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© Gunther Kopp / WWF
Neuigkeiten vom Wolf.


von midori
26.03.2011
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Tierische Hochzeitsvideos.

In Südbrandenburg hat eine WWF Fotofalle ein phänomenales Bild geschossen. Darauf zu sehen ist ein junges Wolfspärchen, das sich scheinbar in der Region niedergelassen hat. Im Herbst 2010 sei es hier erstmal gesichtet worden. Der Rüde konnte als "Karl" identifiziert werden. 2009 wurde er vom Bundesamt für Naturschutz per Senderhalsband markiert. „Der Junggeselle Karl hat offensichtlich eine Partnerin gefunden“, sagt WWF-Experte Janosch Arnold.

Es wäre natürlich wunderbar, wenn es bald Wolfsnachwuchs gebe. Die Region eignet sich bestens dafür, meint der WWF. Im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern ist hier die Managmentplanung zum Wolf auch schon seit 1994 im Gange.

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Bündnis gegen den Wolf.

Während sich einige freuen, dass der Wolf langsam in heimische Gefilde zurückkehrt, fodern andere seine Jagd, bevor er überhaupt wieder da ist. Das "Bündnis gegen den Wolf" verlangt eine Lockerung des europaweiten Wolfsschutzes und eine Jagdgenehmigung gegen den Beutegreifer. Das Bündnis besteht aus geschädigten Tierhaltern und Bürgern aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Die zum Teil ökologische Weidehaltung der Nutztiere sei nicht mit der Wiederansiedlung des Wolfes vereinbar. Eine Bewachung der Herden oder großräumige Schutzzäune sind vielen Betrieben nicht möglich. „Der Wolf gefährdet letztendlich auch Arbeitsplätze, wenn Landwirte ihre Tiere nicht mehr sicher halten können und Touristen aus Angst wegbleiben“, erklärte Steinberg, Sprecher der Initiative.

Von der Landespolitik werden diese Forderungen jedoch bisher abgelehnt. Der Wolf steht unter strengem Schutz und man rechnet zudem mit weiteren Zuzügen aus Osten. Nach Auffassung der Bürgerinitiative werde das Raubtier Wolf auch vollkommen falsch eingeschätzt. „Das haben uns auch Wolfsforscher bestätigt.“ In der früheren Sowjetunion, wo heute noch Wölfe in großen Rudeln leben und gejagt werden dürfen, seien auch Menschen angefallen worden. Hierzulande würde man das Tier verniedlichen.

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Alpenraum ohne Wolf.

In Oberbayern sieht man das ähnlich. 30 Kommunen unterstützen einen Antrag zur Ausweisung eines "wolfsfreien Gebietes" in den bayerischen Alpen. Man befürchtet massive Auswirkungen des Wolfes auf die traditionelle Almwirtschaft. Maßnahmen zum Herdenschutz seien in dieser Region nicht durchführbar, erklärt Vorstandsmitglied Stefan Kloo.

In Spanien, Finnland und Schweden gibt es solche sogenannten no-go-areas bereits. Gemäß Paragraph §45 des Bundesnaturschutzgesetzes ist es in Ausnahmefällen möglich, Wölfe aus bestimmten Regionen zu entnehmen. Das fordert der Antrag.

Man ist der Auffassung, dass "die Region aufgrund der dichten Besiedlung sowie der starken landwirtschaftlichen und touristischen Nutzung keinen geeigneten Lebensraum für den Wolf darstellt", so Bürgermeister Hans Schönauer. Eine Umsiedlung in ein artgerechtes Revier durch die zuständigen Behörden werde als angebracht erachtet.

So viel Drama um einen einzigen Wolf, der bisher nur einmal gesichtet wurde... ;o)

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Quellen:

*http://www.wwf.de/presse/details/news/tierische_hochzeitsfotos_wolf_karl_und_gattin_vor_familiengruendung/

*http://www.welt.de/wissenschaft/article12931045/Ein-Buendnis-gegen-den-Wolf-will-die-Jagd-eroeffnen.html

*http://www.ovb-online.de/lokales/rosenheim/landkreis/ziel-alpenraum-ohne-wolf-1170838.html

Bilder:

