Deine Umwelt dankt es dir!


Du bist,


was du isst!


© WWF
Der Essenswirrwarr


von Peet
30.11.2011
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Fleisch oder nicht Fleisch. Fisch oder nicht Fisch. Fast Food oder nicht Fast Food.

Wie so oft in dieser Community kochen diese Themen immer wieder auf und werden redlich diskutiert. Die Wahl unseres Essens ist eben nicht nur für unsere Sättigung verantwortlich, sondern eben auch für viele Probleme weltweit.

Der Klimawandel, hungernde Menschen oder die immer weiter voranschreitende Abholzung des Regenwaldes lassen sich oftmals auf unser Essen zurückzuführen. Das ist einerseits sehr interessant aber andererseits auch Furchteinflößend, wenn ein Blick auf die einige Ursachen der gerade genannten Probleme geworfen wird.

Bei den meisten Berichten heißt es „go veggie“ – werde Veganer oder wer Fleisch isst, ist für viele Probleme in der Welt verantwortlich. Die Frage die sich mir hier auftut ist folgende: Bringt es überhaupt etwas auf die Menschen zu zeigen und sie als Regenwaldvernichter, Klimawandelverursacher oder sonst irgendetwas darzustellen?

Denn das Ziel eines jeden Veganers, Vegetarier oder Halbzeitvegetarier ist es doch, die Menschen zum Umdenken zu bewegen, oder nicht?

Deshalb habe ich mich mal auf die Suche in den großen Weiten des Internets gemacht und einige sehr interessante Dinge gefunden, die sich in sieben Punkte aufteilen lassen.

Punkt 1: Weniger ist mehr

Viele Produkte landen oftmals im Müll bevor sie überhaupt den Endverbraucher erreichen. Schätzungen zufolge ist das rund die Hälfte der Weltproduktion an Lebensmitteln. Die Gründe sind oftmals mehr als nur absurd, hängen aber auch mit uns zusammen. Niemand würde ein rund zwei Tage altes Brot kaufen, obwohl es noch genießbar wäre. Gemüse, das nicht den Normen entspricht, bleibt auf dem Acker liegen. Wir Europäer werfen im Schnitt pro Jahr 95 Kilogramm Essen weg, nur weil auf der Verpackung steht, dass es abgelaufen wäre. Dabei ist es teilweise noch deutlich länger haltbar.

Punkt 2: Back to the roots

Nicht jeder hat einen Garten aber ein Fenster, vielleicht einen Balkon oder sonst wo ein schickes Plätzchen, wo sein Essen selber angebaut werden kann. Ideen wie der Prinzessinengarten in Berlin/Kreuzberg begleichen die Platznot in Städten. Denn wer sein Essen selber sät und erntet, bekommt wieder ein Gefühl für den Wert einer solchen Pflanze und somit dem Essen.

 

Punkt 3: Die Kuh um die Ecke

Regionale Lebensmittel verhindern kilometerweite Fahrten von Lastwagen, stärken die lokale Wirtschaft bzw. die Kleinbauern. Doch Vorsicht! Nicht überall wo regional draufsteht, ist auch dies gemeint. Denn Hersteller können es zwar regional etikettieren wenn die Herstellung auch dort stattfindet, aber das war es dann auch schon. Thüringer Würstchen können Fleisch aus Polen enthalten und dennoch als regional abgestempelt werden. Produkte aus der Massentierhaltung sind zudem nicht biologisch angebaut bzw. gezüchtet und bergen so enorme Gefahren. Gentechnik, Pestizide, Antibiotika und vieles mehr werden bei der herkömmlichen Produktionsweise verwendet. Deshalb im nächsten Schritt – Bio!

Punk 4: Mit Bio isst es sich gesünder

„Bio ist nicht gleich Bio“ hat schon TheEarthDies in ihrem Bericht gut beschrieben. Deshalb ist es unnütz hier noch mal alles neu aufzulisten. Vielen Dank an dieser Stelle für den schönen übersichtlichen Bericht!

