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Bhutan - der erste Bio-Staat der Welt


von Zweitagsfliege
30.08.2013
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Bhutan will der erste Bio- Staat der Welt werden.
Das Land mit ca. 700.000 Einwohnern, das ungefähr so groß ist wie die Schweiz, will nur noch mit biologischem Anbau laufen. Eine richtige Umstellung ist das eigentlich nicht. Pestizide, Herbizide oder chemische Düngermittel würden nur wenig Akzeptanz in der Bevölkerung finden und würden nur auf 1,5 % des Agrarlandes verwendet werden, sagt Kesang Tshomo, die das Bio- Programm in Bhutan leitet.
In dem Himalaya Königreich leben 35 % der Bevölkerung in Städten; über 60 % der Einwohner leben von der Landwirtschaft. Es gibt rund 2.000 Bio-Bauern und viel mehr, die sich nur nicht so nennen.
Die Entscheidung, sagt Bhutans Agrarminister Pema Gyamtsho, sei praktischer und philosophischer Natur gewesen: In dem bergigen Land würden Pestizide leicht fortgespült und schädigten das Wasser. „Zugleich sind wir Buddhisten. Wir glauben an ein Leben in Harmonie mit der Natur. Tiere haben dieselben Rechte wie wir und wir mögen es, wenn Pflanzen und Insekten glücklich sind.“                                        

                                                                         


Das Glück spielt generell eine große Rolle für die Menschen in Bhutan. Das Land misst sein Bruttosozialglück, das seit 2008 als Ziel in der Verfassung verankert ist. Denn trotz der Armut hat König Jigme Singye Wangchuk in den 70er Jahren verfügt, dass das persönliche Glück des Einzelnen wichtiger sei als eine Steigerung des Bruttosozialprodukts.
Die Bevölkerung soll so glücklich wie möglich leben können.
Auch der Umweltschutz ist in der Verfassung festgeschrieben. Den Schülern wird vermittelt, wie wichtig der Umweltschutz ist. 60 Prozent des Landes stehen unter Naturschutz, insbesondere die einzigartigen Himalayawälder, die in Nepal oder Tibet rücksichtslos abgeholzt wurden. Brandrohdung ist bei Strafe verboten. Wer in Bhutan einen Baum fällt, muss zwei dafür nachpflanzen. Das Land hat sich dazu verpflichtet, für immer CO2- neutral zu bleiben. Jetzt sind sie sogar CO2-negativ.
Bis heute gibt es nur drei Straßen in den Süden nach Indien und keine einzige in den Norden nach China. Werbung und Plastiktüten sind verboten, Fernsehen gibt es erst seit 19999 (Bhutan ist somit das letzte Land, bei dem es eingeführt wurde.) und Mobiltelefone sind seit 2004 erlaubt.
Nun will der Staat den Einklang mit der Natur noch verbessern und nur noch Bio-Produkte anbauen lassen.
Es gebe keine Deadline für die Umstellung, verriet Gyamtsho der Zeitung The Guardian. „Wir erreichen es von Region zu Region und von Ernte zu Ernte.“

             Quellen: 3sat online Mediathek, Schrot& Korn. de, Wikipedia, agrarheute.com, Quarks&Co

 

