Entweder oder!


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© WWF

Die Bedrohung

Wildnis wagen.

© Sanchez & Lopez/WWF-Canon

Ihm steht das Wasser bis zum Kragen. Aber wir lassen ihn nicht hängen. Der WWF kämpft nicht nur für Gorilla, Blauwal und Orang Utan, sondern auch für die heimische Bachforelle, den Fischotter und den Biber.

Deutschlands Landschaft ist voller Autobahnen, Schienen und Betonplatten. Über 100 Hektar Boden verschwinden Tag für Tag unter unserer 'Siedlungsdecke'. Somit wird jeden Tag deutsche Wildnis, wie wir sie in Teilen der Uckermark finden, immer wertvoller. Landwirtschaft und Tourismus im Naturpark sind OK. Aber nur, wenn beides naturverträglich betrieben wird, und wenn genug Platz für die Wildtiere bleibt.

Gefährlich: Flächenschwund und Tourismus.

Warum ist gut gemeint nicht gleich gut gemacht?

© Y.-J. Rey-Millet/WWF-Canon

Wär das nicht Idylle pur? Ein Hotel im Naturpark, ein Wellnesstempel im Grünen? Dann brauchen wir aber auch neue Straßen. Und an die Straßen gehören Tankstellen. Und Restaurants. Und Souvenirshops. Und...

Wie alle guten Dinge im Leben kann man auch den Naturpark Uckermärkische Seen überlasten, sobald man zu viel aus ihm herausholen will. Er ist Lebensraum für viele seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Zum Beispiel die Sumpfschildkröte, die nur in ganz wenigen Ecken Deutschlands vorkommt. Oder die Bachforelle, der Fischotter, der See-, der Fisch- und der Schreiadler, der Schwarzstorch und der Kranich.

Sie alle sind der Reichtum dieser Gegend. Viele Urlauber kommen vor allem deshalb in die Uckermark, weil es hier eine so einmalige Natur zu sehen gibt. Wenn die Tiere der Uckermark verschwunden sind, haben die Urlauber einen Grund weniger, hierhin zu reisen.

Ist ein umweltfreundlicher Tourismus möglich?

© Ruediger Mauersberger/WWF

Ohne Tourismus geht es nicht. Der Naturpark Uckermärkische Seen ist mit etwa 22 Einwohnern je Quadratkilometer eines der am dünnsten besiedelten Gebiete Deutschlands. Es gibt kaum noch Familien mit mehreren Kindern. Und vor allem junge Leute wandern aus. Die Uckermark vereinsamt. Trotzdem leben hier weiterhin Menschen - mit einem großen Problem:

Die Arbeitslosigkeit in dieser Region ist sehr hoch. Die Menschen in der Uckermark wünschen sich einen wirtschaftlichen Aufschwung. Nach ihrem gesetzlichen Auftrag sollen Naturparks Natur und Arten schützen, gleichzeitig aber auch der Erholung dienen. Was liegt da näher, als die Urlaubangebote auszubauen? Wenn allerdings das Ziel ist, einfach möglichst viele Menschen in den Naturpark zu locken, dann wird die Natur den Kürzeren ziehen. Besser ist ein 'sanfter' Tourismus: mit naturnahen Freizeitbeschäftigungen, umweltfreundlichen Produkten aus der Region und geschützten Wildnisbereichen.

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