Tauchausrüstung für Tiger


von Marcel
26.01.2010
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Eine der größten Tiger-Populationen der Welt könnte bis zum Ende des Jahrhunderts ausgestorben sein. Es sind die Tiger der Sundarbans. Wilderei, Waldrodung und Klimawandel bedrohen diese stolzen Großkatzen. Die Sundarbans, das sind die faszinierenden Mangrovenwälder an der Küste von Bangladesch. Eine aktuelle, vom WWF geleitete Studie zeigt: diese Mangrovenwälder werden durch den vom Klimawandel verursachten Anstieg des Meeresspiegels bedroht.

alt"Wenn wir die Auswirkungen des Klimawandels nicht in den Griff bekommen, werden die Tiger in den Sundarbans nur mit Tauchausrüstung überleben können", erklärt WWF-Tigerexperte Volker. Klar, Tiger können schwimmen. Und es gibt Tigerarten, die sowohl in den im Winter schneereichen Wäldern Russlands als auch im tropischen Regenwald überleben können. Diese Tiger jedoch werden sich nicht so schnell anpassen können, wie ihre Heimat 'absäuft'.

Was heißt: "so schnell"? Steht auch in der Studie: Wenn nicht sofort Schutzmaßnahmen ergriffen werden, könnten die Mangroven-Wälder innerhalb der nächsten 50 bis 90 Jahre untergehen. Ein Anstieg des Meeresspiegels um 28 cm über den Stand des Jahres 2000 würde 96 Prozent des Tiger-Lebensraumes zerstören - eine Handvoll Tiger bliebe übrig.

Tiger sind weltweit bereits durch Wilderei und die Abholzung der Wälder bedroht. Ihr Verbreitungsgebiet ist im letzten Jahrzehnt um 40 Prozent geschrumpft! "Tiger werden für ihr Fell gejagt, ihre Knochen werden illegal für die traditionelle asiatische Medizin genutzt - und jetzt werden sie auch noch von den Auswirkungen des Klimawandels bedroht“, sagt Volker.

altDie Sundarbans sind die größten, zusammenhängenden Mangrovenwälder der Erde. Das UNESCO Weltnaturerbe verläuft entlang der Mündung des Ganges in Indien und Bangladesch. Sie sind nicht nur die Heimat für rund 200 Tiger, sondern auch für zahlreiche Arten von Reptilien, Fischen, Vögeln und Säugetieren. Und mit all ihren Naturschätzen ernähren sie noch so nebenbei Millionen von Menschen. Diesen Verlust wollen wir nicht wirklich in Kauf nehmen, oder?

Nach dem chinesischen Kalender beginnt am 14. Februar 2010 das "Jahr des Tigers“. Weltweit gibt es nur noch rund 3200 Tiger in der Wildnis. Der WWF hat sich das Ziel gesetzt, die Bestandszahl des Tigers in seinen wichtigsten Verbreitungsregionen bis zum nächsten Jahr des Tigers, 2022, zu verdoppeln.

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Kommentare (5)
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27.01.2010
ZeKreap hat geschrieben:
Die armen Tiere. Sie können am wenigsten für den Klimawandel und bekommens am meisten ab. So ist es immer... Ich hoffe nur die Regierungen wie China ect. bekommen endlich mal mit was sie mit ihrem beschissenen Co2 Ausstoß anrichten. DAnke für den Bericht.
26.01.2010
Philipp hat geschrieben:
Ich denke nicht, dass es so einfach ist einen Raum zu schaffen in dem dann Tiere frei und ungestört leben können.
Es wäre ein riesen Aufwand und wenn der Raum zu klein ist, wäre es nicht besser wie in einem Zoo. Demnach muss er ziemlich groß sein und dann werden wieder neue Wildhüter benötigt und es wäre nur eine Verschiebung des Problems.

Stattdessen muss man es an der Wurzel bekämpfen, auch wenn das auch nicht unbedingt leichter ist...
26.01.2010
Julls hat geschrieben:
Ich denke,dass wir wirklich mal eine Zone machen wo sie Frei leben können!!!!!!! Menschen sind einfach dumm!!!!!!!!!Es gibt ja auch andere Tiere sie kurz vorm aussterben sind!!!
26.01.2010
Franzi hat geschrieben:
Ich denke, dass es diese Möglichkeit schon gäbe, aber generell ist es ja so dass wir umso mehr wir in die Natur eingreifen auch umso mehr kaputt machen... Von Menschen gemachte Veränderungen waren für die Natur jedenfalls noch nie gut, von daher sollte man wohl eher versuch zu verhindern dass es überhaupt erst so weit kommt, wenn es irgendwie geht... Traurig ist es auf jeden Fall, Tiger sind so wundervolle Tiere....
26.01.2010
Maide hat geschrieben:
Oh man, wir Menschen sind echt so scheiße! Gäbe es den die Möglichkeit, wenn sich die Lage dort nicht verbessert, die Tiger dort wegzutransportieren und irgendwo anders wieder freizulassen, wenn jegliche Folgen für die Umwelt und anderer Tiere ausgeschlossen sind?
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