Auf den Spuren des Tigers: Der Untergang der Kaspischen Tiger


von RichardParker
16.11.2014
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 Hallo meine Lieben!

Ich habe ein neues Projekt vorzustellen. Lisa18, Ronja96 und ich haben uns zusammengetan. Wir wollen Bericht erstatten über alle Tigerarten ob noch lebend oder bereits ausgestorben, wir erhoffen uns von diesem Projekt aufklären zu können, euch erreichen zu können und mit in eine Zeit nehmen zu können, wo alle Tigerarten noch existieren.

Ich werde drei vorstellen und Lisa18 und Ronja96 auch. Lasst euch auf eine Reise mitnehmen, die die Vergangenheit nicht schönt, die Ausrottung nicht rückgängig macht, aber die dennoch ein Zeichen für alle noch existierend Tiger ist, dass die Gegenwart die Zeit des Abbruchs ist, bevor es endgültig zu Ende geht.

Der Kaspischer Tiger war dem Untergang geweiht, die Art gilt als ausgestorben, aber fangen wir am Anfang der Tragödie an. Vom Körperbau her weniger massiver als der sibirische Tiger, diesem genetisch aber auffallend ähnlich. Forschern nach zu urteilen ist der sibirische Tiger der nächste Verwandte dieser Art.

Die Körperlänge betrug etwa 2,7 Meter bei einem Durchschnittsgewicht von circa 240 Kilogramm. Die Weibchen mit 1,6 – 1,8 Metern wesentlich kleiner und mit 85-135 Kilogramm auch wesentlich leichter. Das Fell der Raubkatze war lang und dicht, die Streifen wesentlich heller als bei allen anderen Unterarten.

Ihr Lebensraum war im Gebiet des Kaspischen Meeres durch Flussläufe durchbrochen und auf Gebiete an Wasserquellen beschränkt. Im 19 Jahrhundert lebten sie im Kaukasus, Turkmenien, Afghanistan und in den südlichen Ausläufern des Altai Gebirges.

Über ihre Jagdreviere gibt es keine gesicherten Daten. Um Beute zu finden mussten sie lange Strecken zurücklegen und Herden von Weide zu Weide folgen. Wildschweine und Hirsche bildeten die Grundlage ihrer Nahrung. In vielen Gebieten Mittelasiens waren Bucharahirsche und Rehwild neben Wildschweinen wichtige Beutetiere. Auch kaukaisches Rotwild oder Gazellen wurden im Iran gejagt oder aber Schakale, Rohrkatzen, Wanderheuschrecken und kleine Säugetiere am Unterlauf des Amudarja, Saiga-Antilopen, Wildpferde, Wildesel und Argali in den Gebieten von Zhana-Darya und um den Aralsee, Isubrahirsche und Elche im Gebiet des Baikalsees. Wasser tranken sie mit Vorliebe aus Flüssen und nur dann aus Seen, wenn das Wasser wenig brackig war.

Die Ausrottung hängt vor allem mit der Kolonialisierung, der exzessiven Bejagung ihrer Beute und ihnen selbst und der landwirtschaftlichen Nutzung von Wäldern zusammen. Aber auch diverse Seuchen und Krankheiten rafften viele ihrer Beutetiere dahin. Die sowjetische Armee spielte eine bedeutende Rolle in der Jagd auf den kaspischen Tiger. Die Rolle der Roten Armee in der Bejagung des Kaspischen Tigers hängt mit der Kolonialisierung zusammen, sie haben es sich zum Auftrag gemacht, das Volk zu schützen und sämtliche Tiger zu erschießen, die eine Gefahr für Tier und Mensch darstellten, außerdem um potentielles Agrarland zu schützen.

Bereits 1887 wurde nahe Monsul, Irak, der einzige Tiger erschossen. 1954 wurde der letzte in China erschossen. Die List geht noch viel weiter.1970 wurde der letzte Kaspische Tiger nahe der Türkei erschossen, seitdem galt die Art als völlig ausgerottet, trotzdem es vage Berichte über Sichtungen gibt, die aber nicht belegt werden konnten. Später kam aber heraus, dass die Art bis in die 1990er Jahre überlebt hatte, weil man nochmal 1-8 Tiger in den 80ern erschossen hatte.

Die Art starb trotz Schutzbemühungen diverser Länder und Organisationen aus, wie konnte das passieren? In der Geschichte des Tigers ist es nicht das letzte Mal vorgekommen…
Was uns, im hier und jetzt ein mahnendes Beispiel sein sollte, geben wir den letzten Tigerarten dieser Welt eine Chance unseren Planeten weiterhin zu bereichern…

Textquelle:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kaspischer_Tiger

Bildquelle:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kaspischer_Tiger#mediaviewer/File:Panthera_tigris_virgata.jpg

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Kommentare (4)
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31.12.2014
Sarah_CA hat geschrieben:
Ein schöner Bericht
16.11.2014
Janinadl hat geschrieben:
Toller Bericht. Freu mich schon auf die nächsten! Ist das ein Projekt der Bericht Patenschaften Gruppe?
16.11.2014
Franzichen hat geschrieben:
Sehr informativer Bericht und tolle Idee. Ich bin auf die nächsten Teile gespannt.:)
16.11.2014
LSternus hat geschrieben:
Das ist ein sehr interessanter Bericht. Mir ist nur die Rolle der Roten Armee leider nicht ganz klar geworden.
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