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Tag 7 - 13.11.2009 - 05:00 h - Expeditionsteam
Tag 7 - Leben in Bei Hokou

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Tag 7 - 13.11.2009 - 06:30 h - Expeditionsteam
Bitte! Werdet Regenwaldretter!

Jeder Beitrag zählt.

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Tag 7 - 13.11.2009 - 09:54 h - Expeditionsteam
Das erste Mal sehen Olli und Silke einen Gorilla in freier Wildbahn.

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Tag 7 - 13.11.2009 - 10:12 h - Expeditionsteam
Auch der Silberrücken zeigt sich - das 200 kg schwere Alpha-Männchen.

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Tag 7 - 13.11.2009 - 10:35 h - Expeditionsteam
Angélique Todd zeigt uns die an Menschen gewöhnten (habituierten) Gorillas.

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Tag 7 - 13.11.2009 - 10:40 h - Expeditionsteam
Etwa auf 10 Meter Entfernung kann man sich den Gorillas nähern.

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Tag 7 - 13.11.2009 - 10:45 h - Expeditionsteam
Gorilla-Tracking!

Mit der berühmten WWF-Forscherin Angelique Todd zu Makumba, dem mächtigen Silberrücken.

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Tag 7 - 13.11.2009 - 11:01 h - Expeditionsteam
Gorillas ernähren sich hauptsächlich vegetarisch.

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Tag 7 - 13.11.2009 - 11:29 h - Expeditionsteam
BaAka-Pygmäen folgen den Gorillas tagsüber und suchen sie an ihrem Nest.

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Tag 7 - 13.11.2009 - 12:05 h - Expeditionsteam
Das Gorilla-Camp Bai Hokou.

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Tag 7 - 13.11.2009 - 12:29 h - SilkeH

Ganz nah bei den Gorillas

Nach einer erholsamen Nacht in unseren kleinen Wurfzelten ziehen wir um 6:30 Uhr mit Angelique Todd in den Wald. Wir sind auf der Suche nach dem Gorilla Makumba und seiner Familie. 
Makumba ist ein circa 200 Kilogramm schwerer Silberrücken, der seit 2004 Touristen in seiner Nähe duldet.
Die Gruppe um den dominanten Gorillamann besteht aus drei Weibchen und sieben Jungtieren. 
 
Letzte Nacht war ihr Lager nur 150 Meter von dem Camp entfernt. Nach zehn Minuten stoßen wir auf die Schlafplätze der Primaten. Makumba hat sich ein Blätterbett gebaut, um vor dem feuchten Boden geschützt zu sein. Mehrere Nester sind über uns in den Sträuchern.
Wir kämpfen uns durch tackelige Lianen, die uns überall im Weg hängen, und dichten Dornenbüschen. Dann riechen wir Makumbas Anwesenheit. 
Wenig später entdecke ich ihn. Er sitzt sieben Meter vor mir. Um ihn herum laufen zwei kleine Gorillas. Makumba dreht sich nicht einmal zu uns um. Er ignoriert unsere Anwesenheit vollkommen. Zehn Minuten sitzt er einfach nur dort und frisst Blätter, während die Jungtiere miteinander rangeln. 
Dann steht er auf.  Er dreht sich zu uns. Mein Herz rast beim Anblick des stattlichen Gorillas. Ich schaue ihm direkt in sein Gesicht. Sein Blick ist so sanft. Unvorstellbar, dass Menschen einen ihnen so ähnliches Geschöpf umbringen. 
Eineinhalb Stunden folgen wir Makumba. Er ruft immer wieder nach seinen Weibchen, die auf Futtersuche sind, um genug Milch für ihren Nachwuchs produzieren zu können. Seine Rufe werden immer verzweifelter. Doch dann erscheint eines der Weibchen und Makumbas Welt scheint wieder in Ordnung zu sein. Noch.
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Tag 7 - 13.11.2009 - 13:03 h
LIVE-SMS
JanineK: Wir kommen gerade vom Gorilla Tracking. Angélique wird uns heute von den Problemen hier erzählen.
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Tag 7 - 13.11.2009 - 14:00 h - OliverB

Bildung für den Naturschutz

Das Gespräch mit Anicet am gestrigen Abend ließ mich nicht los. Mit dem Kopf voller Gedanken ging ich in mein Zelt, und so wachte ich am nächsten Morgen mit lauter Fragen wieder auf. Auf der Wanderung zu den Gorillas hatte ich dann genug zeit mir Alles durch den Kopf gehen zu lassen. Wie hängen Bildung und Wilderei zusammen? Lässt sich die Wilderei durch Tourismus stoppen? Wovon sollen die Menschen leben, wenn sie nicht in Sägewerken oder in der organisierten Wilderei arbeiten?

