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© WWF
Besser essen für unseren Planeten- Aber wie?


von KatharinaM
15.03.2012
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Anlässlich des diesjährigen Themas der Earth Hour, bei der die Aufmerksamkeit besonders auf die Bedeutung unserer Ernährung und deren Rolle für den Umwelt- und Klimaschutz gerichtet wird, stellt sich natürlich die Frage: Wie essen wir denn nun besser für unseren Planeten?                                                                                                                                                                                                                                                                                    
Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, habe ich mal in den Tiefen des Internets recherchiert.  

Hast du jemals eine Topinambur probiert? Nein? Damit bist Du sicher nicht allein.
Fast alle Obst- und Gemüsesorten sind bei uns inzwischen aufgrund der Globalisierung der Märkte rund um das Jahr erhältlich. Ob Erdbeeren zu Weihnachten oder Weintrauben zu Ostern. Auch sämtliche exotische Arten, die ihren Ursprung auf der Südhalbkugel haben, landen bei uns häufig ohne Bedenken im Einkaufskorb. Dagegen geraten alte und ausgefallene Gemüsesorten wie zum Beispiel Topinambur, was jetzt im März in Deutschland gerade frisch zu haben ist, immer mehr in Vergessenheit.

Die bei uns heimische Knolle: Topinambur

Das ist schade und schädlich zugleich. Denn regional angebautes und saisonal erhältliches Obst und Gemüse hat viele Vorteile – für Gesundheit, Gaumen, Geldbeutel und den globalen Klimaschutz:

So sind die Früchte aus dem Umland frischer und gesünder. Anders als importierte Ware haben sie einen kürzeren Transportweg und sind so schneller und damit frischer vor Ort, wobei der Verlust an Nährstoffen verringert wird. Darüber hinaus weisen sie teilweise weniger Pestizidrückstände auf, die bei Bio-Ware in der Regel sogar ganz wegfallen.

Obst und Gemüse von nebenan ist zudem ein echter Gaumenschmaus. Da sie nicht so lange transportiert werden müssen, hängen sie länger am Busch oder Baum, können so deutlich länger reifen und entwickeln deutlich mehr Geschmackstoffe.

Mit dem Einkauf von heimischem Obst und Gemüse kann jeder einen aktiven Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten. Denn bis die meiste Ware in den Supermärkten landet, hat sie bereits lange Strecken hinter sich gebracht. In manchen Fällen werden die Produkte sogar mit dem Flugzeug transportiert, was besonders viele Treibhausgase verursacht. Der Treibstoff-Bedarf von Obst und Gemüse aus der eigenen Region ist im Durchschnitt 48 Mal geringer als der von Flugware. So lassen sich beim Kauf von regionaler statt eingeflogener Produkte pro Kilogramm Gemüse etwa 10 Kilogramm CO2 vermeiden.

Wer seine Kartoffeln beim Bauern im Nachbarort kauft, stärkt damit natürlich auch die Landwirtschaft „vor der Haustür“. Aber heimisches Obst und Gemüse tut auch dem eigenen Geldbeutel gut. Denn anlässlich des großen Angebots in der Hochsaison und des geringeren Energie- und Schadstoffverbrauchs ist saisonale Ware meist deutlich preiswerter.

Sorgen um das Angebot muss man sich jedoch zu keiner Jahreszeit machen. Auch im Winter bietet unsere heimische Natur viele leckere Gemüsesorten – entweder direkt vom Acker oder aus Lagerhäusern. Wer sich gerne saisonale Abwechslung gönnt, kann so über das ganze Jahr frische Waren auf dem Wochenmarkt und Supermärkten kaufen - und hier und da vielleicht sogar Neues entdecken wie Topinambur.

Doch zur welcher Jahreszeit was ist welches Gemüse und Obst wirklich frisch und nicht aus dem Treibhaus oder eingeflogen? Wir haben einen Saisonkalender für Euch zusammengestellt.

Passend zum Thema regionales und saisonales Obst und Gemüse und dem Motto „Besser Essen für unseren Planeten“ des Earth Hour abends startet der WWF ein Rezeptwettbewerb und ruft somit zum umweltfreundlichen Kochen auf!

Lust mitzumachen? Dann sende dein Lieblingsrezept bis zum 19. März 2012 per Mail an earthhour(at)wwf.de! Wichtige Voraussetzungen: Das Gericht muss die Kriterien der sechs Regeln für nachhaltigen Genuss erfüllen. Eine weißt du jetzt bereits schon: Regional ist genial! ;) Und das Rezept muss natürlich von dir selber stammen.

 

Das Gute dabei: Keiner geht dabei leer aus. Denn jeder Teilnehmer gewinnt ein Earth Hour Rezeptheft mit Rezepten von Sarah Wiener. Der „richtige“ Sieger erhält einen Gutschein im Wert von über 50 Euro für eine Bio-Abokiste aus der Region. Zusätzlich erhält dieser das Kochbuch „Herdhelden“ von Sarah Wiener. Auch die Zweit-und Dritt-Plazierten könnten dieses Buch in den Händen halten.

Alle weiteren Informationen zum Rezeptwettbewerb findet ihr unter: www.wwf.de/rezeptwettbewerb.

