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Alles für's Image(?)


von MarcelB
21.01.2011 - 22:37h
100 P
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Tags: Grün, Bio

 Wie schlimm steht es um die Landwirtschaft, wenn selbst unsere Bundesverbraucherministerin sich um Kopf um Kragen trinken und essen muss? Alles nur für's Image(?)

Die 76. Grüne Woche steht vor der Tür, dieses Jahr mit dem Partnerland Polen, allerdings werden die kommenden Ereignisse völlig durch die Dioxinskandale der letzten Wochen überschattet.

Was hat Frau Aigner damit zu tun?

Ilse Aigner ist unsere Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Mit ihrem Ministerium kümmert sie sich unter anderen um die Lebensmittelsicherheit und Ernährung, eine zukunftsweisende Ausrichtung für ländliche Räume und eine starke Verbindung der nachhaltigen Land- und Forstwirtschaft mit Umwelt-, Klima- und Energieaspekten.

Im groben soll sie die Sicherheit des Verbraucher gewährleisten. Nach den Vorfällen der letzten Woche ist die Souveränität ihrer Person und die Führung ihres Ministerium umstritten. Drum musste sie aus PR Gründen nun den Eröffnungsrundgang der Grünen Woche absolvieren und den Normalbürger über die „wahren“ Zustände der deutschen Landwirtschaft aufklären. Vor der gesammelten Presse traut sie sich echt zu sagen: „Deutsche Lebensmittel sind gut“.

Die Abendzeitung sieht das anders und berichtet von ihrem „Bio-Besuch“:

 

„Am Biotrend kommt kaum einer vorbei, Ilse Aigner schafft es trotzdem. Sie lässt sich Blaubeersaft aus Schweden schmecken, schaut in Südtirol vorbei und am Stand der Schweiz, lässt sich an Marokkos Stand Arganöl für die Haut empfehlen – „gegen Falten, das ist gut“ – und erfährt von der siebenjährigen Leonie, dass die Kleine schon Tomatensuppe kochen kann. Schöne Bilder das alles, aber an der großen Bio-Halle führt der Parcours der Ministerin dann doch nicht vorbei...“

 

 http://www.abendzeitung.de/politik/242640


Wie schlimm steht es um die grüne Woche?

Seit dem dioxinbelastete Lebensmittel gefunden wurden ist das Verhältnis von Produzenten und Konsumenten angespannt. Der Verbraucher vertraut der Lebensmittelindustrie nicht mehr. Der Konsum von Fleisch und Eiern hat drastisch abgenommen, man vertraut ausschließlich Bioprodukten. Wirtschaftliche Auswirkungen hat dies natürlich auch, denn dadurch gehen der Bundesregierung und der dafür zuständigen Ministerin, Ilse Aigner, erhebliche Einnahmequellen verloren.

Kann die Grüne Woche auch die Probleme lösen?

Vielleicht! Laut Experten kann die Land- und Ernährungswirtschaftsmesse endlich alle 50 Minister der Bundesländer vereinigen. Gemeinsam sollen sie das Gefühl von Zuversicht und Sicherheit vermitteln. Nur so können Überregionale Regeln für Tierhaltung und Verbraucherschutz festgelegt werden.

Wer leidet besonders?

Die Bauern, Sie sind nicht nur Opfer der Industrie und des Dioxins, nein sie müssen sich jetzt auch noch vor ihren Käufern rechtfertigen. Vielen Bauern tut es daher einerseits sehr leid, den Verbraucher schlechtes Essen verkauft zu haben, andererseits haben sie einen gigantischen finanziellen und seelischen Schaden durch den Verlust ganzer Tierherden erlitten.

Der Verbraucher, darf nicht immer nur nach den Preisen gehen. Mit „Regionalität und Qualität“ soll der Bürger endlich bereit gemacht werden, auch mehr Geld in Lebensmittelprodukte zu investieren. Durch das ständige Preisdrücken am Markt, kommt es immer öfter zu Tricks und Betrügern, die ihre Ware immer noch billiger „herzustellen“ wissen. Peinliche Vorfälle, wie der des Dioxins in den letzten Wochen, können nur so vermieden werden.

 

Quellen:

http://www.atelier-blume.de/UserFiles/Image/Logo%20Gruene%20Woche.jpg

http://www.youtube.com/watch?v=HFXOwQIFFA0

http://www.rlv.de/images/rlv/HiRes/Gruene_Woche_Fahnen.JPG

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Kommentare (4)
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26.01.2011 14:07
Urmeli hat geschrieben:
Das Konsum- und Essverhalten hat sich auch nach den letzten Skandalen (BSE, Gammelfleisch etc) kaum verändert. Wobei ich mich immer wieder frage warum. Wahrscheinlich stimmt der Spruch "Ein Mensch ist schlau, eine Masse Menschen ist dumm" doch ab und an.

Das Problem mit dem "Bio-Boom" ist - finde ich - ziemlich tückisch. Die Leute wollen Bio weil es gesünder ist und weniger belastet. Aber sie wollen nicht für Bio zahlen. D. h. sie wollen eine Topqualität aber Preise wie bei "ja" und sonstigen Discountern. Das hierbei automatisch die Qualität sinken muss und Massen-Bio bei Weitem nicht an Produkte von zB Naturland zertifizierten Produkten rankommt interessiert dann doch keinen mehr. Nur die, die wirklich Bio haben wollen, laufen Gefahr Massen-Bio-Ware zu kaufen, die sie nicht wollen. Bio-Äpfel aus Spanien anstatt aus Dland usw, Bioprodukte, die nicht wirklich Bio sind, weil in anderen Ländern schlaffere Kontrollen herrschen usw.
Was mal Bio war, wird irgendeine Massenproduktion und der Sinn von Bio ist weg.
25.01.2011 21:05
MarcelB hat geschrieben:
Gluehwuermchen hat recht, das sind alles Skandale. Skandale suchen nach jemanden der schnell richtig reagiert. In dem Fall Aigner, sobald die Bevölkerung denkt, sie kümmert sich drum und es wäre alles okay wird alles vergessen.
Und genau das hat Aigner mit der Eröffnungsfeier geschafft. Das ist scheiße..ums mal auf den Punkt zu bringen..eine ehlendige Lobbyarbeit im Ministerium!
23.01.2011 17:18
Gluehwuermchen hat geschrieben:
@Stoffie: Ich vermute mal stark, es ist wie immer: Erst der Schock und dann pendelt sich irgendwann alles wieder ein. Es gab doch schon so oft Skandale...vor ein paar Jahren war es erst das Gammelfleisch. Die meisten Leute ( klar gibt es auch Außnahmen) ändern ihr Verhalten nur, sobald sie sich akut bedroht fühlen...oft nicht einmal dann. Sobald das Wort Dioxin in den Medien nicht mehr erwähnt wird, werden die meisten wohl wieder zu den herkömmlichen Produkten greifen. Ich hab im Fernsehen zu genau dem Phänomen erst neulich noch einen Kommentar von einem Experten gesehen. Schon krass, irgendwie.
23.01.2011 12:58
Stoffie hat geschrieben:
danke für den bericht marcel :)
ich frage mich echt ob das in den nächsten wochen so bleiben wird das viele verbraucher nur noch bio.produkte konsumieren...
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