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© Dr. Peter Wernicke / WWF
Es fängt klein an


von LuisaMarie
05.09.2011 - 20:35h
11 P
3

Es muss nicht unbedingt der Amazonas austrocknen um Veränderungen in der Umwelt wahrzunehmen.


Selbst an kleinen Bächen kann man erkennen, dass der Klimawandel von Jahr zu Jahr stärker wird!


Bei mir in Wuppertal gibt es einen Bach, (damals schon fast ein Fluss), der vor 4-5 Jahren oft über seine Ufer getreten war. Doch heute kann man noch nicht mal dazu Bächlein sagen(!), weil so gut wie kein Wasser durch das Bachbett fließt. Man muss mehrere Kilometer Berg ab gehen, um auf Wasser zu stoßen und das auch nur in geringen Mengen!
Die Qualität des Wassers ist zwar gut, aber Fische können dort schon lang nicht mehr ein (längeres/normales) Leben führen, denn sie sitzen oft in kleinen Pfützen fest und bis der nächste Regen den Bach wieder mit Wasser füllt sind sie oft schon verhungert oder zu schwach um weiter zu schwimmen.

Nur kleine Lebewesen wie die Steinfliegenlarve, die Eintagsfliegen Larve, die Köcherfliegenlarve und die Wasserassel kann man in den wenigen Wasserpfützen und fließenden Abschnitten finden.


Auch die Frösche, die man hier in Wuppertal (normalerweise) so oft antrifft, werden weniger!
Die alljährliche Froschwanderung kann man nur mit Glück mitverfolgen, denn es sind mittlerweile so wenige Frösche, dass man sie nur durch Stundenlangersuche finden kann.
Ein Anzeichen dafür, dass irgendetwas mit den Gewässern nicht stimmt, denn Frösche sind Vorboten für selbst kleine Veränderungen in Gebieten mit Wasser. Sie reagieren sehr emfindlich auf Veränderungen in ihrer Umgebung!

Seit ich 8 Jahre alt bin, fahre ich mit meinem Fahrrad zu stehenden und fließenden Gewässern und schaue, wie der Froschbestand dort ist. In den Jahren haben sich entweder nur wenige Frösche oder sogar gar keine mehr angesiedelt!


Oft sind Fabriken, große Industrien, Massentierhaltung oder Überdüngung von Feldern die Ursache, dass die Wasserqualität abnimmt, oder gar das Wasser Buchstäblich verschwindet.
Nicht zu vergessen die vielen Kläranlagen.


Vor ca. 5-6 Jahren haben wir Bürger Wuppertals, die eins so verschmutzte Wupper soweit reinigen können, dass heute sogar wieder Lachse drin leben können! Dies war vor 10 Jahren noch unvorstellbar! Auch der Rhein ist heute wieder so sauber, das man drin schwimmen kann.


Wenn man nicht nur auf größere, sondern auch auf kleinere Flüsse/Bäche im Auge behält, kann man Warnhinweise erkennen und was dagegen unternehmen. Denn so kann jeder einen kleinen Beitrag zum Gewässerschutz leisten, denn auch kleine Sachen bringen etwas Großes hervor!


Geschrieben bei,


Luisa-Marie Heine

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Kommentare (3)
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21.02.2012 18:37
LuisaMarie hat geschrieben:
Ich hab mitlerweile am Stadtrand paar Bäche und stehende Gewässer gefunden, die ich zuvor noch nicht kannte. Dort sind nur Einfamilienhäuser und dort scheint der Bestand noch ganz okay zu sein, auch wenn ich schon mehr erwartet hätte. Allerdings sind die Ländlichen Gebiete Richtung Vohwinkel (einen Stadtbezirk Wuppertals) ein wahres Paradies, weil es dort nur Felder und Teiche gibt. Ich werde weiterhin ein Auge darauf haben.
01.10.2011 20:57
Stoffie hat geschrieben:
ganz schön krass das das bei dir so stark abgenommen hat mit den fröschen...
08.09.2011 20:23
WolfGirl hat geschrieben:
Das mit dem Bach der früher mal ein Fluss war, habe ich auch mal in so einer Form (wenn auch nicht so stark und extrem) erlebt.
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