Was ich tu? - Augen zu!


von LeniKalte
16.03.2010
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- Eine Mentalität, die sich quer durch die Bevölkerungsschichten vieler Länder zieht.-

 

In unserer weltlich-westlichen Gesellschaften verschwinden Themen wie Umweltschutz und insbesondere Artenschutz nach einem akuten Auftreten, einer Konfrontation meist sehr schnell wieder von der Bildfläche. Eine Art ‚Nur dann drüber reden, wenn es sein muss‘ - Mentalität wird von Politik, Medien und vielen Bürgern deutlich an den Tag gelegt, nicht offen zugegeben aber auch nicht abgestritten.

Ein Vorhandensein der entsprechenden, sich drastisch entwickelnden, Problematiken wird nicht angezweifelt. Konkrete Maßnahmen ergreifen bzw. aktive Konfrontation betreiben, will trotzdem niemand so Recht. Man hält sich doch lieber die Hände vor die Augen, oder überlässt sogar dies noch Politik und Medien. Offen geredet wird kaum, still geschwiegen oder einfach hingenommen schon eher.
Deswegen scheint es gerade in der solchen heutigen Zeit sehr wichtig zu sein, mit Aktionen, Projekten und einfach direkter Meinungsäußerung auf Probleme hinzuweisen. Diese beziehen sich heute ‚nur‘ auf ein Tierschicksal, morgen aber vielleicht auch schon auf den Menschen
 

Einem dieser Tierschicksale, dem des Tigers, gilt es gerade im neu eingeleuteten chinesischen Jahr des Tigers, besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Wenn man sich ein wenig informiert, googlet und nachliest wird einem die akute Bedrohung des Tigers sehr schnell und sehr deutlich bewusst. Denn bei genauerem Hinsehen nimmt man erst wirklich war, wie sehr Tiere und in diesen Fällen der Tiger, in der Welt leiden muss.
Für mich war es sehr erschütternd zu erfahren, dass beispielsweise im Vietnam, Menschen Millionen von Dollars zahlen, um einen Tiger bzw. sein Fleisch zu ergattern. "Tigerfleisch zu besitzen zeigt, dass man vermögend ist.“ Die tiefgekühlten Tigerkadaver und einzelne Knochenteile können in Hanoi im Übrigen per Taxi chauffiert werden und somit den Besitzer wechseln.

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Tigerfund in Hanoi


In China gibt es eine Tigerfarm in der Provinz Guanxi, diese verkauft mit Erlaubnis der Regierung Tigerknochen-Wein, welcher als Wunderheilmittel unter anderen gegen Potenzstörungen helfen soll. "Wir haben 400 Fässer im Keller, jedes enthält einen Tiger Kadaver“, so der zugehörige Manager. Dementsprechend vom Erfolg gezeichnet, beträgt der Profit dieser Farm $10 Millionen US-Dollar pro Jahr.

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Werbe Plakate für Tiger-Wein                                            Tiger in der Flasche


Aber auch in den Ländern Europas bleibt man nicht unverschuldet gegenüber der immer weiter sinkenden Tiger-Vorkommnisse. 5,8 Millionen Tonnen an Palmöl, nötig zur Herstellung von Lebensmitteln, Kosmetika oder Biotreibstoffen, werden jährlich nach Europa eingeführt. Für den Anbau eben dieser Ölpalmen oder zur Herstellung von Papier werden vor allem auf der indonesischen Insel Sumatra die Regenwälder abgeholzt und die Tiger verlieren ihren Lebensraum. Die starke Nachfrage nach Korea-Kiefer und Mongolischer Eiche entleeren die Wälder Russlands und gefährden die Existenzgrundlage des Amur Tigers auf massive Art und Weise.

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Brandrodung auf Sumatra


Wissen um die Gefährdung einer Art, um die Gefährdung des ökologischen Gleichgewichts und somit der Gefährdung unserer so existierenden Welt, sollte jeden einzelnen Menschen erreichen und wach rütteln können.


Jeder Mensch trägt Verantwortung und um diese übernehmen zu können, muss er zumindest einmal mit offenen Augen die Welt betrachtet haben. Dann erst kann er entscheiden, die Augen erneut und dann endgültig vor der Realität zu schließen, oder eben dieser bewusst und mit offenen Augen entgegen zu treten.

 

Quellen: www.tiger-in-gefahr.de
www.Focus.de
www.proplanta.de
www. Zeitonline.de

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Kommentare (3)
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18.03.2010
KatevomDorf hat geschrieben:
oder für die leute, die meinen tierprodukte sind schädlich und steigen dann auf soja um, weil es ja besser ist *tze*
16.03.2010
KatevomDorf hat geschrieben:

feige und miez!!!
16.03.2010
NinaLuthien hat geschrieben:
Es ist doch einfach nur zu kotzen, dass Mensch idie Tierwelt und die Umwelt immer nur ausnutzen und ausrauben...
Ich geb Nemo Recht, dass ist wiederlich mit dem Wein...

Und auch die Abholzung der Wälder, damit wir dann schönes Holz haben ist schrecklich...
Ich verstehe einfach nicht, warum soviele Menschen so blind für die Folgen der Zerstörung sind...

Auf jeden Fall ein super Bericht!!!
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