Viel Spaß beim regionalen und umweltbewussten Kochen! Mit dem Saisonkalender bist du ja jetzt bestens gewappnet. :o)

Quellen
http://marktcheck.greenpeace.at/heimisches-obst-gmuese.html
http://www.regional-saisonal.de/saisonkalender
http://wolfgang-reuter.suite101.de/nachhaltigkeit-obst-und-gemuese-saisonal-und-regional-einkaufen-a88456
http://www.dlr.rlp.de/internet/global/themen.nsf/ALL/D58A32E6A3826437C1257727004728C8?OpenDocument
http://www.green-in-berlin.de/obst-und-gemuse-am-besten-regional-und-nach-saison/
http://www.wwf.de/themen/klima-energie/jeder-kann-handeln/co2-rechner/glossar/ernaehrung/

Bilder
Topinambur : http://www.flickr.com/photos/cyclam/3124557681/in/photostream/ von flora.cyclam
WWF
 

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Kommentare (9)
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30.03.2012
gelöschter User hat geschrieben:
es gibt auch vegane nicht-soja ersatzprodukte ;)
es gibt zum beispiel schnitzel aus weizen und lupinen und anderem getreide und nicht nur sojamilch sondern auch hafer-, reis- und mandelmilch und hafersahne zum kochen statt sojasahne. man kann auch mit regionalen produkten abwechslungsreich vegan oder vegetarisch leben
dass für sojaanbau regenwald gerodet wird, bekomme ich auch dauernd zu hören aber das hat cherimoya ja schon erklärt ;)
man muss fleischersatzprodukte auch nicht immer fertig kaufen, sondern kann sich selbst welche zubereiten. meistens reicht es ja schon, wenn man 2x die woche was schön paniertes, fettiges zwischen die finger bekommt :)
man kann zum beispiel pilze panieren und frittieren oder gemüse kleinhacken und wie falafel zu bällchen oder bouletten formen und braten oder frittieren.
das klimakochbuch ist echt empfehlenswert! http://www.klimakochbuch.de/index.php?/project/das-klimakochbuch/ :)
30.03.2012
Edwina-I. hat geschrieben:
Im Bioladen gibts immer total leckere Fleisch-Erstz-Produkte (Tofu Schnitzel, etc.) und da gibt es auch Co2 neutrale :))
16.03.2012
Zerschmetterling hat geschrieben:
"Obst und Gemüse von nebenan" - aber bitte nicht aus Holland!
Auch Gemüse - und Obstanbau ist vergleichbar mit "Massenobsthaltung".
Bei Tomaten zum Beispiel, gibt es etliche Schläuche die in die nährende Erde gesteckt werden, um statt wie normal saisonal 40 Früchte wachsen zu lassen, 60 Tomaten sprießen zu lassen.
Das heißt: Das ist kein gesundes Gemüse, sondern eine Chemiebombe.
(Eine Bekannte besucht Seminare von Dr. Del B und einem Herrn Pooth, wo die alles ausführlich behandeln)

Es gibt SO VIEL zu beachten, das ist wirklich krass.
Zum Beispiel kommt es auch vor, dass holländische Tomaten in deutschen Verpackungen landen. Und deswegen, so die Bekannte, soll man immer auf die ersten drei Zahlen beim Strichcode auf der Verpackung achten. (Welche Zahlen da für welches Land gelten, weiß ich leider nicht)
Bsp: Holländische Tomaten in deutscher Verpackung. Aber der Code zeigt die ersten drei Buchstaben für Holland an. Also lasse ich die Finger weg.
16.03.2012
MJ1499 hat geschrieben:
Topinambur schmeckt total gut, kann ich nur empfehlen :) und ansonsten vermute ich mal, dass die unbeakkten Sachen aus der Heimat ebenso gut schmecken^^
16.03.2012
Himmelswaechter hat geschrieben:
Bei Obst und Gemüse kann man noch ganz gut abwägen wo man es einkauft. Andere Produkte dagegen wie Limonaden, Süßigkeiten etc. sind mittlerweile fast alle mit Stoffen versehen die nicht gerade gesundheitsfördernd sind. Hier ein interessanter Beitrag:

http://www.youtube.com/watch?v=eTo9gH-maEk
16.03.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Für mich ist es selbstverständlich, dass ich darauf achte, wo mein Obst und Gemüse herkommt. Ein Apfel aus Neuseeland würde bei mir niemals in den Einkaufswagen kommen.

Es ist wirklich schade, wie wenig Menschen sich um so einfache Dinge Gedanken machen.
15.03.2012
Cookie hat geschrieben:
Danke für den Bericht! :) Auf dem Plan sind einige Sachen, die irgendwie ganz schön exotisch klingen. Irgendwie komisch, wie zum Beispiel Bananen und Orangen für uns total normal geworden sind, wir unser heimisches Obst und Gemüse aber gar nicht mehr kennen... Wir haben zu Hause einen großen Garten, in dem wir einen Teil unseres Gemüses selbst anbauen. Weißt du zufällig, wo man Samen usw. herbekommt, um diese vergessenen heimischen Obst- und Gemüsesorten selbst anzupflanzen?
15.03.2012
abcd hat geschrieben:
Natürlich nicht für den Anbau von Soja Produkten sondern nur von Soja
15.03.2012
abcd hat geschrieben:
Letztens war das fair future Projekt an meiner Schule
In den dort gezeigten Film wurde erklärt ,das für den Anbau von Soja Produkten
Regenwald gerodet wird.Aber wenn ich auf Fleischprodukte verzichte um mein biologischen Fußabdruck zu verringern ,esse ich Alternatives.Also meist Soja Zeug(jetzt nicht mehr).Ist es doch nicht dann sinnvoller Fleisch zu essen?
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