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Tag 8 - 14.11.2009 - 05:30 h - Expeditionsteam
Tag 8 - Gorillas

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Tag 8 - 14.11.2009 - 08:48 h - Expeditionsteam
Wir sind den Gorillas ganz nah.

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Tag 8 - 14.11.2009 - 09:12 h - Expeditionsteam
Mit den BaAka auf Gorilla-Tracking

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Tag 8 - 14.11.2009 - 09:21 h - Expeditionsteam
Nachdenklich?

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Tag 8 - 14.11.2009 - 09:33 h - Expeditionsteam
Daniela freut sich über die muntere Gorillagruppe.

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Tag 8 - 14.11.2009 - 10:11 h - Expeditionsteam
Erstaunt?

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Tag 8 - 14.11.2009 - 10:29 h - Expeditionsteam
Vergnügt?

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Tag 8 - 14.11.2009 - 10:44 h - Expeditionsteam
Gorilla-Tracking!

Mit Daniela Hedwig auf Gorilla-Tracking. Sie kommt aus Deutschland und sammelt hier Daten für ihre Doktorarbeit.

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Tag 8 - 14.11.2009 - 11:20 h - Expeditionsteam
Dieser Gorilla genießt einen kleinen Imbiss.

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Tag 8 - 14.11.2009 - 11:45 h - Expeditionsteam
Ein kleiner Gorilla turnt in den Braumkronen herum.

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Tag 8 - 14.11.2009 - 13:00 h - Expeditionsteam
Gorillas

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Tag 8 - 14.11.2009 - 13:13 h - JanineK

Gorilla Tracking mit Daniela

Der Morgen beginnt um 05:30 Uhr. Silke und ich schnappen unseren Kulturbeutel und wollen uns waschen. Hier ist die Dusche aber keine provisorische Holzhütte mit einem Eimer Wasser. Noch besser als das Bad im Sangha ist die Wasserfalldusche! Ein paar Meter geht es einen steilen Weg hinab. An seinem Ende fließt ein kleiner Bach, der von herab fallendem Wasser gebildet wird. Das kühle Nass fällt aus einer Höhe von drei Metern in die Tiefe. Hinter dem Wasservorhang befindet sich eine Höhle und die hat ein paar ganz besondere Bewohner. Wenn man genauer hinsieht, entdeckt man hunderte von Fledermäusen. Einige von ihnen verlassen die dunkle Grotte, ein paar andere kehren zum Schlafen Heim. Es ist noch nicht sonderlich warm und noch kälter ist der Wasserfall. Nach kurzem Zögern stellen wir uns aber mutig mitten in seinen stärksten Strahl. Es dauert nicht lange und wir sind vollkommen wach.

Nach dem Frühstück treffen wir Daniela, eine junge Forscherin aus Deutschland. Sie schreibt zur Zeit an ihrer Doktorarbeit für die sie die Laute und Kommunikation der Gorillas untersucht. Nach einer kurzen Einführung in ihre Forschungsarbeiten müssen wir aufbrechen. Um 07:15 Uhr sind wir bereits spät dran.
Wir müssen nur einen Schritt gehen und schon verlassen wir das Camp und sind von dichtem Wald umgeben. Jetzt sind wir wieder auf dem Weg zu den Gorillas. Auch heute begleiten uns BaAka Tracker, die uns mit ihrem guten Gespür und ihren Kenntnissen zu den Primaten führen. Es dauert nicht lange bis wir auf den ersten Gorilla treffen, ein Jungtier. Kurze Zeit später sehen wir auch den Silberrücken Makumba. Heute ist die Gruppe ziemlich ruhig. Makumba ist sogar so entspannt, dass er sich mit ein paar Früchten unterm Arm in unsere Richtung begibt und sich in einem Abstand von nur drei Metern vor uns auf den Boden setzt. Aus dieser Distanz können wir jedes seiner Kaugeräusche wunderbar wahrnehmen. Erst jetzt merken wir, wie gewaltig stark sein Kiefer ist.
Ein wenig später treffen wir auf ein Weibchen. Sie schaut uns neugierig an und ist von Ollis orangefarbenen Schuhen fasziniert. Ein paar mal macht sie Anstalten sie sich genauer anzusehen, aber am Ende verschwindet sie doch im Dickicht.
Alle fünf Minuten sieht Daniela auf die Uhr und notiert was die Tiere tun. Mit einem Tonbandgerät bewaffnet nimmt sie die Geräusche von Makumba und seiner Gruppe auf.
Heute war ein guter Tag für uns. Es kommt nicht oft vor, dass sich der Silberrücken so selbstverständlich in die Nähe von Menschen setzt. Auch das interessierte Verhalten des Weibchens ist ein eher seltener Anblick.
Als wir ins Camp zurückkehren erfahren wir, dass die Pygmäen Schmuck gebastelt haben. Sie tauschen ihn gerne gegen ein Stück Seife, Feuerzeuge oder andere Gebrauchsgegenstände ein. Silke und ich bekommen je eine Halskette. Olli ergattert ein Armband. Dafür bekommen die BaAka eine Flasche Duschgel, ein Feuerzeug und eine Bürste mit integriertem Spiegel. Der Schmuck wird aus Naturmaterialien angefertigt. Kleine hohle Holzstücke und rote erbsenähnliche Früchte werden dabei aneinandergereiht. Wir sind gespannt, wie lange die roten Anteile der Ketten prall bleiben werden.
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Tag 8 - 14.11.2009 - 13:16 h
LIVE-SMS
SilkeH: Gorillakinder klettern direkt über uns in den Bäumen.
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Tag 8 - 14.11.2009 - 13:30 h
LIVE-SMS
JanineK: Sind wieder auf Gorillatracking. Der Silberrücken Makumba sitzt 2m von uns entfernt und frisst.
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Tag 8 - 14.11.2009 - 14:45 h - Expeditionsteam
Eine bunte Spinne wartet auf ihre Beute.