Nach der Ankunft im Camp spreche ich erneut mit Anicet über meine Fragen. Er spricht davon,  dass man zuerst verstehen muss, wie die Menschen in die Situation gekommen sind, in der sie sich jetzt befinden. Der Aufbau einer Bildungsstruktur hat nie stattgefunden. Zur Bildung gehört das Basiswissen wie Mathematik, Lesen und Schreiben ebenso wie die Vermittlung von Wissen über die einheimische Tierwelt. Für dieses Thema hat es nie die richtigen Mittel gegeben. Lehrer wurden nie  in diese Richtung geschult, entsprechende Bücher und Anschauungsmaterial wurde nie angeschafft, und für die meisten Kinder hier gab es nie die Möglichkeit zum Beispiel einen Elefanten zu sehen.

Ohne dieses Wissen haben nun viele Menschen keine Skrupel ihren Unterhalt durch Raubbau an der Natur zu verdienen. Einige wurden von organisierten Wildererbanden engagiert um seltene Tierarten wie Elefanten und Gorillas zu jagen.

Um die unverhältnismäßige Jagd auf Wildtiere zu kontrollieren und einzudämmen setzte man Wildhüter ein. Die Menschen die mit der Jagd ihre Familie ernähren fragen sich nun zurecht was sie anstelle der Jagd machen sollen. Fragt man Anicet, so heißt die Alternative Tourismus. Durch den Tourismus werden viele neue Jobs generiert. In Bayanga wurde ein Restaurant eröffnet-jemand  konnte als Koch eingestellt werden. Die Touristen müssen durch den Regenwald geführt werden- dafür werden weitere Tourguides gebraucht. Die Touristen benötigen einen Schlafplatz- Einheimische können Schlafgelegenheiten zur Verfügung stellen und dadurch profitieren.

Ökotourismus kann allerdings nur stattfinden wenn eine intakte Natur gesichert ist. Dafür ist die einheimische Bevölkerung verantwortlich. Bildung sichert den Menschen gute Einkommensmöglichkeiten und schützt den Regenwald. Um den Kindern Unterichtsmaterial zu kaufen und gute Lehrer auszubilden benötigt man Geld. Wenn Ihr für Dzanga-Sangha spendet können wir für eine gute Bildung sorgen.

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Tag 7 - 13.11.2009 - 15:00 h - Expeditionsteam
Mangaben

Olli bekommt eine Einführung in Tierfotografie von Profi-Fotograf Bruce Davidson.

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Tag 7 - 13.11.2009 - 15:07 h - Expeditionsteam
Nach 45 min Marsch durch's Dickicht finden wir Mangaben auf dem Weg.

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Tag 7 - 13.11.2009 - 15:24 h
LIVE-SMS
OliverB: Bruce Davidson von National Geographic zeigt mir wie man Affen fotografiert.
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Tag 7 - 13.11.2009 - 15:27 h - Expeditionsteam
Die kleinen Affen sind sehr flink und nicht einfach vor die Kamera zu kriegen.

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Tag 7 - 13.11.2009 - 15:45 h - Expeditionsteam
Bruce zeigt uns einige Aufnahmen aus seiner Sammlung - 1

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Tag 7 - 13.11.2009 - 15:47 h - Expeditionsteam
Bruce zeigt uns einige Aufnahmen aus seiner Sammlung - 2

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Tag 7 - 13.11.2009 - 15:49 h - Expeditionsteam
Bruce zeigt uns einige Aufnahmen aus seiner Sammlung - 3

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Tag 7 - 13.11.2009 - 16:34 h - Expeditionsteam
Tierfilmer Bruce über die Gefahr im Kongo und über die WWF Jugend Expedition.

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Tag 7 - 13.11.2009 - 19:22 h - JanineK

Interview mit Angélique Todd

Vor knapp zehn Jahren zog es Angélique Todd ins Dzanga-Sangha Schutzgebiet zu den Flachlandgorillas.Seitdem arbeitet sie daran,die Menschaffen zu habituieren, also an die Anwesenheit des Menschen zu gewöhnen. Was hat sie dazu bewogen herzukommen und was bringt sie dazu hier zu bleiben? 
Ich habe für euch mit ihr gesprochen.
 
Angélique, was findest du an den Gorillas so faszinierend? 
 