 

 

Punkt 5: Ohne Fleisch geht’s nicht…

…immer! Auch wenn du es geschafft hast und vollkommen ohne Fleisch auskommst, so isst die Mehrzahl noch jede Menge davon. Diese einfach abzustempeln bringt nichts und hilft vor allem nicht der Natur. Deshalb der Tipp: Den Fleischkonsum minimieren und so den Wert von Fleisch wieder gewinnen. Ein gutes Schnitzel muss es nicht jede Woche geben, auch nicht den Döner vom Kebab um die Ecke. Außerdem wichtig. Kombiniere Bio und regional mit deinem Fleischkonsum. Das Steak aus Argentinien wird sicherlich nicht im Urwald grasen. Das Schwein vom Biohof nebenan wohl eher.

Punkt 6: Nemo sagt danke

Mittlerweile sind rund 80 Prozent der Fischbestände bedroht. Da verliert man leicht den Überblick, was man noch essen darf und was nicht. Im neuen Fischführer des WWF ist dies leicht heraus zu finden. Den Fischführer findet ihr hier! Zwei kurze aber sehr wichtig Tipps am Rande: Fisch als nichtalltägliche Delikatesse genießen und beim Einkauf die richtige Wahl treffen.

 

Punkt 7: Die WWF Jugend Lebensmittelkooperative?

Wer es sehr ernst mit dem Thema meint und gleichgesinnte gefunden hat, kann sich auf gewisse Standards festlegen, die beim Essen wichtig sein sollen. Standards könnten wie folgt sein: Saisonal? Regional? Sozial verträglich? Und noch viele weitere! Ihr könntet in eurer Gruppe Händler, Lieferanten etc. ausmachen, wo künftig eingekauft wird. Das Ganze könnten dann am Ende Bestellgemeinschaften sein oder sogar ganze Vereine. Das Projekt nennt sich „foodcoops“ und ist hier zu finden.

Sieben Punkte, die für viele ein Anfang sein können. Es ist allgemein gesehen ein kleiner Erfolg, der, wenn er sich denn weiter entwickelt, eine bewusstere Ernährung der Menschen zur Folge haben könnte. Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass der kooperative Weg bei den Menschen immer besser ankommt, als ein Diktat, welches dann früher oder später scheitern wird.

Um den Lesern hier in der Community auch mal einen Überblick verschaffen zu können, was denn so alles möglich ist in der Welt des Kochens und Backens, habe ich eine umfassende Zusammenfassung der schon erscheinenden Artikel gemacht.

Das Bio-Siegel:

- „Bio ist nicht gleich Bio“ von TheEarthDies (Tipps beim Einkauf von Bio-Produkten)

- „Mein erster Bio Kauf“ von Scottish_cookie (Erfahrungsbericht)

- „Entstehung des Biosiegels“ von Cata (Woher kommt das Siegel überhaupt?)

Vegan ernähren:

- „Christmas goes veggie“ von Girty (Weihnachten ohne Weihnachtsgans?)

- „Weihnachtsplätzchen mal vegan“ von HannaS

- „Vegane Woche“ von Linda (Ein Selbstversuch)

- „Vegan bleiben“ von Maide (Ethische Gedanken des Veganismus)

Vegetarier:

- „Zwei halbe Vegetarier sind auch ein Ganzer!“ von Halbzeitvegetarierin (Ein Projekt zum Mitmachen)

- „Tierisch gut“ von clarawest (Wer ist denn schon alles Vegetarier?)

Fischführer:

- Der Fischführer des WWF

Schlussendlich liegt es an jedem selbst, für was er sich entscheidet. Dieser Mensch sollte aber durch sein Essverhalten nicht einfach links liegen bleiben, sondern auch für andere Verdienste geschätzt werden. Ich selber esse Fleisch und bin seit Jahren aktiv in der WWF Jugend und auch sonst in vielen Themen sehr engagiert dabei. Ich bin immer offen für Kritik, doch diese muss angemessen geschehen, was leider auch hier nicht immer der Fall ist.