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Tag 8 - 14.11.2009 - 15:59 h - Expeditionsteam
Besucher im Lager

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Tag 8 - 14.11.2009 - 16:46 h - Expeditionsteam
Daniela erklärt dem Team von ihren Forschungsarbeiten.

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Tag 8 - 14.11.2009 - 18:35 h
LIVE-SMS
OliverB: Daniela erklärt uns ihre Aufzeichnungen. Sie erforscht die Kommunikation der Gorillas
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Tag 8 - 14.11.2009 - 20:39 h - OliverB

Daniela's Arbeit in Bai Hokou

Daniela Hedwig erforscht die Lautkommunikation von Flachlandgorillas. Durch Ihr großes Interesse an Primaten bekam sie ein Stipendium des Max-Planck-Institutes für evolutionäre Antropologie in Leipzig. Seit Anfang des Jahres wohnt sie nun in der Forschungsstation Bai Hokou, und geht nahezu jeden Tag in den Wald um den Gorillas zuzuhören. Nach getaner Arbeit erzählt die 28 jährige was sie im Wald macht, und was sie mit Ihrer Arbeit erreichen möchte.
 
Daniela, du sammelst die Daten für deine Doktorarbeit an einem wunderbaren Ort. Wie hast du es hierher geschafft?
 
Um das Stipendium zu bekommen brauchte ich eine genaue Vorstellung von dem was ich im Regenwald erforschen möchte. In Leipzig habe ich über Monate recherchiert um meine Hypothesen aufzustellen. Mittlerweile habe ich eine große Menge an Daten gesammelt, und freue mich schon auf die Auswertung. Ich hoffe, dass ich meine Hypothesen bestätigen kann.

Wie sieht deine Arbeit genau aus? 
 
Tag für Tag gehe ich mit den BaAka zu der Stelle wo wir die Gorillas am Vortag verlassen haben. Wir gehen früh am Morgen los, damit die Suche nach ihnen nicht zu lange dauert. Wenn wir sie gefunden haben mache ich verschiedene Notizen. Zum Beispiel halte ich fest was die einzelnen Mitglieder der Gruppe fressen oder wie sie miteinander umgehen. Mit einem Audiorekorder nehme ich Ihre Laute auf. Abends sitze ich dann vor meinem Notebook und übertrage die Notizen und Audioaufnahmen.
 
Du bist also jeden Tag mit den Gorillas zusammen. Hast du mittlerweile eine persönliche Beziehung zu den Gorillas aufgebaut?
 
Bei der Habituierung der Gorillas geht es nicht darum sie zu Gefährten der Menschen zu machen. Am Anfang rennen sie weg. Mit der Zeit bekommen sie Angst vor ihren Verfolgern und werden aggressiv. Irgendwann merken sie aber, dass von uns Forschern keine Gefahr ausgeht und sie fangen an die Besucher zu ignorieren. Nur wenn sie sich nicht für mich interessieren und ganz natürlich sind kann ich erforschen wie sie miteinander kommunizieren. 
 
Glaubst du, dass deine Arbeit wichtig für den Schutz der akut bedrohten Flachlandgorillas ist?
 
Ich betreibe Grundlagenforschung an den Flachlandgorillas. Wenn die Öffentlichkeit mehr über das Verhalten der Gorillas erfährt werden die Menschen hoffentlich begreifen wie wertvoll sie sind.
 
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Tag 8 - 14.11.2009 - 20:40 h - SilkeH

Die Zeit vergeht wie im Flug

Der achte Tag in Dzanga-Sangha geht nun zu Ende. Die Hälfte der Zeit, die wir im Regenwald verbringen, ist nun verstrichen.
Mittlerweile kennen wir das Schutzgebiet ein wenig und wir sind uns einig, dass der afrikanische Regenwald einer der wunderbarsten Orte auf der Erde ist. 
 
In Dzanga-Sangha kann man am Besten die Waldelefanten beobachten und erforschen. Hier ist es zum ersten Mal gelungen eine Gruppe von Flachlandgorillas zu habituieren. Der größte Schmetterling und der größte Käfer der Welt leben hier.
 
Es scheint alles in bester Ordnung, wenn man nur schaut und nicht fragt. 
Wir haben nachgefragt und erfuhren, dass im Schutzgebiet viele Dinge noch nicht so laufen, wie sie sollten. Dzanga-Sangha ist immer noch bedroht.

 

Den Ökoguards fehlt es an moderner Ausrüstung. Außerdem müssen die Truppen der Ranger vergößert werden, um die Wilderer stoppen zu können. 35 Ökoguards können keine 32.000 Quadratkilometer Regenwald vor Ausbeutung schützen. Vor allem nicht in diesem dichten Dschungel.
 
Die BaAka haben wahnsinnige Fähigkeiten. Sie finden sich im Wald blind zurecht. Ihre Sinne sind so ausgeprägt, dass sie z.B. Elefanten oder Gorillas auf 100 Metern Enfernung riechen können. Sie sehen Tiere im Gebüsch, wo wir nur Grün und tausend Blätter erkennen können. Doch die Waldmenschen werden als minderwertig angesehen.
 
Die Kinder lernen in den Schulen nur wenig über die wunderbare Natur, die sie umgibt. Aktuelles Material, dass die Schüler über den Regenwald informiert und lehrt ihn zu schätzen ist Mangelware.
 
Wir sind hier, um diese Dinge zu verändern. Wie vieles in der Welt geht das leider nicht ohne finanzielle Mittel. Wir brauchen eure Unterstützung, damit dieser wundervolle Ort erhalten bleibt.