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Kommentare (13)
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05.09.2013
4lexSchneegans hat geschrieben:
@ zweitagsfliege
Der ist eig. ziemlich einfach zu finden wenn du den Titel weißt
@jayfeather
Als Tourist ist es sehr teuer und als entwicklungshelfer wird man selten angenommen, aber man verdient dort Geld.
Falls du noch mehr wissen willst kannst du mich ruig fragen, mein Vater hat dort 5 Jahre gearbeitete, ich war nur als kleines Kind dabei.
03.09.2013
Tigerleni hat geschrieben:
Total interessant!! Super Bericht!
Danke :-)
01.09.2013
Zweitagsfliege hat geschrieben:
@Jayfeather: Vielleicht besser nicht... Viele Leute dort sind relativ arm und die Kinder sind auf das Schul-essen angewiesen...
01.09.2013
Jayfeather hat geschrieben:
wow, das hört sich doch mal toll an :)
wenn das alles so umgesetzt wird ist das echt super. vor allem auch das mit dem glücklich leben :)
da könnte ich glatt hinziehen. ;)
01.09.2013
Zweitagsfliege hat geschrieben:
@4lex5chneeganz: Danke:) Ich hab über das mit dem Bio-Staat in einer Zeitschrift gelesen.
Den Film kenne ich nicht und das mit dem Auserwählen wusste ich auch nicht...
Ganz schön krass mit den Fragebögen. Vielleicht werde ich versuchen den Film irgendwo zu finden...
01.09.2013
4lexSchneegans hat geschrieben:
Der Bericht ist echt schön, aber eine frage woher kennst du Bhutan? Aber die plastik-tüten sind nicht ganz verboten, sondern man darf nur eine sehr geringe anzahl haben,...
Wenn sich jm. noch über das protosozialglück erfahren möchte, es gibt einen Film, What happiniss is, der mehr darüber zeigt. Ich finde der Film ist schon gut, er enspricht eher der warheit als andere, denn nicht alle können glücklich sein, das geht nicht! Aber sie versuchen es und das ist auch wichtig. (kurtzform der film : sie haben 7.000 fragebögen, mit 1.000 fragen. Es gibt irgendein verfahren und manche werden `ausgewählt´ um die fragen zu beantworten.)
01.09.2013
Kerstin hat geschrieben:
Wow, das ist echt super! Eine fantastische Einstellung von den Leuten in Bhutan...

Vielen Dank für den Bericht, das ist echt total interessant.
31.08.2013
vince hat geschrieben:
Das ist ja mal eine interessante Sache... hätte nicht gedacht dass so was in einem Land auf der Erde durchgesetzt werden kann
Fragt sich nur, ob die Bevölkerung damit auch zufrieden ist...
31.08.2013
Herbstmaedchen hat geschrieben:
"Die Bevölkerung soll so glücklich wie möglich leben können."
- Ich finde, dieser König hat eine unglaublich tolle und positive Einstellung. Wenn jeder ein bisschen so denken würde und der Begriff "Bevölkerung" Tier und unsere gesamte Umwelt mit einschließt, könnte die Welt wirklich wunderbar sein.
31.08.2013
Sandsturm hat geschrieben:
Das ist doch mal Initiative! Wie schön!
31.08.2013
Tigerhai hat geschrieben:
@Jonas: Das Hauptargument dagegen dürfte das wirtschaftliche Wachstum, zusammen mit dem Lebensstandard sein. Das ist beides in dem Land sicherlich nicht sehr hoch und viele Leute wollen hier nicht gerne auf "ihren" Luxus verzichten.

Aber du hast natürlich vollkommen recht damit, dass man jetzt handeln muss. Viele der Gesetze könnten auch genausogut hier übernommen werden.
31.08.2013
Jonas_Kittel hat geschrieben:
Toll, dass das Land von sich aus darauf achtet!
Wie wäre es denn, wenn sich diesem Grundgedanken auch andere Staaten anschließen würden? Aber klar, es lassen sich immer Argumente finden, warum nicht.. Die Politik redet sich aus jeder wichtigen Angelegenheit geschickt heraus. Dabei weiß man doch, dass besser jetzt gehandelt werden soll als nächstes Jahr.. oder in 10 Jahren.. oder wenn es vielleicht schon zu spät ist.
30.08.2013
Tigerhai hat geschrieben:
Das nenne ich mal einen konsequenten Ansatz. Jetzt würde mich aber interessieren, wie hoch das Bruttosozialglück da ist. Mir gefällt der Gedanke, dass Menschen, Pflanzen und Insekten alle (gemeinsam) glücklich sein sollen. :-)
Danke für diesen interessanten Bericht!
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