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Die Selbstversorger


von Oekofreak
13.10.2012
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 Den Traum, sich eines Tages selbstversorgen zu können haben viele - aber wie viele setzen ihn wirklich um?

Diesen Sommer habe ich einen kleinen Schritt in Richtung "Selbstversorgung" gemacht, Auslöser dafür war eigentlich meine Oma. Die wollte nämlich ihren uralten Einmachtopf loswerden, und hat mit mir sofort einen erfreuten Abnehmer gefunden. Also fing ich an alles mögliche, was ich unserer Garten hergab einzukochen und einzuwecken. Von Kirschmarmelade über Apfelchutney bis zu Feigenmus. Das Resulat lässt sich meiner Meinung nach wirklich zeigen: unser kaputter Kühlschrank im Keller wurde schon zum aufbewaren unfunktioniert. Diesen Winter sind wir also ein bisschen unabhäniger von Supermärkten und Geschäften.

Warum?

Diese Frage ist ganz einfach zu beantworten- ich möchte nicht von schwankenden Lebensmittelpreisen und Supermärkten abhängig sein. Ich möchte wissen, wo mein Essen herkommt und ich möchte mein Obst und Gemüse so wie es ist und nicht mit Pestizieden und Gentechnik verändert. Ich möchte sehen wie mein Essen wächst, damit ich es mehr zu schätzen weiss. Ausserdem lassen sich die Früchte und das Gemüse haltbar machen - so kann man auch bei Schnee zum Beispiel Milchreiss mit eingeweckten Bananen geniessen.

"Richtige Selbstversorger"

Während ich mich in diesem Sommer mit einkochen und einwecken beschäftigt habe, habe ich natürlich auch nach "richtigen" Selbstversorgern umgeschaut, also Menschen, die es ganz oder fast schaffen, sich selbst zu versorgen. So bin ich auf einen Blog im Internet gestossen, auf dem man ein junges Paar auf dem Weg zu ihrem Traum der Selbstversorgung begleiten kann. Das Expirment Selbstversorgung:

http://experimentselbstversorgung.net/

Auf dieses Seite findet man Artikel über Rezepte, Erfahrung und und und! Ein wahrer Traum für Menschen wie mich, die sich für dieses Thema interessieren. Falls ihr euch auch dafür interssiert, schaut euch doch mal die Website an, es gibt auch eine Facebookseite dazu.

Meine Tipps

Klar, ich bin auf dem Gebiet Selbstversorgung noch ein Anfänger, aber trotzdem habe ich ein paar Tipps an die, die es vielleicht auch mal versuchen möchten:

* Such in deiner Nähe öffentliche Obstbäume, glaub mir selbstgemachtes Apfelmus schmeckt himmlisch! Auch Fallobst lässt sich super verarbeiten!

* Fang klein an: wenn dir ein Garten zur Verfügung steht, fang an zu pflanzen! Aber auch auf dem Balkon kann man super Tomaten oder andere Sachen anpflanzen, probiers einfach aus!

* Zusammen hat man immer mehr Spass - Erzähl Freunden und Verwandten davon, glaub mir, Omas haben immer die besten Tipps und einige Schätze im Keller, die man super gebrauchen kann (z.B. Weckgläser, Rezepte ...)

 

Ich hoffe mit diesem Artikel habe ich euch ein bisschen neugierig auf das Selbstversorgen gemacht, es tut mir Leid, wenn der Artikel nicht 1a ist, aber es ist mein erster :-)

Viel Spass beim Selbstversorgen,

euer Oekofreak

 

 

*Anmerkung Juli 2013:

Der Kühlschrank war dieses Jahr viel zu schnell leer- deswegen arbeite ich gerade kräftig daran ihn wieder aufzufüllen. Gerade sind die ganzen Kirschen von unserem Kirschbaum dran, meine Hände sehen mitlerweile echt gruselig aus, da sie total rot gefärbt sind^^. 

Ich hoffe ihr alle da draußen arbeitet immer weiter daran Selbstversorger zu werden, ich werde diesen Traum auf jeden Fall niemals aufgeben !!

