WWF in Aktion!


Pläne zur


Rettung des Wolfes


© Staffan Widstrand / WWF

So hilft der WWF

Stark für den Wolf

© Giancarlo Mancori / WWF Italy

Schäfer, Jäger, die Großeltern, die Mama mit dem Kleinkind, der Hundebesitzer - viele begegnen dem Wolf mit Argwohn. Zu Unrecht! Damit der scheue, wilde Verwandte unserer Haushunde in Deutschland ungestört leben kann, setzt sich der WWF mit deiner Unterstützung gegen Vorurteile ein.

Wölfe schützen heißt Schafe schützen!

Unterstützung von Schäfern durch Herdenschutzmaßnahmen
Herdenschutzhund © Freitag & Krummheuer / WWF

Wölfe sind klug. Wenn sie eine ungeschützte Herde leicht zu jagender Schafe oder Ziegen sehen, werden sie sich die Chance auf eine einfache Mahlzeit nicht entgehen lassen. Die Suche nach einem Reh, das sich im Dickicht des Waldes versteckt, kostet mehr Energie. Das ist der Grund, warum viele Bauern und Schäfer der Rückkehr der Wölfe nicht so freudig entgegensehen wie Naturschützer.

Deshalb haben die betroffenen Bundesländer mit Unterstützung des WWF und anderen Verbänden Wolfsmanagementpläne entwickelt. Die sollen unter anderem regeln, wie Landwirte entschädigt werden, wenn Wölfe Schafe oder Ziegen reißen. Gefördert werden auch vorbeugende Maßnahmen, hierbei unterstützt der WWF die Nutztierhalter durch fachlichen Rat: Hohe Elektro-Zäune, die das Einbrechen der Wölfe und das Ausbrechen der Herden verhindern. Auch Flatterbänder und natürliche Schutzmaßnahmen wie Wassergräben oder Herdenschutzhunde halten Wölfe von Herden fern. Aufwändiger, aber effektiv ist der Einsatz von Alpakas und Eseln, die bei einer Bedrohung frühzeitig und lautstark warnen und eine Herde auch mit Beißen und Treten relativ gut verteidigen können. Oberstes Ziel der Pläne sollte immer sein, dass Mensch und Wolf möglichst konfliktfrei zusammen leben können.

Der Wolf kennt keine Grenzen!

Die Large Carnivore Initiative for Europe
© Staffan Widstrand / WWF

In der vom WWF 1995 initiierten "Large Carnivore Initiative for Europe (LCIE)" arbeiten die führenden Wolfsforscher Europas mit Nichtregierungsorganisationen und Regierungsvertretern zusammen und entwickelten Maßnahmen für ein naturverträgliches Wolfsmanagement (zum Beispiel Prüfung des rechtlichen Status, Kompensationsmaßnahmen und Aktionspläne). Außerdem wurde 1999 von den WWF-Organisationen in Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien und der Schweiz ein europäisches Alpenprogramm ins Leben gerufen. Es umfasst unter anderem ein Projekt zum Schutz von Nutztierherden, um den Konflikt zwischen Mensch und Wolf zu entschärfen und zum Beispiel Schäfer zu unterstützen, deren Tiere von Wölfen gerissen wurden.

Alle Mitglieder wissen gleichermaßen zu berichten, dass die alten Vorurteile gegenüber dem grauen Jäger nach wie vor seit Jahrhunderten in den Köpfen der Menschen verankert sind. Daher ist die wichtigste Aufgabe des WWF, umfassend zu informieren und Akzeptanz zu schaffen.

Dass die Wölfe durch die Umbrüche in Osteuropa wieder ihre alten Wanderwege nutzen und nach Westen wandern, ist ein gutes Zeichen. Es zeigt, dass dort, wo wir Wildtiere wieder zulassen, die Natur wieder reicher wird. Dabei kommt der Wolf problemlos in Kulturlandschaft zurecht, solange Rückzugsgebiete vorhanden sind.

Heute kommen Wölfe nicht nur wieder in Deutschland, sondern auch vereinzelt in Südskandinavien, den französischen Alpen, der Schweiz, Österreich und der Tschechischen Republik vor.

Schon gehört? Der Wolf ist zurück!

Öffentlichkeitsarbeit soll Akzeptanz schaffen
© Peter Jelinek / WWF

Nur wenn die Menschen wissen, wie sich bei einer Begegnung ein wilder Wolf verhält und wie sie sich ihm gegenüber verhalten sollten, können sie ihn akzeptieren. Deswegen ist die Öffentlichkeitsarbeit ganz wichtig für den Schutz des Wolfes. In seinen Lebensansprüchen ist er sehr flexibel. Er siedelt auf ruhigen Truppenübungsplätzen oder in vom WWF mitbetreuten Schutzgebieten wie in der Uckermark in Brandenburg.

Der WWF bietet Lösungen für Flächenschutz an, arbeitet mit Nutztierhaltern und der Jägerschaft zusammen, führt Gespräche mit der betroffenen Bevölkerung und Interessenvertretern und trägt durch Umweltbildungsaktionen an Schulen und über die Medien dazu bei, Vorurteile abzubauen und der Bevölkerung den Wolf als schützenswerten Teil unserer Natur nahe zu bringen.

Was tun, wenn doch was passiert?

Risiken mindern
© Ralph Frank / WWF

Die Wolfpopulationen in Deutschland breiten sich aus und die Zahl der Tiere wächst stetig. Doch das bringt auch Probleme mit sich. Was passiert, wenn ein Wolf ein Schaf reißt? Wer ist dafür zuständig? Wer zahlt dafür? Für solche Fälle muss es Regeln geben, am besten einen Wolfsmanagement-Plan.

Bei der Erstellung solcher Pläne hilft der WWF gemeinsam mit anderen Vereinen, Bürgerinitiativen und wissenschaftlichen Institutionen den Behörden der betroffenen Bundesländer. Drin stehen muss unter anderem, mit welchen Maßnahmen die Betroffenen einem Schaden durch Wölfe vorbeugen können, ob und wie sie dafür finanzielle Unterstützung erhalten und was zu tun ist, wenn doch mal ein Schadensfall eintritt.

Auf Bundesebene gibt es bisher keine festen Regelungen für ein solches Wildtiermanagement. Deshalb wird es Zeit, Gesetze zu verabschieden, die Zuständigkeiten und Maßnahmen verbindlich regeln, damit Wölfe durch die Managementpläne optimal geschützt werden können und Konflikte mit Menschen besser vermieden werden.

Fotofallen

Forschung für den Wolf
© WWF

Um den Wolf in Deutschland zu schützen, müssen wir wissen, wo er sich aufhält, wie er sich ausbreitet oder was ihn daran hindert. Vom WWF bereitgestellte Fotofallen helfen dabei. Die versteckten Kameras machen Schnappschüsse von vorbeilaufenden Wölfen. So helfen sie, einzelne Wölfe oder ganze Rudel zu identifizieren und Wanderwege zu entdecken. Mit diesem Wissen können Wildkorridore zwischen bestehenden Wolfsgebieten geplant werden, damit sich Wölfe so gefahrlos wie möglich fortbewegen können.

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