Was ist noch klar machen will. Ich will mit dem Bericht eine Diskussion anregen! Ich würde mir wünschen, wenn ihr mich ergänzt und weitere Tipps teilen würdet. :)

Quellen:

http://www.foodcoops.de/

http://www.wwf.de/themen/meere-kuesten/fischerei-und-fischzucht/jeder-kann-handeln/neu-fischratgeber/

http://www.geo.de/GEO/natur/oekologie/66879.html

http://www.wwf-jugend.de/leben/bio-essen/bio-ist-nicht-gleich-bio;3176

Bilder:

© Michael Gunther / WWF

© Martin Harvey / WWF-Canon

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Kommentare (15)
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06.12.2011
gelöschter User hat geschrieben:
Ich hätte lieber drauf verzichtet :)
Verstehen die Leute denn nicht, dass sie u. a. auch bares Geld wegwerfen?
06.12.2011
Peet hat geschrieben:
@Zerschmetterling: Ok, mein Fehler! ;)
@alle: Vielen Dank für die rege Diskussion hier! Super interessant und spannend. Vielen Dank an Urmeli für den kurzen Erfahrungsbericht.
06.12.2011
gelöschter User hat geschrieben:
Zum Thema gute Lebensmittel wegwerfen hab ich nen kleinen Erfahrungsbericht:

Letzte Woche stand ich mit Arbeitskollegen am Pommesstand beim Weihnachtsmarkt - ja, ich weiß, sehr weihnachtlich :). Die Frau vor uns hat sich während der Zubereitung ihrer Pommes überlegt, dass sie nun doch eine andere Sauce wollte. Was macht der Pommesmann? Er wirft die komplette Schale Pommes in den Müll!
Wir habe alle aufgeschrien, dass wir die Pommes nehmen können. Sein Kommentar "ist doch genug für alle da". Mein Kommentar "nicht für Afrika".

Warum fragt man nicht einfach die wartenden Leute, ob die vielleicht diese Schale haben wollten? So eine Verschwendung von Lebensmitteln kann ich einfach nicht nachvollziehen.
05.12.2011
Anni09 hat geschrieben:
Was ich sehr schlimm finde, was Peet auch geschrieben hat ist, dass sehr viele Lebensmittel weggeschmissen werden.
Ich hab vor kurzem, das schreckt vielleicht ein paar Leute ab, einen Joghurt gegessen der 1 Monat abgelaufen war. Aber alles war in Ordnung, er hat gut gerochen und sah gut aus. Wir verlassen und heute viel zu sehr auf dieses Mindesthaltbarkeitsdatum anstatt auf unsere Sinne zu vertrauen. Ein Mindesthaltbarkeitsdatum zeigt ja auch nur an bis wann dieses Produkt auf jeden Fall haltbar ist. Es ist ja kein "Ablaufdatum".
Naturlich setzen Konzerne das Mindesthaltbarkeitsdatum möglichst niedrig an, damit mehr Produkte weggeschmissen werden und dadurch mehr gekauft werden. Also Leute ich habs auch überlebt :)
Allerdings kann man nicht alle Lebensmittel nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatum verzehren, aber bei einigen ist das überhaupt kein Problem.
05.12.2011
Zerschmetterling hat geschrieben:
@Peet:
Ich bin nicht davon ausgegangen, dass Du Veggie bist.
Mein Kommentar ist da allgemein gehalten. :))
03.12.2011
LSternus hat geschrieben:
Ein super Artikel!!!

Ich persönlich esse Fleisch und Fisch, habe kein Problem damit und finde Fleisch und Fisch gehören zur menschlichen Erenährung dazu. Ich finde es aber nicht gut das Fleisch in der art rauen Mengen verdrückt wird.

Ich finde die Masse machts. Man kann durch aus Fleisch essen ohne der Natur zur Plage zu werden, ohne das die Tiere vorher leiden mussten und ohne die Menschen in der ,,3. Welt" (eigentlich ein falscher Begriff, denn wir sitzen alle in einem Boot) ihrer Welt und ihren Rechten zu berauben.