(lacht) Die Antwort auf diese Frage ist eigentlich gar nicht so spannend. Ich finde die Anwesenheit der Gorillas sehr beruhigend. In ihrer Nähe fühle ich mich wohl. Und ich mag es mit ihnen zusammen zu arbeiten. Ich kam im Jahr 2000 hierher ins Camp. Damals wurde gerade mit der Habituierung der Gorillas begonnen. Bei der allmählichen Annäherung an die Tiere muss man sehr vorsichtig vorgehen. Nach ca. drei Jahren akzeptiert der Silberrücken, der Anführer der Truppe, die Präsenz der Forscher. Ein Jahr später können bereits Touristen den Anblick der Tiere genießen. Es dauert ungefähr sieben Jahre, bis sich die Gruppe vollständig an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt hat und sich kaum noch an ihnen stört. Wir kündigen uns bei jedem Besuch an. Durch Schnalzgeräusche mit der Zunge machen wir auf uns aufmerksam. Diese Laute geben wir auch während unserer gesamten Anwesenheit in regelmäßigen Abständen von uns. 
 
Ist es nicht auch einfacher für Wilderer sich den habituierten Gorillas zu nähern?
 
Theoretisch schon. Es gibt zwei Arten von Wilderern. Die Einen, die Pygmäen, leben schon immer hier, eingebunden in die Natur. Sie ernähren sich größtenteils von Pflanzenteilen. Wenn sich aber die Möglichkeit ergibt Fleisch zu essen, dann wird das auch getan. Mittlerweile haben wir aber viel Aufklärungsarbeit geleistet und viele BaAka haben verstanden, dass der Gorillabestand geschützt werden muss. Einige von ihnen arbeiten mittlerweile als Fährtenleser mit uns zusammen. 
Die schlimmeren und gefährlicheren Jägern arbeiten im organisierten Verbrechen. Sie gehen  ähnlich vor wie die Mafia, ohne Rücksicht auf Verluste. Sie haben nur den Profit im Kopf. Sie aufzuhalten ist eine große Herausforderung. Hier in der Umgebung ist aber zum Glück seit langer Zeit nichts mehr passiert. Das liegt an unserer Anwesenheit. Die Ranger sichern große Teile des Schutzgebietes ab. Und durch die Habituierungsprogramme werden Touristen angelockt. Mehr Menschen bedeutet eine größere Hemmschwelle für Wilderer. Die Touristen bringen Geld mit und durch das Geld können wir mehr Wildhüter einstellen. Im letzten Jahr waren 410 Besucher von Außerhalb hier. Über dreißig Prozent von ihnen kamen aus Deutschland.
 
Was sind deine Wünsche für dieses Projekt?
 
Ich wünsche mir, dass das Projekt für lange Zeit bestehen bleibt. Das kann nur geschehen, wenn wir regelmäßig neues Personal einstellen und schulen. Zur Zeit arbeiten neunundsechzig Menschen hier, die alle unterschiedliche Aufgaben haben. Unter ihnen sind Tracker, Ökoguides oder auch Studenten. Außerdem müssen wir es schaffen mehr Gorillagruppen zu habituieren. Wenn der momentan einzigen Gruppe rund um den Silberrücken Makumba etwas zustößt, gibt es keinen Anlass mehr für Touristen uns zu besuchen. Insgesamt wollen wir vier Gorillagruppen habituieren. Unser Ziel ist es, im nächsten Jahr 1500 Touristen hierher zu locken.

Dieses Jahr ist das Jahr des Gorillas. Hatte diese Tatsache einen positiven Effekt auf das Gorillaprojekt?
 
Auf jeden Fall! Dadurch sind jede Menge Filmteams hergekommen, aus Frankreich, England oder Deutschland. Durch die Filme wird das Dzanga-Sangha Schutzgebiet noch bekannter werden und mehr Menschen anlocken.

Gibt es irgendetwas, das du hier besonders vermisst?
 
(lacht) Tee! Hier gibt es keinen. Ich bin unglaublich froh, wenn ich zu Hause in England bin und endlich wieder Tee trinken kann. Außerdem gibt es hier keine Salami und auch keinen Käse.
 
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Tag 7 - 13.11.2009 - 20:13 h
LIVE-SMS
SilkeH: Beantworten gerade eure Fragen! Nutzt die Kommentarfunktion und fragt nach, wenn ihr etwas nicht versteht!
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Tag 7 - 13.11.2009 - 21:45 h
LIVE-SMS
JanineK: Stromausfall hier im Camp bei Angélique. Die Insekten fliegen ins Gesicht wegen Kopflampe.