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Die Seajoy Story – Shrimp Farming mal ganz anders


von MarcelB
02.11.2010
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Einst eine teure Delikatesse, heute ein Massenprodukt: Garnelen gibt es in jeder Tiefkühltruhe. Doch der enorme Boom der letzten Jahre hat ökologische Folgen. In kurzer Zeit sind die küstennahen Böden der Aquakulturen in Asien und Lateinamerika derart verschmutzt, dass sie Jahrzehnte zur Regeneration brauchen.

Seajoy, ist ein solches lateinamerikanisches Unternehmen. Es wirbt mit dem Slogan: „Seajoy – Good for the environment...Good for you!“

Doch wie ökologisch, ökonomisch und sozial Verträglich sind Companys wie Seajoy wirklich?

Seit 1979 werden in Ecuador Garnelen von Seajoy gezüchtet. In dem Jahr 1985 haben sie sich in die Länder Honduras und 1997 nach Nicaragua vergrößert. Auf deren Homepage www.seajoy.com heißt es, dass sie schon seit Jahrzehnten Nachhaltig wirtschaften, dabei mit besonderem Augenmaß auf die Umwelt und ihre Verträglichkeit achten. Dies ist eine dreiste Lüge. Um eine möglichst hohe Produktivität der Garnelenzucht zu erzielen, werden große Mengen an Chemikalien eingesetzt: Pestizide gegen Algenwachstum, Antibiotika zur Verringerung der Krankheitsanfälligkeit und Wachstumshormone. Zudem ist ein regelmäßiger Austausch der Wassermengen erforderlich; täglich müssen 15 bis 20 Prozent des Wassers erneuert werden. Mit dem Abwasser gelangen große Mengen an Chemikalien ins nahe gelegene Meer. Die Folge: Das ökologische Gleichgewicht wird empfindlich gestört. Dies hat einen deutlichen Rückgang des Fischbestandes zur Konsequenz. Davon sind insbesondere die traditionell wirtschaftenden Fischer betroffen.

Darüber hinaus beansprucht der hohe Bedarf der Aquakulturen an Frischwasser große Mengen an wertvollem Grundwasser - für die Küstendorfbewohner ein unverzichtbares Trinkwasserreservoir. Zudem werden die Böden und die Grundwasservorkommen im Umkreis der Teiche durch den hohen Chemikalieneinsatz und die organischen Abfälle - hierbei handelt es sich um Ausscheidungen der Garnelen und um nicht verwertete Futterreste - in hohem Maße verschmutzt und bakteriell verseucht. Aufgrund der bakteriellen Verunreinigung des Grundwassers kommt es innerhalb der Dorfbevölkerung zu einem besorgniserregend hohen Auftreten von Diarrhöe (Durchfall) und anderen Darminfektionserkrankungen.

Diese sozioökonomischen Strukturmerkmale zeigen alle nur eins: Aquakulturen bilden keinen nachhaltigen Weg aus der Armut für Ecuador.

 

 

Quelle: www.schrotundkorn.de; www.seajoy.de

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Kommentare (2)
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17.02.2011
Lele97 hat geschrieben:
Dein Bericht ist super.
Ich denke, dein Beispiel, war nur eins vonhunderten. So wie ich die Lage einschätze hätte man jeden x-beliebigen Betrieb auswählen können - Leider! :(
Man muss immer weiter denken und nicht dann aufhören, wenn einem die erstmögliche Idee eingefallen ist (Das haben anscheinend die Entwickler dieser Aquakulturen gemacht).
04.11.2010
Morgan hat geschrieben:
Lügen über Lügen.Ich glaube,die Leute wissen nicht,wofür man Fantasie sinnvoll verwenden kann...
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