Wir (ALLE) müssen ,,nur" bereit dazu sein!
02.12.2011
regentag hat geschrieben:
Hey, ich liebe diese Diskussionen hier :)
Eigentlich wurde fast alles schon mal gesagt, aber ich finde den Bericht auch gut.
Ich bin schon länger Vegetarier und würde total gern auf Vegane Ernährung umsteigen - aber das kann ich wohl erst machen, wenn ich von zu Hause ausgezogen bin ;) Gegen Menschen, die in angemessenen Mengen Fleisch essen, habe ich nichts, aber persönlich reizt es mich inzwischen überhaupt nicht mehr. Wenn ich in Metzgereien die ganzen gestopften Würstchen sehe, wird mir ganz mulmig...
FIsch essen finde ich fast schon schlimmer als Fleisch, denn wenn es so weitergeht, sind bis 2050 alle Meere leergefischt! Das ist echt schlimm und sogar das zertifizierungs Zeichen MSC ist inzwischen schwer in der Kritik. Wenn überhaupt sollte man echt nur noch einmal im Monat ein Stück Fisch essen, aber welche Sorten erlaubt sind und woher sie kommen sollten, darüber kann man leicht den Überblick verlieren, weil alle Organisationen etwas anderes raten...
Auch beim Einkauf von Bio-Produkten sollte man die Augen offen halten, nicht überall, wo Bio draufsteht, ist Bio drin. Auf einige Siegel (wie in den genannten Berichten :)) ist allerdings verlass :) Und anstatt im Supermarkt um die Ecke einzukaufen, sollte man echt öfter regionale Produkte kaufen, z.B. auf dem Wochenmarkt oder in Hofläden.
02.12.2011
Peet hat geschrieben:
@Zerschmetterling:

Ich bin kein Veggie ;)
01.12.2011
Nugua hat geschrieben:
Hey, wirklich guter Bericht.
Die Punkte, die du aufzählst sind wirklich hilfreich. Viele Probleme könnten gelöst werden, wenn noch viel mehr Menschen einfach etwas bewusster mit dem Essen umgehen würden (und auch mit vielen anderen Dingen).

Das Problem bei Jugendlichen ist, glaub ich, wirklich der Gruppenzwang. Wenn man mit Freunden einkaufen geht, gehen halt alle zu McDoof oder so. Bekanntlich wird man ja sonst als doofer Öko abgestempelt. Jedenfalls hoffe ich, dass es Zwang ist, und nicht einfach Ignoranz.

Auch viele meiner Freunde sehen das "bewusster Leben" leider nicht so wie ich. Ich weiß echt nicht woran das liegt. Sie können jedenfalls nicht behaupten, sie wüssten von nichts.

Ich bin keine Vegetarierin und das ist ok für mich. Trotzdem verstehe ich Vegetarier total.
Als Vegetarier versucht man irgendwie für andere Menschen mit, weniger Fleisch zu essen; um ein Gegengewicht herzustellen, zu den Menschen die super viel Fleisch essen.
Und, ehrlich gesagt, ist das bis jetzt ja auch notwendig, da so viele sich eben nicht bewusst ernähren.

Ich finde es auf jeden Fall auch wichtig, dass man sich nicht gegenseitig runtermacht. Seine eigene Meinung jemandem aufzuzwingen, hat noch nie was gebracht. Sich gegenseitig zum Nachdenken anregen finde ich wichtig und immer wieder von neuem, dass es nicht zum Stillstand kommt.
01.12.2011
Zerschmetterling hat geschrieben:
Guter Artikel.

Ich finde es immer toll, wenn jmd. sagt, dass er Vegetarier ist. Auch wenn ich es (noch??) nicht bin. Ich bin öfter am Überlegen umzusteigen, wegen der Tierquälerei die dahinter steckt.
Und dennoch esse ich ab und an Fleisch.
Allerdings sehr, sehr selten.
Aber neulich gab es BIO-Pizza mit Salami drauf und die habe ich dann auch nicht runtergepuhlt.
Und oftmals lasse ich das Fleisch weg, wenn Mutti es kocht, auch wenn es BIO ist.
Und wenn ich selber koche, käme ich nie auf den Gedanken Fleischgerichte zu kochen.