© WWF | © Shutterstock

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Kommentare (9)
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07.04.2011
Nivis hat geschrieben:
Auf Kabeleins kam gerade in den Nachrichten ein schöner Beitrag zur Rückkehr der Wölfe. Ein WWF-Wilfsexperte hat auch gesprochen und der Bericht war wirklich sehr positiv. Darüber habe ich mich sehr gefreut und wollte es euch daher mitteilen :D
03.04.2011
Viveka hat geschrieben:
ich finde auch es total dämlich, wenn man jetzt, wo die wölfe sich wieder langsam ausbreiten, sie wieder jagt. die bahauptung, wölfe seien gefährlich und würden menschen einfach angriefen, ist falsch. wölfe sind ansich "freidliche" tiere, die, wenn man sie mit respekt behandelt, auch nicht ohne grund angreifen! na klar, hin und wieder kommt es zu angriffen, aber es gibt auch menschen, die aus anderen ursachen sterben, so wie Urmeli das schon gesagt hat...
28.03.2011
Nivis hat geschrieben:
@Urmeli: Die Logik "genug Beute - keine gerissene Herde durch Wölfe" stimmt so nicht. Wölfe jagen in der regel alten, kranke oder noch sehr junge Tiere - aus dem einfachen Grund, da sie so schneller und ohne größere Bemühungen an ihr Ziel kommen. Deshalb reißen Wölfe auch unbewachte und ungeschütze Schafe, weil sie einfach leichte Beute sind. Nun könnte man sagen, dass dieses Verhalten der Wälfe nicht gerade nützlich ist - doch im Gegenteil:
Gerade weil Wölfe alte, schwache und junge Tiere aus Populationen entfernen sorgen sie für eine gesunde Beutedichte und sind somit erheblich an dem Erhalt der Beutepopulation beteiligt. Ausserdem sind Wölfe sehr schonende Jäger - sie jagen nur so viel, wie sie brauchen.
28.03.2011
gelöschter User hat geschrieben:
Wenn dem Wolf - so denn tatsächlich wieder kommt - genug Platz angeboten wird und der Mensch ihn in Ruhe lässt, gibt es glaub ich kaum Berührungspunkte und wenn genug Beute da ist, sind wahrscheinlich auch die Nutztiere sicher......bis sie dann vom Menschen geschlachtet werden.

Also will diese Initiative die Wölfe nicht, weil sie nicht regelmäßig oder ständig ihre Herden bewachen wollen??? Tolles Argument! Ich hab keinen Bock aufzupassen also knallen wir den Wolf ab?

Natürlich kann es zu Unfällen mit Wölfen kommen, aber pro Tag sterben in Dland immer noch ein paar Menschen im Straßenverkehr. Den will aber keiner abschaffen....
28.03.2011
Nivis hat geschrieben:
@midori: Dann ist das aber keine Sache von Möglichkeiten - prinzipiell wäre das ja schon möglich, zumindest Herdenschutzhunde, sondern eher eine Sache von nichts ändern wollen. Und das ist eben schade, finde ich. Natürlich ist es ärgerlich, wenn ein Wolfsrudel 20 Schafe reißt, aber das muss ja nicht sein und daher muss sich eben was ändern - aber dagegen wird sich ja gestrebt.
28.03.2011
midori hat geschrieben:
@Nivis:

Auf der Alm laufen die Tiere tagelang frei herum, ohne kontrolliert zu werden. Da schaut einmal pro Woche jemand vorbei und ansonsten sind die sich selbst überlassen und wandern halt mal hierhin und mal dorthin. Ein Zaun wäre in dem Sinne eben nicht das richtige. Und insofern gestalten sich auch Herdenschutzhunde schlecht, weil man nach denen schon jeden Tag sehen sollte und genau das wollen die Halter aber eben nicht...
27.03.2011
Nivis hat geschrieben:
Ich habe eine Frage. Die Behauptung, Maßnahmen zum Herdenschutz - sprich Schutzzäune bzw. Herdenschutzhunde - wären in diesen Regionen nicht möglich klingt für mich etwas unbegründet. Gibt es hierfür denn Begründungen? Ich hab mir in den Alpen nun nur die Kälte vorstellen, dass man Herdenschutzhunde deshalb nicht halten kann, jedoch Schutzzäune müssten doch einsetzbar sein!?
27.03.2011
Philipp hat geschrieben:
Ich finde nicht, dass man panische Angst vor Wölfen haben muss sonder nur Respekt.
Sowie vor allen Tieren
27.03.2011
Malla hat geschrieben:
Das ist doch idiotisch der Wolf hat früher auch hier gelebt wieso jetzt wieder von vorne anfangen mit dem jagen?Entweder wir schützen den Wolf richtig oder nicht.
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