. Und dabei steh ich jedesmal im Supermarkt und überlege, was für unser Klima schlimmer ist - Konsum von Südfrüchten oder Fleisch.

Nichtsdestotrotz sollte man gewissenhaft und bewusst einkaufen gehen und eben doch des öfteren mal zum Apfel, statt zur Mango greifen. Denn solange die Früchte nicht Bio sind, sind auch die Herstellungsbedingungen sehr fragwürdig. Schließlich geht es nicht nur um CO2.

Aber vielen lieben Dank für den interessanten Bericht mit ganz neuen Informationen! :o)
03.06.2012
Taki hat geschrieben:
Gute Idee Alles Obst essen
03.06.2012
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
03.06.2012
LSternus hat geschrieben:
Interessante Gedankengänge, aber dennoch Äpfel aus Neuseeland sind nicht mehr Bio!
Ich esse selbst gerne Südfrüchte, aber selten.
03.06.2012
Anne hat geschrieben:
Bei mir was genauso und war echt überrascht als ich das hier gelesen hab.
Jetzt kann ich endlich guten Gewissens tropische Früchte kaufen.
03.06.2012
Flora212 hat geschrieben:
Jaja, tropische Früchte sehen nicht nur gut aus, und schmecken wunderbar, jetzt kann auhc ich sie gewissenlos essen...
Danke ;)
03.06.2012
kiena hat geschrieben:
Es ist gut zu wissen, dass man tropische Früchte aus dem Ausland kaufen kann. Ich habe mir immer Gedanken über die Transportkosten und den Umgang mit den Bauern in diesen Ländern gemacht, deshalb habe ich selten Früchte gekauft. Dabei esse ich sie doch so gerne ;D
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