Auf den Spuren des Tigers (Teil 6): Der Indochinesische Tiger


von Lisa18
21.12.2014
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Der Hintern-Tiger, äh..ich meine natürlich den Hinterindischen-Tiger ist eine weitere Unterart des Tigers. Die Meisten kennen ihn vielleicht unter dem Namen Indochinesischer Tiger, Corbett-Tiger oder für die Lateiner unter uns Panthera tirgris corbetti.

Er galt als einzige Subspezies der Indochinesischen Halbinsel, da die Tigerbestände der Malaiischen Halbinsel ebenfalls als Indochinesischen Tiger angesehen wurde. Das änderte sich jedoch 2004, als nachgewiesen wurde, dass der Malaysia-Tiger eine eigene Unterart bildet.

Das ist der Indochinesische Tiger.

Und das ist der Malaysia-Tiger.

Ehrlich, ich erkenne keinen Unterschied :) Kommt vermutlich auch daher, das Beide dem Königstiger (Bengal-Tiger,Indischer-TIger) ziemlich ähnlich sehen, was nicht verwunderlich ist, wenn man sich deren Habitate einmal näher ansieht:

Was sofort aufällt: Die leben alle recht dicht beeinander. Daher die Ähnlichkeit. Im übrigen in Myanmar sind beide Arten vertreten.

Myanmar, wo Beide vorkommen.

Konkret sind folgende Merkmale bei allen drei Tigern gleich: der Schädel, die weiße Färbung in den unteren Körperabschnitten und um die Augen herum.

Der Körperbau des Indochinesischen Tigers gleicht dem des Malayischen Tigers (kein Wunder). Die Männchen sind 255-275 cm lang und 170-190 kg schwer. Die Weibchen hingegen sind 230-255 cm lang und 110-120 kg schwer.

Die Grundfärbung liegt zwischen rot und ockerbraun, dabei haben sie zahlreiche, ziemlich kurze und schmale schwarze Streifen.

Deren Hauptgebiet liegt in Thailand, daneben sind sie noch in Kambodscha, Laos, dem westlichen Teil von Myanmar und Vietnam zu finden. Im Süden Chinas ist leider das letzte Exemplar 2008 getötet worden, sodass er in China nun als ausgestorben gilt.

In Laos leben noch 20 Tiere, in Myanmar (West) mind. 50 und max. 85 Tiere, in Kambodscha 20 Tiere, in Thailand mind. 200 und max. 250 Tiere und zum Schluss Vietnam mit ebenfalls 20 Tieren. Rechnet man alles zusammen kommt man auf folgendes Ergebnis: Es leben weniger als 400 Indochinesische Tiger in freier Wildbahn! Der WWF geht von gerademal 350 Tieren aus!           Kurz um: Sie sind stark gefährdet.

Die Lebensräume, die er bevorzugt, sind hauptsächlich Berge und Hügel aber auch in tropischen und subtropischen Laubwäldern ist er vorzufinden.

Er jagd gerne Hirsche, Muntjaks und Wildschweine, macht aber auch vor Affen, Rehen und kleineren Säugetieren, wie Kaninchen nicht halt. Leider werden diese Tiere auch von Soldaten, die in dieser Gegend leben, geschossen, sodass es teilweise zum Kampf zwischen den beiden Gruppen kommt.

Das ist ein Muntjak.

Seinen Namen verdankt er dem britischen Jäger und späteren Tierschützer Jim Corbetti.Dieser wurde berühmt, weil er in Indien "menschenfressende" Tiger und Leoparden erlegte. Zwischen 1907 und 1983 erschoss er 19 Tiger und 14 Leoparden, die angeblich 1200 Menschen getötet haben sollen. Ende der 1920er Jahre began Jim Tiger zu filmen, dabei studierte er sie und setzte sich schlussendlich dafür ein, das der Lebensraum der Tiere in Indien geschützt wird. 1935 war er mit Frederick Walter Champion maßgeblich an der Gründung des ersten Nationalsparks in Indien (Uttarakhand) beteiligt und somit wurde ihm zu Ehren der Nationalpark umbenannt zum Jim Corbetti Nationalpark.

Ich hoffe, das euch auch dieser Artikel gefallen hat.

 

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Indochinesischer_Tiger
http://de.wikipedia.org/wiki/Indochinesische_Halbinsel
http://de.wikipedia.org/wiki/Malaiische_Halbinsel
http://de.wikipedia.org/wiki/Jim_Corbett
http://de.wikipedia.org/wiki/Myanmar
http://www.wwf.de/themen-projekte/artenlexikon/indochinesischer-tiger/

 

 

 

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Kommentare (3)
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22.12.2014
Lisa18 hat geschrieben:
@Ronja96: Kein Wunder ist ja auch vom WWF ;D
22.12.2014
Ronja96 hat geschrieben:
Das ist wieder ein sehr interessanter Artikel geworden. Ich finde auch die Übersichtskarte super, auf der man sehen kann, wo es noch wie viele Tigerarten gibt.
22.12.2014
OekoTiger hat geschrieben:
Cooler Bericht!
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