Deine Umwelt dankt es dir!


Du bist,


was du isst!


© WWF
Ein Beitrag, den ich für unsere Schülerzeitung schrieb


von unicornssecret
12.12.2014
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17 P

Die Sache mit deinem Schnitzel

Alles muss schneller gehen, billiger sein, besser schmecken und effektiver hergestellt werden. Platz sparen, Geld sparen, Zeit sparen. Das gilt für Klamotten, Autos, Bücher, Möbel - und Fleisch. Der Mensch macht es sich so einfach wie möglich, man könnte sagen, das liegt in unserer Natur. Es ist kein Problem für uns, im Supermarkt in den Kühlschrank zu greifen und vier abgepackte, schön rosa glänzende Hühnerbruststücke zu nehmen. Dieser Fleischkonsum ist in unserer Gesellschaft so anerzogen, dass wir vermutlich nicht einmal mehr so stark daran denken, dass das mal zwei lebendige Hühner waren, wie wir vielleicht sollten.


Mehrmals täglich erreicht ein Lastwagen ein Schlachthaus, gefüllt mit hunderten von Schweinen die ängstlich quieken, ihre Nasen durch die Gitterstäbe drücken, mit weit aufgerissenen Augen nach irgendjemand suchen, der ihnen helfen könnte. Viele von ihnen sind jetzt schon tot, erstickt, zerdrückt oder unter den Strapazen der Fahrt an Herzversagen gestorben. Der Rest wird in kleinen Gruppen zu je fünf oder sechs Tieren zu einer der grauen Maschinen geschoben. 1200 bis 1600 Schweine sterben in dieser Box, in einer einzigen Maschine, pro Stunde. Über 22 000 täglich. Ich kann nicht sagen, wie viele Maschinen in einem Schlachthaus stehen, aber es sind mit Sicherheit viele - vielleicht zehn. Ihr könnt euch selber ausrechnen, was das bedeutet.


Kein Mensch kann diesen Tieren helfen, indem er einen Lastwagen entführt oder die Tiere freilässt, denn die nächsten Tausend wären schon auf dem Weg. Die einzigen Lebensretter dieser Tiere stehen im Supermarkt, in der Mensa oder im Restaurant und entscheiden sich heute gegen Fleisch. Selbst wenn es nur das eine Mal ist, an dem sie vegetarisch (oder sogar vegan) essen, oder Bio-Fleisch kaufen - es kann Wunder bewirken. Nur unser ganz persönliches Einkaufsverhalten kann etwas daran ändern. Alles entscheidet sich durch die Nachfrage. Man kann niemanden dazu zwingen, etwas zu essen oder eben auch nicht, und man sollte dies auch nicht tun. Aber ich bin mir sicher, wenn du wüsstest, wo dein Schnitzel herkommt, dann würdest du nicht mal mehr darüber nachdenken müssen, was du heute essen willst.

[26.11.2014 // Isabella Gebhard]

 

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Kommentare (9)
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19.12.2014
KikiFi hat geschrieben:
@unicornssecret: Viel Glück bei deiner Presentation :)!
15.12.2014
Maike11 hat geschrieben:
Sehr toll und ansprechend geschrieben!
Mich würden auch die Reaktion deiner Mitschüler interessieren...
13.12.2014
pusteblumenstaub hat geschrieben:
Toll geschrieben, und so wahr!
12.12.2014
unicornssecret hat geschrieben:
@Ria2000 Vielen Dank!
12.12.2014
Ria2000 hat geschrieben:
Das ist echt gut gexchrieben - und total wahr! :) Kompliment! ;D
12.12.2014
unicornssecret hat geschrieben:
@KikiFi Dankeschön :) Ich befinde mich einfach gerade in einer Phase, in der ich es (ich weiß, das ist bescheuert) allen am liebsten ins Gesicht schreien würde, was sie da gerade tun, wenn sie einen Burger King gehen. So ist es der einfachste Weg, ohne direkt als Person aufzutreten. Aber ich mache auch meine Jahrespräsentation in der Schule über Massentierhaltung, allerdings mit einer Freundin, alleine würde ich mich das nicht trauen (die meisten Menschen fühlen sich schnell angegriffen, wenn es um ihren geliebten Burger geht). Liebe Grüße!
12.12.2014
KikiFi hat geschrieben:
Super, dass du dich auf diese Weise für vegetarische (und vegane) Ernährung einsetzt. Mal sehen, ob sich auch unsere Schülerzeitung als Plattform für Artikel solcher Art nutzen lässt.
12.12.2014
unicornssecret hat geschrieben:
@Luke24 Ist noch nicht gedruckt, aber ich werde auf jeden Fall darüber Berichten!
12.12.2014
Luke24 hat geschrieben:
Ein sehr guter Artikel!
Wie war die Resonanz deiner Mitschüler?
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