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Akzeptierte Tiertötung in Deutschland


von Foster
10.07.2009
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Allein für die Nahrungsbeschaffung werden in Deutschland jährlich über 3,8 Millionen Rinder, 420.000 Kälber, 43 Millionen Schweine und 332 Millionen Masthähnchen getötet. Die Zahlen zeigen das immense Ausmaß der akzeptierten Tiertötung. Inwieweit werden dabei die Bedingungen des Tierschutzes beachtet? Und was muss man alles beachten wenn man ein Tier tötet? Der folgende Text gibt euch Auskunft darüber.

Bevor man ein Tier schlachten kann muss es erstmal leben. Die Massentierhaltung bietet aber den Tieren kein erfreuliches Leben. Durch die Massentierhaltung (in diesem Fall von Hühnern) wird die Artenvielfalt gefährdet, denn es werden die Arten bevorzugt, die am Besten für die Fleisch- oder Eierproduktion geeignet sind. Dabei geht auch die genetische Vielfalt flöten. Das Erbgut der Industrie-Hühner verfügt über höchstens halb so viele Varianten wie das der ursprünglichen Artgenossen. Dadurch werden die Tiere anfälliger für Infektionskrankheiten. Die genetische Vielfalt sei zu retten, wenn man gezielt Tiere verschiedener Geflügelfarmen untereinander sowie industrielle Rassen mit ursprünglichen kreuze.

Wenn die Tiere fett genug geworden sind, transportiert man sie zum Schlachthof. Dort müssen die meisten Tiere die steile Rampe des Wagens hinunter laufen und müssen anschließend in einen kalten Stall warten bis sie dran sind. So werden schon dort die Tiere gestresst. Hinzu kommt, dass bei manchen Schlachthöfen die Tiere die Tötung ihrer Artgenossen zusehen müssen . Ob sie dabei was fühlen ist umstritten. Wenn sie an der Reihe sind, müssen die Tiere zum Glück erstmal betäubt werden, bevor sie getötet werden. Doch ob wirklich alle Tiere ohnmächtig sind interessiert den meisten Schlächtern nicht. Kühe, Schweine, Schafe, Ziegen und Hühner werden meistens unterschiedlich betäubt. Kühe werden durch einen Bolzstoß am Kopf ohnmächtig, während Schweine entweder mit CO2 begast werden oder durch Elektrostöße betäubt werden. Hühner hingegen werden Kopfüber in ein Becken voll mit Wasser und unter Strom geführt. Bei diesen Verfahren zahlt sich die Größe der Bteriebe aus. Da größere Betriebe strenger kontrolliert werden, wird der Tierschutz auch befolgt, d.h. das man den Tieren den letzten Gang so stressfrei wie möglich gestaltet und das auch wirklich alle Tiere vorher das Bewusstsein verloren haben. Bei vielen kleineren Betrieben wird da nicht so streng auf den Tierschutz geachtet. Tiere werden von größeren Betrieben einfach besser betäubt, beim Bolzstoß geht die Kuh in einen Käfig rein, wo die Bewegungsfreiheit des Kopfes eingeschränkt ist und wo sie sich ihn nicht einklemmen kann. So wird garantiert, dass der Bolzstoß perfekt sitzt. Schweine, die elektrisch betäubt werden, gehen in eine Maschine rein, werden fixiert und anschließend sind auch wirklich alle betäubt. Bei kleineren Betrieben kann es vorkommen, dass die Kuh erst nach weiteren Bolzstößen Ohnmächtig ist, oder auch noch bei leichtem Bewusstsein weiter gebracht wird. Diese Kühe werden ihren Tod miterleben müssen. Schweine werden durch eine Zange elektrisch betäubt. Doch der Betäuber muss darauf achten, dass er das Schwein richtig und lange genug packt. Verbrennungen und Zweifel ob die Sau auch wirklich Ohnmächtig ist sind keine Seltenheit. Getötet wird dann meistens durch Stiche in den Hals, damit das Tier ausblutet. Das ist nämlich pflicht.

Mit diesen Text wollte ich euch nicht die Lust auf Fleisch verderben, ich will nur die heutige Situation der deutsche Schlachthöfe darstellen. Und natürlich gibt es nicht nur schlechte kleine Schlachthöfe, sonder auch gute.

Quelle: www.3sat.de/scobel

 

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Kommentare (3)
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24.10.2009
MarkusS hat geschrieben:
Neben diesen ganzen Grausamkeiten für die Tiere ist auch echt erschreckend, wie viel CO2 emittiert wird, bis das Rindfleisch aus Argentinien auf unserem Teller landet (ca. 13 kg, inklusive Produktion, Transport, Kühlung etc.). ich denke jeder von uns kann seinen Fleischkonsum zumindest einschränken
22.07.2009
StrongBad hat geschrieben:
@Hobbit

Das Stimmt schon, Deutschland hat im weltvergleich ziemlich hohe Standarts was das anbelangt...
Und wie sonst sollen wir denn die Deutschen ernähren? es geht einfach nicht anders. Wenn man die Tiere artgerecht halten würde, ich will nicht bestreiten dass es sowas nicht gibt in Deutschland, dann würden wir wohl kaum jeden Deutschen mit Fleisch versorgen können.
Schön für die Tiere ist es sicher nicht immer, aber wenn sie nichts anderes kennen...
15.07.2009
Anni09 hat geschrieben:
Meiner Meinung nach ist es am schlimmsten, dass die Tiere nicht artgerecht gehalten werden. Einige Menschen kaufen ihr Fleisch bei Großkonzernen wie Aldi, Lidl, Edeka....Bei diesen Billigpreisen kann man einfach kein qualitativ hochwertiges Fleisch erwarten. Manche Menschen wollen einfach viel Masse für möglichst wenig Geld, dies wird durch diese "Geiz ist Geil" Einstellung verstärkt. Wer Fleisch essen will, sollte es von einem Bio-Bauern kaufen. Diese Tiere haben wenigstens ein "würdevolles Leben" auf der Weide.

Zu Hobbit: Du hast Recht, manche Menschen übertreiben es wirklich mit ihrem Fleischkonsum. Wer gerne Fleisch ist, soll es tun, ich würde niemanden verurteilen, aber es sollte dennoch in einem gewissen Maß sein.
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