Viele Vegetarier die um jeden Preis jeden zum Umsteigen bewegen möchten, verstehe ich aber auch nicht. In unserer heutigen Gesellschaft wäre es hilfreich, wenn noch mehr Vegetarier werden, aber würden ALLE Vegetarier sein, würde das, was noch nicht stimmt, nämlich das die Veggies den Tieren das Essen wegfuttern, stimmen und die nächste Katastophe bräche aus.
Alle Extreme sollten bei der großen Menschenanzahl vermieden werden!
Eine Ausgewogenheit an menschlichen Veggies und Fleischessern wäre das Beste.
(FleischESSERN, NICHT FleischFRESSERN)
01.12.2011
KatharinaM hat geschrieben:
Super Bericht! Vielen Dank Peter ! :D

Schon seit etwa 1 ½ Jahren esse ich (meine Mum und meine Schwester machen gleich mit. :o)) nicht mehr so oft Fleisch. Komplett könnte ich darauf jedoch nicht verzichten.

Dafür esse ich kein Fisch mehr. Seit ich eine Reportage auf Youtube gesehen habe und in einem WWF Magazin rumgeschmökert habe und dann das vor allem Dingen mit dem ?Shark Finning? gesehen habe ist mir alles vergangen.

Da gibt es aber eine andere Alternative! Und zwar gibt es von Iglo auch Gemüsestäbchen, die schmecken auch so wie Fischstäbchen! :D Echt lecker!

Fleisch gibt es dann, wenn wir es unbedingt essen wollen. Gulasch zum Beispiel. (: Dann aber auch nur Bio.

Seit ich mein FÖJ mache, bin ich sowieso richtig auf einem Öko-Trip. xD Gut, dass es anderen aus meiner Seminargruppe aber auch so geht. Fand ich recht spannend. In unserer Gruppe sind 2 Veganer und einige Vegetarier- so gab es häufig z.B Soßen mit normaler H-Milch und mit Sojamilch. Natürlich hat man dann ja mal auch probiert wie das schmeckt. :o)

Beim nächsten Seminar haben wir das Thema Ernährung. Ändern wird sich bei unseren Mahlzeiten auf Fahrt sowieso nicht so viel, da das ganze Sortiment aus Bioprodukten besteht und wir es selbst in Kochgruppen zubereiten! ( Alle sing ganz scharf auf Samba ? sowas ähnliches wie Nutella bloß bio xD ) Jedoch wurde vorgeschlagen, ob wir nicht mal probieren wollen uns auf der ?Ernährungs?-Fahrt vegan zu ernähren. 17 von 29 Leuten haben sich aus unserer Gruppe dafür gemeldet !!! Es gab glaub ich nur 3 Leutchen, die ihre Biowurst behalten wollten und mal Lust auf einem Braten hätten. Sie haben sich jetzt aber sogar auf einen vegetarischen Braten eingelassen. Find ich voll genial ! (:

Ohja, mit dem Wegschmeißen ist auch so ein Ding. Beim Essen bin ich besonders pingelig und achte da also sehr auf MHD. Schrecklich?. Muss mich da immer zusammen reißen, dass der Joghurt ja noch so lange gut ist, bis der Deckel nicht gewölbt ist. Gab?s da nicht ein Änderungsvorschlag des MHD, sodass es anderes genannt wird? Wie in Amerika mit ?Best before? . Finde ich auf jeden Fall besser. Dann müssten aber auch nochmal alle Verpackungen neu design werden, die alten weggeschmissen und und und. Also dann eher doch nicht.

Hat jemand schon von euch ?Taste the Waste? gesehen?

Super, werde mir mal die ganzen anderen Berichte durchlesen, die du da so schön aufgleistest hast. (; Besonders das mit dem Bio-Siegel. Da blicke ich immer noch nicht durch. XD
01.12.2011
gelöschter User hat geschrieben:
Die Provokation ist dir gelungen :D

Ich selbst bin auch seit längerem veggi und kann mir nicht vorstellen, noch mal umzuschwenken. Ich habe aber selber jahrelang Fleich gegessen und fand es vollkommen normal. Darf man dann anderen noch Vorwürfe machen?
Jein.
Es kommt immer auf das individuelle Verhalten an.

Jemand der ab und an mal Fleisch/Fisch isst und es zu würdigen weiß, dass für diesen "Luxus" ein Lebewesen gestorben ist und andere Menschen nichts zu essen haben, ist auf dem richtigen Weg und kann dort bleiben.