Liebe Grüße,

euer Oekofreak

 

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Kommentare (18)
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31.10.2013
Carinaa hat geschrieben:
Danke für den Bericht :) Ich glaub ich werds jetzt auch mal ausprobieren :D
19.10.2012
NDelphine hat geschrieben:
Toller Bericht! Da bekommt man richtig Lust auf Selbstversorgung. Meine Oma hat früher sehr viel eingeweckt und eigene Marmelade hergestellt. Die schmeckt tausend mal besser, als die Zuckerbomben aus dem Supermarkt. Die vorgeschlagene Webseite ist echt super!
19.10.2012
Oekofreak hat geschrieben:
Es ist wirklich wunderbar, was ihr alle erzaehlt!! Es freut mich, dass euch der Artikel gefallen hat :)) Meine Weihnachtsgeschenke werden wahrscheinlich aus 99Prozent Marmeladen bestehen :D Praktisch, Billig und Leeeecker!
19.10.2012
Breaca hat geschrieben:
Ich habe einen kleinen Garten in dem 3 kleine Säulenobstbäume stehen , 2 Johannisbeersträucher und einen Himbeerstrauch und Wilderdbeeren und Zucchini . Das beste an den Wilderdbeeren ist das Aroma die schmecken nicht so wässrig wie die Erdbeeren die man im Supermarkt kaufen kann und man hat von Mai bis Ende September Erdbeeren. Johannisbeeren kann man super zu Marmelade verarbeiten oder auch einfrieren Portionsweise für Kuchen. Ich intressiere mich sehr für Selbstversorgung , weil nur dann weiß man was Hundertprozentig in seinem Lebensmittel drin ist und das es Pestizidfrei ist.
16.10.2012
zeemzee hat geschrieben:
Eine tolle Inspiration! Mamas Marmelade hat schon immer am besten geschmeckt und bei den Veränderungen, die auf uns zukommen, macht es Sinn über Alternativen nachzudenken. Da sind wir nicht alleine (siehe Kommentare auf http://www.guardian.co.uk/environment/blog/2012/oct/15/rely-world-food-supplies)
14.10.2012
Janine hat geschrieben:
Ich habe seit kurzen auch einen Balkon und will im nächsten Jahr sehr gerne alles möglche darauf pflanzen. Meine Mama hat mich den ganzen Sommer über mit Tomaten versorgt. Unser Balkon ist zwar nicht groß und auch relativ schattig, aber irgendetwas wird sich schon anbauen lassen :o)
Schön, dass du dich so sehr mit dem Thema beschäftigt hast und uns hier mit deinen Erfahrungen versorgst :o)
14.10.2012
Schimon hat geschrieben:
Die Subsistenzwirtschaft gilt nur für die Teilmenge der ländlichen Bevölkerung, der Ackerland zur Verfügung steht. Das ist leider ein verschwindend geringer Anteil an der Gesamtbevölkerung. Eine Perspektive für die Zukunft wäre das schließlich nicht, aber ein Muss für diejenigen Menschen, die mit dem Boden und den Kenntnissen privilegiert sind.
14.10.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Toller Bericht!
Bei mir zu Hause haben wir einen ziemlich großen Garten mit Äpfelbäumen, Birnenbäumen, Stachelbeeren, Brombeeren und Co.
Meine mum kocht die Beeren zu Marmelade ein, die ich viel leckerer finde als Marmelade aus dem supermarkt. Und wenn ich ehrlich bin ist uns die Marmelade auvh noch nie ausgegangen und eignet sich super als kleines mitbringsel für freunde und bekannte. :)
Die äpfel und birnen essen wir so, oder backen kuchen oder machen apfel - bzw. birnenkompott draus.
Von Selbstversorgen ist das zwar ziemlich weit weg, aber ich bin froh, dass ich die Möglichkeit habe auch selbst angebaute produkte zu essen.
Und wirklich ALLES selbst anzubauen, verarbeiten und Co. stelle ich mir sehr schwirig und arbeitsintensiv vor!
14.10.2012
Fini33 hat geschrieben:
Super Artikel.!
Ich habe seit letztem Jahr ein eigenes Beet in unserem Garten angelegt, dort pflanze ich Brokkoli, Zwiebeln, Karotten, Radieschen und vieles mehr. Es macht so Spaß zuzusehen wie die Pflanzen wachsen und man erfreut sich jedes mal daran, wenn man etwas ernten kann. Außerdem haben wir 3 tragende Apfelbäume und einen Kleinen, den ich zum Geburtstag bekommen habe. (Mit den Äpfeln machen wir dann zum Beispiel immer Apfelsaft und Apfelmost.) Aus Zwetschgen machen wir Mus und Marmelade, genau wie mit Mirabellen.
In diesem Sommer habe ich mal angefangen regelmäßig selbst Bandnudeln zu machen, was auch unendlich Spaß macht...
Auf jeden Fall ist dein Bericht echt interessant und lehrreich. ich finde es toll, dass du angesprochen hast wie wichtig es ist zu wissen woher das Essen kommt, das man isst.
14.10.2012
Viveka hat geschrieben:
Wir machen unser Obst etc. zwar nicht ein, kaufen dann aber in der Zeit uach kein "Fremdes". Man merkt dann immer wieder, wie gut das eigene im Vergleich zu dem gekauften und gespirzten schmeckt!
14.10.2012
LSternus hat geschrieben:
Ich bau bei mir im Garten zwar kein Obst an, aber dafür Kartoffeln und Zwiebeln.
Mein weiß halt was drin ist.
Außerdem lassen sich Kartoffeln länger lagern als Obst.
14.10.2012
Anne95 hat geschrieben:
Jaa, so einen Garten hätte ich später auch gerne, in dem ich mein Obst und Gemüse selber anbauen kann. Selbstgemacht schmeckt in den meisten Fällen sowieso besser ohne die ganzen Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker und was weiß ich.
14.10.2012
Lautlos hat geschrieben:
Selbstversorgen ist auch mein Traum, und ich finds klasse, dass mal jemand einen Beitrag gemacht hat =) Bei mir ist die Starthilfe schon von meinen Eltern vorgegeben, weil wir auf einem kleinen Bauernhof mit zugehörigen Wäldern, Wiesen und einer Alm leben. Bei uns wird kaum etwas zugekauft, außer natürlich Klamotten oder Ähnliches, wobei wir sogar Möbel aus eigenem Holz im Haus stehen haben.
Gemüse haben wir das ganze Jahr über, ob eingemacht oder im Winterbeet draußen, schön warm unter einer Folie verpackt. Klar ist dann natürlich, dass wir im Winter keine Tomaten oder Paprika in frischer Form haben, dafür Kohl, Wurzelgemüse und Karfoffeln. Saisonal eben, und das, was sich lagern lässt.
Bei Obst ist es dasselbe, nur dass wir hier viel einfrieren, damits im Winter auch mal frische Beeren gibt, oder wir essen eben Kompott, Marmeladen oder auch ab und zu mal Rumtopf ;D. Bei uns gibts auch nen super Saftfirma, ORO. Wenn du da dein Obst hinbringst, bekommst du Gutschriften für Säfte, die du das ganze Jahr über beziehen kannst. Die Firma verwertet ausschließlich heimisches Obst und Orangensaftkonzentrat aus biologischem Anbau. Natürlich bringen wir unsere Äpfel auch selbst zum pressen, den überschüssigen Saft verkaufen wir meistens.
Fleisch, Milch, Käse, Joghurt, Quark, Butter etc. hatten wir früher auch, wobei jeder Teil des Tieres nach dem Schlachten verwertet wurde. Aus den Knochen kann man eine super nährstoffreiche Suppe kochen, aus den Innereien haben wir beim hofeigenen Metzger Wurst und Aufstriche gemacht, das Fleisch wurde eingefroren und der Überschuss an Verwandte weiter gegeben. Jetzt haben wir allerdings mit der Milchviehwirtschaft aufgehört, weil das Geld hinten und vorne nicht mehr gereicht hat (habe zu den Nöten der Kleinbauern auch einen Bericht hier geschrieben), denn Futtermittel sind inzwischen abartig teuer.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich mache nach meiner städtischen Ausbildung zur Fachangestellten für Medien und Informationsdienste noch einige Jahre landwirtschaftliche Hauswirtschaft, und dann werde ich unseren Hof komplett auf Selbstversorgung umstellen. Einen schulischen Abschluss in Hauswirtschaft habe ich ja bereits. Wenn ihr Tipps zum Einlagern, Einwecken und Haltbarmachen im Allgemeinen braucht, könnt ihr euch gerne melden, ich werde auch meine Eltern und meine Oma zu Rate ziehen.

