Glück im Unglück


von Nivis
25.01.2011
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Ja, das hatte ein Bengal-Tiger – auch Königstiger genannt – im weit entfernten Nepal, der sich in der Region der Touristen-Metropole Sauraha niedergelassen hatte. Dort fand man ihn vor einigen Monaten verletzt in der Nähe einer Hotelanlage.
Doch zum Glück fand man das Tier rechtzeitig und brachte es in eine Auffangstation, wo es sich unter der ständigen Aufsicht von Umweltschützern und Tierärzten erholen konnte.

 

Die Naturschützer nutzten die Gunst der Stunde und arrangierten für das Tigermännchen einen Platz im süd-östlich gelegenen Bardia Nationalpark. Diese Umsiedlung fand letztes Wochenende statt.
In einem eigens für den Tiger konstruierten Anhänger und ausgestattet mit einem GPS-Peilsender, legte der Transport eine Distanz von über 600 Kilometern zurück, bis er den Zielort, das Babai-Tal, erreichte.

 

Volker Holmes, der WWF-Tigerexperte, freut sich: „Das Gebiet ist ein perfektes zuhause für den Tiger. Anti-Wilderer-Einheiten haben die illegale Jagd im Nationalpark eingedämmt und aufgrund der dünnen Besiedlung ist die Gefahr von Mensch-Tiger-Konflikten in der Region wesentlich geringer als im ursprünglichen Refugium des Tieres.“
Das Baibai-Tal bietet der Raubkatze zudem eine hohe Beutetier-Dichte und ausreichend Lebensraum.

Doch die Umsiedlung des Königstigers hat eine weit größere Bedeutung:
Es ist die erste dieser Art in Nepal und soll zur Verdopplung der Bestandszahlen der Tigerpopulation bis zum Jahre 2022 und somit zur Erreichung des festgesetzten Ziels des letztjährigen Tiger-Gipfels beitragen.

Hierfür spielt der GPS-Sender ebenfalls eine große Rolle, wie der WWF-Tigerexperte Volker Holmes erklärt:
„Mit Hilfe des GPS können wir nicht nur beobachten, wie sich der Tiger in seinem neuen Refugium zurecht findet, wir erhoffen uns auch neue Kenntnisse über das Verhalten der Großkatzen. Nur wenn wir genau wissen, wie die Tiger wandern, wo sie Beute finden oder wie sie ihre Reviere besetzen, können wir die Population wirkungsvoll schützen.“

 

Das Schicksal war diesem Tiger gut gesinnt – hoffentlich gilt dies für die gesamte Rasse dieser wunderschönen Raubkatzen.

 

                                                 

 

Ganz neu ist dieses Video. Es wurde die 'Reise' dieses Tigers dokumentiert:


 

Quellen:
nepalnepali.webs.com/maps2.htm
http://www.wwf.de/presse/details/news/wenn_ein_tiger_auf_reisen_geht/
©WWF

Bilder: © Dieter / pixelio.de, © Min Bajracharya / WWF Nepal, © Wilfried Steinacker / pixelio.de, © WWF

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Kommentare (7)
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11.07.2011
gelöschter User hat geschrieben:
Schöne Story und Wunderschöne Tiere!
10.07.2011
gelöschter User hat geschrieben:
schöne Geschichte, bzw. schönes Ende!
13.05.2011
xXannaXx hat geschrieben:
sehr gut :) !
26.01.2011
Nivis hat geschrieben:
@Angelina: Da brauchst du keine Angst zu haben, soweit ich weiß wird das mit einem Halsband gemacht, d.h. der GPS-Sender ist an dem Halsband befestigt, welches dem Tiger umgelegt wird.
26.01.2011
Angelina hat geschrieben:
Zum Glück waren die Retter in letzder Skunde da!
Aber, tun die GPS-Sender den Tieren nicht weh?
26.01.2011
Salissa hat geschrieben:
Süßer Kommentar, midori.
Natürlich wünsche ich den Tiger auch alles Gute.
Toll, dass sich die Retter so engagiert haben, Respekt!
25.01.2011
midori hat geschrieben:
Ich drück ihm die Daumen, dass er sich gut einlebt und bald eine Tigerdame findet! ;o)
Danke für den Bericht!
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