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Die Geschichte der Gentechnik


von Primavera
10.04.2012
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44 P

Gentechnik ist allen ein geläufiger Begriff. Wir verbinden sie meist immer mit etwas Schlechtem. Doch was ist schlecht an der Gentechnik, was genau bewirkt Gentechnik und wo kommt sie her? Und kann Gentechnik nicht auch positive Aspekte haben?

Wo begann die Geschichte der Gentechnik?

Die Gentechink hat ihre Wurzel in der amerikanischen Landwirtschaft. Den Bauern wurde genmanipuliertes Saatgut von Monsanto angeboten, erst zu einem günstigeren Preis. Die Pflanzen sollten resistent gegen Unkrautvernichtungsmittel sein. Dieses sollte den Bauern die Ernte erleichtern, da nach Einsetzten des Mittels nur noch die angebaute Pflanze (Mais,Soja,Raps) überlebt.


Was bedeutet genmanipuliert?
Menschen und Pflanzen besitzen Gene. Bei genmanipulierten Pflanzen wurden Gene von Pflanzen und Bakterien eingebaut, damit sie gegen Spritzmittel unempfindlich sind.


Wie hat sich die Gentechnik verbreitet?
Einmal in die Umwelt freigesetzt, sind Gen-Pflanzen nicht mehr rückhohlbar und breiten sich unkontrolliert aus. Durch Pollenflug oder Insekten gelangt das veränderte Erbgut in herkömmliche Pflanzen. In Kanada hat sich der Gen-Raps über Pollenflug fast flächendeckend ausgebreitet. Viele Ökobauern mussten deshalb den Anbau von Raps aufgeben, denn die Ökobauern werden von dem Großkonzern Monsanto verklagt ohne deren Zustimmung ihr Saatgut zu benutzen. Die Bauern können nicht nachweisen, dass sie nur herkömmliches Saatgut verwendet haben, da sich durch den Pollenflug von umliegenden Agrargebieten das Saatgut von Monsanto auch auf den Böden der Ökobauern verteilt hat.
 

Gen-Soja?
34 Millionen Tonnen Soja werden jährlich nach Europa importiert und werden zu 90% als Tierfutter verwendet. Für Rinder, Schweine und Hühner ist Soja das Kraftfutter, das sie zum Wachsen benötigen. Die Verwendung von Soja ermöglicht eine günstige Massenproduktion von Fleisch und Milch.
Die Hauptproduktionsgebiete befinden sich in Südamerika und werden ständig vergrößert aufgrund der hohen Fleischnachfrage der Schwellenländer, wie z.B. China. Für diese Gebiete wird jedoch auch der Amazonas gerodet. In Argentinien wird Gen-Soja angebaut, das unempfindlich gegen das Unkrautvernichtungsmittel Round-Up ist. Dieses wird ebenfalls von der Genfirma Monsanto hergestellt.


Welche Gen-Pflanzen werden in Deutschland angebaut?
Mais ist eine der wichtigsten Pflanzen auf deutschen Feldern. Er wird auf 21% der Ächer angebaut und als Tierfutter sowie in Biogasanlagen verwendet.
Der Gen-Mais MON810 stammt ebenfalls von Monsanto und wird in Europa kommerziell angebaut. Dem Mais wurde im Labor die Erbsubstanz eines Bakteriums eingepflanzt, wodurch die Pflanze Gift produziert, dass die verbreiteten Maisschädlinge Maiszünsler tötet.
Seit 2009 ist der Anbau von MON810 durch Bundeslandwirtschaftministerin Ilse Aigner aufgrund von Umweltrisiken verboten. Trotzdem könnte bald wieder Gen-Mais wachsen, denn es ist nicht sicher, ob das Anbauverbot aufrecht gehalten wird.
Seit 2010 darf auch die Genkartoffel Amflora des Chemieriesen BASF in der EU angebaut werden, jedoch wegen Protesten nur auf zwei Hektar (im Jahr 2011). Die Gen-Kartoffel enthält ein Antibiotika-Resistenzgen, das auch zur Folge haben kann, das beim Menschen bestimmte Antbiotika nicht mehr eingesetzt werden können.
 

Wie erkenne ich Gen-Produkte?
Seit April 2004 müssen alle Lebensmittelhersteller kennzeichen, ob sich in ihren Produkten gentechnisch veränderte Inhaltsstoffe befinden. Das steht dann in der Zutatenliste "aus genetisch veränderter Soja hergestellt" etc.
Achtung: Es gibt jedoch eine Gestzeslücke, die zulässt, dass Produkte von Tieren, die mit Gen-Pflanzen gefüttert werden, nicht gekennzeichnet werden müssen.
Seit August 2009 gibt es dafür aber das Siegel "Ohne Gentechnik", bei dem man sicher sein kann, dass auf Gen-Pflanzen in der Tierfütterung verzichtet wurde.

