Auf den Spuren des Tigers (Teil3): Der Sibirischer Tiger


von Lisa18
05.12.2014
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Achtung! Alarmstufe rot!!!

Der Sibirische Tiger gilt als stark gefährdet und die Gründe dafür sind vielfältig. Zum einen jagen Wilderer die wunderschönen Tiere wegen ihres Fells, um diesen auf den chinesischen Markt für sehr viel Geld zu verkaufen. Zum anderen nimmt der Mensch ihm seine Beutetiere weg und verringert seinen Lebensraum durch illegal großflächigen Holzeinschlag und durch künstlich erzeugte Waldbrände, damit die Ertäge auf den Felder steigt. Als wäre das nicht schon genug erschießen Farmer die Tiger, da sie in ihnen Konkurrenten sehen, die ihre Herden verkleinern. Mehr als 60% der gesamten Todesfälle von Sendermarkierten Tigern wurde vom Menschen verursacht!

Der Bestand der gößten lebenden Katze der Welt beläuft sich, nach Angaben des WWF im Jahr 2005 auf ca. 431-529 Tiere, darunter sind 334-417 ausgewachsene und 97-112 Jungtiere. Die genaue Anzahl lässt sich nur sehr schwer bzw. gar nicht ermitteln, da man selbst in den besten Tigerlebensräumen, die sich in Russland befinden, nur ein Exemplar auf 100km² vorfinden kann und das, obwohl die Tiere als sehr anpassungsfähig gelten, denn sie leben nicht nur in verschiedenen Wäldern, wie Laub-und Nadelwald, sondern auch im Mittelgebirge und im Flachland.

Das Hauptverbreitungsgebiet liegt im Osten Russlands und beträgt ca. 153.000km². Es erstreckt sich von der Region Primorje im Norden bis in die Region Chabarowsk im Süden (Es ist der rotgefärbte Bereich). 20-30 Tiere leben noch in Nordchina und Nordkorea, jedoch vorwiegend in Zoos. Dort haben die sonst nachtaktiven Einzelgänger nicht die Möglichkeit ihre eigentlichen 200-1000 km² großen Gebiete abzustreifen und mit Urin und Kratzspuren zu versehen.

Der Winter in Russland ist sehr hart und deshalb hat der Amurtiger (nicht verwundern, so wird er auch genannt) eine bis zu fünf Zentimeter dicke Fettgewebsschicht und recht langes Fell, was ihm ein insgesamt zottiges Aussehen verschafft:

Im Sommer hingegen hat er kurzes Fell:

Im Gegensatz zu den anderen Unterarten hat der Ussuritiger (noch ein neuer Name) ein ausgedehnteres weiß am Bauch und an den Flanken. Seine Kopf-Rumpf-Länge beträgt 190-220 cm, manchmal auch bis zu 280 cm und seine Schulterhöhe bis zu 110 cm. Der Schwamz ist ca. 100 cm lang. Das Männchen wiegt im Schnitt 180-306 kg, wohingegen das Weibchen nur 67-100 kg auf die Waage bringt. Die Lebenserwartung liegt bei 15-.20 Jahren, wenn man sie in Ruhe lässt und nicht in ihren Lebensraum eingreift.

Die ganzjährige Paarungszeit kann leider weder das Problem, dass die Weibchen immer nur für 3-7 Tage paarungsbereit sind, beheben, noch für die Tatsache, das aufgrund der großen Gebiete ein Zusammentreffen äußerst selten ist. So selten, das sich auch das Weibchen auf die Suche nach einem Partner begibt. Wenn sich zwei gefunden haben, passiert das auch nur für ein paar Tage, währenddessen das Weibchen mehrmals befruchtet wird. Sie ist dann 95-112 tage, das sind 3-4 Monate, trächtig, bis sie dann 3-7 blinde Junge zur Welt bringt. Die Kleinen öffnen ihre Augen bereits nach zwei Wochen und nach nur zwei Monaten nehmen sie zum ersten Mal feste Nahrung zu sich und gehen auf Erkundungstouren.

Nach 5-6 Monaten sind sie vollständig entwöhnt und unternehmen erste Jagdzüge mit ihrer Mutter. Mit einem Jahr können sie schon selbstständig kleinere Beutetiere jagen. Nach vier Jahren sind sie geschlechtsreif und suchen sich eigene Reviere.

Die Hauptbeutetiere sind Rothirsch, Wildschweine, Sikahirsche, Rehe, Elche, Gorale und Luchse. Gelegentlich fangen sie auch Bären und sehr selten Hunde und Hausvieh. Er muss täglich eigentlich 9-10 kg Fleisch zu sich nehmen, was jedoch bei einer Erfolgswahrscheinlichkeit seiner Jagden von 10% nur schwer umzusetzen ist. Deshalb ist er ständig auf der Jagd.

Ein Sikahirsch

Ein Goral

Die Zukunft des Sibirischen Tigers sieht positiv aus, denn bis zum Jahr 2022 ("Jahr des Tigers") soll die Zahl der Tiere verdoppelt werden. Erreichen will man das, durch die Verfolgung von Wilderern und Schmugglern, sowie die Ausweitung der Kontrollen.

 

Wünschen wir dem Majestät alles Gute und das er schnelle wieder auf die Beine kommt!

Das war der dritte Artikel unserer (Richard Parker, Ronja 96 und ich) Reihe über die Tiger. Ich hoffe, es hat euch gefallen :)

 

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Sikahirsch
http://de.wikipedia.org/wiki/Gorale
http://de.wikipedia.org/wiki/Sibirischer_Tiger
http://de.wikipedia.org/wiki/Region_Primorje
http://de.wikipedia.org/wiki/Region_Chabarowsk
http://www.wallconvert.com/wallpapers/animals/siberian-tiger-9929.html
http://www.schoepfung.eu/landbewohner/saeugetiere/amurtiger/junger-sibirischer-tiger/
http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/1284690
http://werbegui.de/2010/10/wwf-nimmt-dich-ins-visier/

 

 

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Kommentare (7)
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07.12.2014
RichardParker hat geschrieben:
Vielen Dank für den schönen Artikel Lisa! :) Auch ich hoffe das seine Majestät die Zukunft bereichern kann!
07.12.2014
Makanie hat geschrieben:
Ich schließe mich den anderen an. Auch ich würde mich über eine Vermehrung der Art freuen. Sie sind etwas ganz besonderes.
07.12.2014
Carinaa hat geschrieben:
Ein wirklich toller Bericht. Tiger sind wunderschöne Tiere und es wäre sehr traurig, wenn sie aussterben würden... Es freut mich zu hören, dass der Tiger eine "rosige" Zukunft hat!! :)
07.12.2014
Franzichen hat geschrieben:
Schöner Bericht, genau wie die letzten. Es ist doch echt traurig, dass so eine schöne Art nur noch so selten ist..
07.12.2014
Ria2000 hat geschrieben:
Schöner Bericht! :)
Hoffentlich klappt das bis 2020, das wäre ja echt super!
06.12.2014
Rastello hat geschrieben:
Danke

Ich hoffe, dass du Recht hast; es wäre wirklich gut, dass mehr Tiger in Frieden leben könnten.

Die Tiger haben eine Klasse, es ist merkwürdig.
06.12.2014
Julia99 hat geschrieben:
Danke für den interessanten Bericht :)
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