Lg Lisa
13.10.2012
Sandsturm hat geschrieben:
Oh ja, ein interessanter Artikel. Ich fände es toll, wenn ich mich selbstversorgen könnte. In Kanada machen das viele Menschen so, weil sie einfach zu weit entfernt von einem Supermarkt o.ä. wohnen. Und untereinander kann man ja die selbstgemachten Dinge tauschen.
13.10.2012
neongruenerengel hat geschrieben:
Ich finde es toll das du deine eigenen sachen einkochtst (oder algemein einkochtst). Ich finde das selbstgemachte schmeckt 100 mal besser als das gekaufte Zeug =) Außerdem ist es um einiges billiger denn Saatgut und so ist ja nicht soo teuer.
Wir haben auch einen Garten Zuhause in dem wir so einiges jedes Jahr anpflanzen =P Und fast jedes Jahr werden tonnenwieise Beeren und andere Früchte zu Marmelade verarbeitet (das Fast weil manchmal sitzen wir länger als ein Jahr daran um die Marmeladen zu vernichten) und die Äpfel von unseren Bäumen lagern wir ein (Natürlich nicht alle denn das sind immer sowas von viele) und den Rest lassen wir zu Saft pressen oder machen apfelmuß draus =D
13.10.2012
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
13.10.2012
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
13.10.2012
Oekofreak hat geschrieben:
Übrigens freue ich mich über jegliche Kommentare-vorallem über Kritik und eure eigenen Erfahrungen!!!
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