Hat der Konsum von Gen-Produkten erkennbare Nachteile für den Verbraucher?
Die Folge des Konsums ist sehr umstritten, denn Forschungen in diesem Bereich sind nur erschwert oder gar nicht möglich. Denn Monsato hat es verboten, Forschungen über ihr Saatgut zu veröffentlichen, d.h. man darf zwar eingeschränkt forschen, aber die Ergebnisse dürfen nicht anerkannt werden.
Es gibt jedoch einige Forschungen bei Mäusen, die deutlich negative Wirkungen zeigen. Ein Versuch hat ergeben, dass in der dritten Generation bei Fütterung mit Gen-Produkten die Mäuse Haare auf der Zunge bekommen hatten.


Welche Vorteile kann Gentechnik haben?
Ein gutes Beispiel füt die positive Seite der Genveränderung ist der "Golden Rice". Das ist ein genveränderter Reis, der Carotin enthält, durch das er auch seine rötliche Färbung enthält. Dieser wurde hergestellt, da in den asiatischen Ländern ein häufiger Vitamin A Mangel herscht. Durch den Golden Rice kann zusätzlich Vitamin A aufgenommen werden.


Gentechnik Firmen Ampel:
ROT: Bärenmarke, Müller, Weihenstephen, Sprehe, Vossko, Süddeutsche Truthahn AG, Schwälbchen und Du darfst


GELB: REWE, milupa, Frosta, Netto, Ehrmann, Danone, Humana und LIDL


GRÜN: Edeka, Landliebe, tegut, Bauer, Gut Fair, Hipp, Stolle, Berchtesgardener Land, Zott, Grünländer, Schwarzwaldmilch und Riesa


Landliebe ist einer der größten Anbieter von "Ohne Gentechnik" Lebensmitteln.
Ich hoffe, durch den Artikel ist euch die Welt der Gentechnik etwas klarer geworden.

Quelle: www.greenpeace.de/reatgeber
http://blog.rewirpower.de/blogged_images/ohne-gentechnik.jpg
 

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Kommentare (7)
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05.05.2012
Primavera hat geschrieben:
@Nanna : Danke, das ist lieb von dir :D
04.05.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Wie auch immer, ich finde den Artikel klasse und auch, dass ihr euch damit beschäftigt.
Ich bin auf jeden Fall gegen Gentechnik. Selbst wenn sie Fortschritt bedeutet und wir keine Schäden davon tragen - ich fänd die Vorstellung, sowas zu essen, einfach unnatürlich.
11.04.2012
Primavera hat geschrieben:
ja stimmt schon..aber die Artikel sollen ja auch dazu dienen, Interesse zu wecken damit man sich weiter informiert..ob man sich weiter informiert ist wieder eine andere sache..
hast du eine Idee für eine andere Überschrift?
11.04.2012
Primavera hat geschrieben:
OKay, da muss ich wohl nochmal meine Überschrift ändern. Ich wollte nur auf die Pflanzengenetik eingehen. Sonst wäre das zu umfangreich.
@ aMCK Kein Problem aMCK :D deine Einwände waren doch teils berechtigt...
wieso merken die Leser das nicht?
11.04.2012
Primavera hat geschrieben:
@ aMCK...okay Geschichte passt nicht ganz...das gebe ich zu.
Klar ist das mit den Genen sehr wage angeschnitten aber wie Nils schon meinte ich hätte ja kaum die ganze Biologoe der Gene aufschreiben können, das verstehen dann nur die Biologen...
und zu wemig informiert...kann ja sein, dass der Bericht nur die Oberfläche ankratzt aber ich dazu kannst du ewig viel schreiben.Ich habe letztens darüber einen fünstündigen Vortrag der Landwirtschaftsgruppe gehört und naja...ich habe versucht das wichtigste herauszufiltern und es für alle verständnisvoll zu machen...
aber danke trotzdem für die Kritik, dauraus kann ich schließlich nur lernen :D

@Nils : ja...danke und man merkt das dir Bio liegt :D
11.04.2012
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
11.04.2012
Nils93 hat geschrieben:
@ aMCk
Nun... Aber das Humangenomprojekt hat soweit ich weiß nicht wirklich direkt mit Gentechnik zu tun. Schließlich geht es dabei nicht um den gezielten Eingriff in das genetische Material eines Lebewesens. Es dient zwar dem besseren Verständnis der DNA (vor allem des Menschen) und steuert dabei indirekt auch etwas zur Geschichte der Gentechnik bei, aber wenn es dir um Genauigkeit geht, dann hätten hier auch beispielsweise Mendel und die Erfolge von Watson und Crick angebracht werden müssen mit ihrem Modell der Doppelhelix und das währe definitiv zu viel gewesen. Ich finde den Bericht vollkommen in Ordnung. Die Berichte hier sollen anregen sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen und einen nicht durch einen Berg an Informationen gleich abschrecken.
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