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Ein Ei für Zwei!


von Monamona
18.10.2013
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Kudammhof - Ein Bauernhof zum Wohl der Tiere

Jedes zweite Küken in Deutschland wird nicht mal einen Tag alt. Jährlich sterben über 30 Millionen Küken einen grausamen Tod durch Zerschreddern oder Vergasen. Dies liegt allein daran, dass Hahnenküken keine Eier legen und aufgrund ihrer Rasse wenig Gewicht haben. Wirtschaftlich lohnen sie sich nicht und werden gleich nach dem Schlupf getötet.

Muss das sein?

Der Kudammhof in der Nähe von Celle (Hannover) startete im Januar 2012 das Projekt "Bruderküken", nachdem sie diese Praxis nicht mehr vertretbar empfanden. Seitdem ziehen sie die männlichen Geschwister der Legehennen ebenfalls auf. Hühner und Hähne dürfen sich auf diesem Hof frei bewegen und das Leben genießen. Das hat auch Vorteile: Dadurch, dass die Hähne langsamer wachsen und durch die viele Bewegung weniger Fleisch ansetzen als Masthähnchen, ist ihr Fleisch fettärmer und hat einen intensiveren Geschmack. Sie haben ein Gewicht von ca. 1000-1300g und können sowohl gebraten als auch gekocht werden.

Wichtig für dieses Projekt sind die Hennen. Denn nur durch einen höheren Erlös durch ihre Eier kann man die Hähne gesund mitfinanzieren. Laut des Kudammhofs "haben die Hennen bereits zugestimmt, für ihre Brüder fleißig weiter Eier zu legen."

Und hier kommen wir ins Spiel, die Käufer. Denn mit dem Kauf jedes Eies unterstützt man zwei Leben- das der Legehennen und das der Bruderhähnchen. Produkte vom Kudammhof kann man mittwochs und samstags auf ihrem Marktstand auf dem Celler Markt oder in vielen Bioläden im Raum Celle, Braunschweig, Hannover, Gifthorn und Peine kaufen. Der Kudammhof verkauft neben Eiern auch Suppenhühner, Bruderhähnchen und andere Produkte aus Hühnerfleisch, Rindfleisch, Brot und Kartoffeln. 

Auch der Partnerbetrieb Biohof Wildung in Bomlitz  schenkt so Bruderhähnchen ihr Leben.

Weitere Informationen unter: http://www.kudammhof.de/ und http://www.biohof-wildung.de/index.html

Seid dabei - Ein Ei für Zwei!

Bild: Wikimedia Commons (http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kruppert_Cubalaya-Eier.JPG?uselang=de)

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Kommentare (11)
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25.10.2013
coldwind hat geschrieben:
ich find das total schockierend wie die Hühner behandelt werden. letztens hab ich gehört das die Brustmuskeln der Masthühner 2/3 ihres Körpergewichts entsprechen und das nur weil die Deutschen am liebsten Hühnerbrust essen und der Rest wird nach China geschickt.
die Hühner können sich nicht bewegen weil ihre Beinchen das Gewicht der Brustmuskeln nicht tragen kann.
und das mit den männlichen Hühnern ist einfach nur krank. manchmal fragt man sich echt was eigentlich los ist mit der Menschheit...
21.10.2013
Monamona hat geschrieben:
@Bjarnemika: Ja, so wie WaldIsa gesagt hat, viele Bauernhöfe bieten Eier an, und deren Hühner und vor allem Hähne werden artengerecht gehalten. Manchmal kann man auch fragen, gerade auf dem Dorf, ob jemand Hühner hat. Die wissen manchmal gar nicht, wohin mit den ganzen Eiern und geben gerne welche ab...
@Urmeli: Echt? Das wusste ich gar nicht, aber es ist auf jeden Fall ein Anfang! :) Supi :)
21.10.2013
gelöschter User hat geschrieben:
Eine super Idee!!

In NRW ist das Kükentöten jetzt verboten worden. Es wird zwar eine Klage der Wirtschaft erwartet, aber die Landesregierung will für den Fall der Albert Schweitzer Stiftung das Prozessmandat erteilen. So konnten bereits einige tierschutzrechtliche Sachen ausgefochten werden.

Ein kleiner Anfang, aber ein guter Anfang :)
20.10.2013
gelöschter User hat geschrieben:
@Bjarnemika: Manchmal gibt es auch auf kleinen Bauernhöfen so Kästen wo Eier drin sind, die kann man sich dann selbst nehmen und Geld kommt meist in eine Spardose die daneben steht. Gibt sogar in manchen Großstädten so kleine Bauernhöfe die Eier vom Hof verkaufen, oder auch Kartoffeln und so....
20.10.2013
gelöschter User hat geschrieben:
Schöner Bericht :)
Ich finde auch, dass die Eier von den "eigenen" Hühnern besser schmecken.
Wir bekommen immer vom Nachbarn (der hat 14 Hühner) Eier. Die sind zwar viel kleiner als die aus dem Supermarkt aber schmecken total lecker.
20.10.2013
Bjarnemika hat geschrieben:
und wie kauft man sich so etwas wenn man nicht in Niedersachsen wohnt ?
19.10.2013
Carinaa hat geschrieben:
Süße Idee :) Danke für den Bericht :)
18.10.2013
Cookie hat geschrieben:
Danke für den interessanten Bericht! Find ich eine gute Sache, an der sich hoffentlich noch mehr Höfe ein Beispiel nehmen. Vielleicht dann ja auch mal einer in meiner Nähe. Wenn ich damit ein Küken schützen kann, würde ich auch mal tiefer in die Tasche greifen für ein Ei, allerdings wohl eher nicht mit der Begründung, dass ich somit zu einem geschmacklich besseren Brathähnchen beigetragen hab...
18.10.2013
Himbaerchen hat geschrieben:
sehr schöner bericht! weiter so! ;o)
18.10.2013
EvaUll hat geschrieben:
Danke für den Bericht!!! :)
Ich und meine Familie haben eigene Hühner, die frei im garten rennen. Dadurch haben wir auch eigene eier, die viel besser schmecken als gekaufte ;)
18.10.2013
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Sehr sehr wichtiges Thema - besonders auch für die vielen "Ich - will -keine-Tiere -töten- aber -ess-Eier" -Vegetarier. Sehr begrüßenswert, dass der Kudammhof diese Vorbildfunktion einnimmt und den Versuch wagt!
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