Als Veggi wird einem oft vorgeworfen, dass man "mit dem Finger auf Mischköstler" zeigt. Ich habe das Gefühl, dass die beiden Seiten aneinander vorbei reden. Wir Veggis fühlen uns nämlich auch sehr oft angeprangert und missverstanden :)

Ich denke, dass je offener und sachlicher das Thema besprochen wird, desto besser kann sich jeder seine eigene Meinung bilden. Denn auf die kommt es am Ende an. Die eigene Ernährung ist eine persönliche Entscheidung, die auch die Seele mittreffen muss. Da ist (Gruppen-)Zwang fehl am Platze.

Für viele Veggis ist dieses Thema eine sehr emotionale Sache, sodass Sachlichkeit manchmal etwas zu kurz kommt. Ich musste sie mir auch "antrainieren". Es braucht ne Zeit, klappt aber :)

Der Fleischkonsum ist nicht DAS Problem, er ist ein Teil davon. Wenn wir schon aufhören würden, Essen in Massen wegzuschmeißen, wäre schon vielen geholfen. Ausgewogenheit muss her.

Auch wenn Regional und Bio es ein bisschen mehr kostet, der Dank des Gewissen und der Umwelt macht das locker wieder wett :) Zumindest teilweise sollte man auf Bio etc. umsteigen.

ps. Wenn wir Veggis den Mischköstler nicht die - in unseren Augen - positiven Aspekte vom Vegetarismus aufzeigen, wie sollen wir euch sonst überzeugen :D
30.11.2011
Peet hat geschrieben:
@alle: Vielen Dank für die tollen Kommentare! :) Ich finde es spannend zu lesen, wie ihr die Situation seht und eure Erfahrungen teilt. Das würde ich mir noch von vielen Anderen hier wünschen. Also, immer her damit! :)

@Hanna: Stimmt, es gibt noch unzählige andere sehr gute Berichte, aber das hätte den Rahmen gesprengt.

PS: Das Bild oben habe ich bewusst so gewählt. Es soll lediglich provozieren und spiegelt in keinster Art und Weise meine Meinung wieder.
30.11.2011
HannaS hat geschrieben:
Danke für den Bericht, Peter, vor allem für die übersichtlichen Zusammenfassungen und die vielen Links zu den tollen Artikeln, die es schon in der WWF Jugend gibt. (Wobei es ja noch unzählige mehr zu dem Thema gibt ;)
Ich finde es spannend, dass hier über Essen so viel diskutiert wird, wahrscheinlich ist das einfach ein Thema, das alle unmittelbar betrifft und wo es zudem nicht so schwer wie in anderen Bereichen ist, direkt etwas zu tun.
Ich kann aber auch nachvollziehen, dass es für alle, die Fleisch essen und das auch gern immer wieder ein etwas komisches Gefühl ist - ein bisschen als wenn ständig mit dem Finger auf einen gezeigt wird...
Ich hoffe, ihr nehmt das weiterhin nicht persönlich. Die Hauptsache ist doch, sich damit auseinandergesetzt und dann seine Entscheidung getroffen zu haben - damit hebt man sich ja auch vom Großteil der Menschen ab ;)
30.11.2011
Sarah25 hat geschrieben:
Danke für diesen übersichtlichen Bericht Peter! Also ich bin Vegetarier, da ich weder Fleisch besonders gerne mag, noch es mit meinem Gewissen vereinbaren könnte! Allerdings finde ich es auch nicht schlimm, wenn Leute Fleisch essen, nur sollte jeder dabei an einige Punkte denken! Nämlich ob man wirklich jeden Tag Fleisch essen muss oder ob es nicht auch mit 1 oder 2mal pro Woche getann ist. Zweitens sollte man sich darüber im klaren sein wo das Fleisch herkommt, dass man isst. Denn wer Fleisch aus Massentierhaltung isst, kann ich nicht verstehen. Es kommt darauf mehr regionales Fleisch zu kaufen, wo man weiß wo es herkommt. Und um Mc Donalds und Co. würde ich auf jeden Fall einen großen Bogen machen. Aber letztendlich muss es jeder selbst wissen.
Doch ich glaube es wäre schon viel getan, wenn jeder ein bisschen mehr auf die oben genannten Punkte achten würde!
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