Leo kämpft für die Tiger


von Marcel
15.11.2010
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Leonardo Di Caprio beim Aufstellen einer Fotofalle im Bardia Nationalpark (Nepal). Zum bevorstehenden Tigergipfel schreibt der Hollywoodstar in der Washington Post, warum er sich für den Schutz der Raubkatzen einsetzt. Wir haben für euch seinen dramatischen Aufruf übersetzt:

Save Tigers now

Der Tiger als Symbol ungezähmter Natur hat beim Menschen schon immer ein Gefühl der Ehrfurcht ausgelöst. William Blake, ein englischer Dichter des achtzehnten Jahrhunderts, beschrieb die Großkatze als "furchteinflößendes Ebenbild". In der Wildnis ist die Inspirationsquelle für Künstler und Werbemacher jedoch dabei, für immer zu verschwinden.

Vor einem Jahrhundert streiften noch etwa 100.000 Tiger durch die Wälder Asiens. Aber nach hundert Jahren massiver Bejagung der Beutebestände, wie Rehe oder Wildschweine, sowie Wilderei, die durch die Nachfrage nach Tigerfell und anderen Körperteilen angekurbelt wird, ist die Lage dramatisch. Nur noch rund 3.200 Tiger sind heute noch auf etwa sieben Prozent des ursprünglichen Lebensraumes verbreitet.

Doch jetzt, wo das chinesische Jahr des Tigers dem Ende zugeht, kommen Regierungschefs zu einem Gipfel in St. Petersburg zusammen, bei dem sie sich allein der Rettung dieser einen Spezies widmen. Ein noch nie dagewesenes Ereignis! Die Staatschefs haben erkannt, dass die bisherigen, begrenzten Mittel, Entwaldung und Wilderei zu stoppen, nicht ausgereicht haben. Beim Tigergipfel wollen sie einen umfassenden Rettungsplan beschließen, um die Anzahl der wild lebenden Tiger bis zum nächsten Jahr des Tigers in 2022 zu verdoppeln.

Das auf fünf Jahre angelegte und 280 Millionen Euro schwere Rettungspaket "Global Tiger Recovery Programme" wird Entwaldung, Wilderei und dem illegalen Markt für Tigerprodukte den Kampf ansagen. Das Geld wird einerseits von den Staaten bereitgestellt, stammt aber auch aus privaten Mitteln. Wir rufen persönlich dazu auf, diese wichtigen Anstrengungen zum Tigerschutz mit Spenden zu unterstützen. Auch internationale Institutionen wie die Weltbank, die Verhandlungstreffen im Vorfeld des Gipfels ermöglicht hatte, leisten ihren Beitrag.

Doch warum sollten wir uns überhaupt Gedanken über das Schicksal des Tigers machen, wenn es die Großkatzen bei uns noch nicht einmal in freier Wildbahn gibt? Umweltschützer sehen im Tiger den Stellvertreter eines ganzen Ökosystems. Wenn wir den Tiger retten, schützen wir alles, was mit ihm verbunden ist – darunter auch die letzten großen Wälder, die als Kohlenstoffspeicher das Klima erheblich beeinflussen könnten.

Wild lebende Tiger stehen am Scheideweg zwischen Aussterben und Überleben. Die „brennenden, leuchtenden“ Augen, die William Blake so inspiriert hatten, werden für immer erloschen sein, wenn wir jetzt nicht handeln.

Foto: © Jan Vertefeuille / WWF

Der Originalartkiel von Leonardo diCaprio und Carter S. Roberts (Präsident WWF USA) erschien am 7. November 2010 in der Washington Post.

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Kommentare (5)
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23.11.2010
Marcel hat geschrieben:
Große Neuigkeiten! Soeben wurde bekannt, dass Leonardo DiCaprio anlässlich des internationalen Tiger-Gipfels in St. Petersburg eine Million US-Dollar für die Tiger-Schutzprojekte des WWF spendet! Der WWF ist begeistert und bedankt sich bei Leo. Carter Roberts vom WWF US sagte: "Es ist eine Freude mit Leo zu arbeiten. Er investiert Zeit, Geld und, was am wichtigsten ist, sein Talent, um mit uns gemeinsam das Aussterben der charismatischen Großkatzen zu verhindern."
21.11.2010
Candle hat geschrieben:
Stellt euch mal vor alle Stars würden so etwas machen!
16.11.2010
emaGinations hat geschrieben:
Ich habe schon vor einiger Zeit gelesen, dass Leonardo Di Caprio sich für den Tieger engagiert. Finde das wirklich toll, denn ich hoffe, dass so viel mehr Menschen auf das Thema aufmerksam werden! Mehr solche Aktionen für den Naturschutz bitte, liebe Berühmtheiten in dieser Welt!
15.11.2010
LarissaKlemme hat geschrieben:
Sehe ich auch so. Wir brauchen mehr Menschen die so sind. Vor allem berühmte Personen. Die haben einfach den größten Einfluss und sind wie Vorbilder für die Menschen. Leonardo di Caprio setzt das wirklich sehr gut um. Ich wünschte das würden mehr Stars so machen. Generell mehr Menschen für soziale Dinge, für andere und anderes. Das kann uns noch helfen.
15.11.2010
Morgan hat geschrieben:
Machen nicht ziemlich viele Stars etwas in diese Richtung ? ...
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