So sind wir dabei:


Gemeinsam und


aktiv für die Natur!


© Jürgen Freund / WWF-Canon

Schutzprogramme für Korallenriff, Torfmoore, Mekong und Wälder!

© Mazidi Abd Ghani / WWF-Malaysia

Nachhaltige Fischerei braucht Menschen, die an einem Strang ziehen. Hierzu gehören vor allem die lokalen Fischer, die großen privaten Unternehmen und die gesetzgebende Politik der Länder des Korallen-Dreiecks. Aber auch die Toorfmoorwälder müssen geschützt statt trockengelegt werden! Torfmoorwälder sind natürliche CO2-Speicher und somit wichtig fürs globale Klima. Der WWF setzt sich sowohl für die Renaturierung von Torfmoorwäldern ein als auch für den Erhalt der Mekong-Region. Auf EU-Ebene und auch interntional kämpft der WWF gegen das Abholzen der Regenwälder und unterstützt dafür das "FLEGT" und das "REDD"-Programm.

Mehr Schutz für das Korallendreieck durch nachhaltige Fischerei

Das WWF Coral Triangle Programme
© Jürgen Freund / WWF-Canon

Thunfisch ist gesund und beliebt. Doch 60 Prozent der Bestände gelten heute als überfischt. Deshalb geht der WWF auf den Philippinen neue Wege - zum Vorteil für Fisch und Mensch.

Die meisten Thun-Fischereien schaden außerdem durch Beifang von Haien, Meeresschildkröten und jungen Thunfischen dem Meeresökosystem. Insbesondere die Fangmethoden, die in großen industrielleren Fischereien eingesetzt werden, wie Ringwaden mit Lockbojen oder Langleinen mit Tausenden von Haken, sind problematisch.

Dabei gibt es Fangmethoden, die weitaus weniger Auswirkungen auf die Umwelt haben. Dazu gehören Handleinen, die von Kleinfischern auf traditionellen Booten benutzt werden. Hierfür werden einzelne Haken mit einem Köder eingesetzt. Durch den Einsatz der Handleinen in tieferen Wasserschichten wird sichergestellt, dass sehr gezielt große, ausgewachsene Thunfische gefangen werden, die sich bereits fortgepflanzt haben. Der Beifang in dieser Fischerei ist sehr gering.

Der WWF hat deshalb 2011 auf den Philippinen in den Regionen Bicol und Mindoro ein Projekt gestartet, das langfristig für eine verantwortungsvolle und nachhaltige Fischerei des Gelbflossenthuns in den Küstenregionen der Philippinen sorgen und zugleich den Lebensunterhalt der Küstenfischer und ihrer Familien sichern soll.

© Brian J. Skerry / National Geographic Stock / WWF

Dort wurden etwa 8.000 Fischer mit 2.200 Fangbooten in das Projekt eingebunden. Mehr als 400 dieser Boote wurden offiziell registriert. Sie dokumentieren ihre Fänge und können inzwischen Fangzertifikate nachweisen, die über Herkunft und Fangzeitpunkt Auskunft geben. Das ist auch die Voraussetzung, um den Fisch in EU-Länder importieren zu können. Der WWF unterstützt lokale Fischereibehörden und Fischer, damit auch die restlichen 1800 Fangboote so schnell wie möglich registriert werden.

Zwei Maßnahmen konnte der WWF bereits erfolgreich in der gesamten Thunfischerei auf den Philippinen durchsetzen: Die Mindestgröße der Netzmaschen wurde von 2,5 auf 7,6 Zentimeter erhöht. Außerdem müssen sämtliche Boote, die länger als 24 Meter sind, von einem staatlichen Beobachter begleitet werden.

Partnerschaften mit Forschungseinrichtungen und Fischereischulen sind in Planung, um dem Ziel einer nachhaltigen Fischerei näher zu kommen. Denn vor allem die junge Fischergeneration muss ein Bewusstsein für das Problem der Überfischung entwickeln. Außerdem müssen Fischereipraktiken vermittelt und angewendet werden, die umwelt- und ressourcenschonende Methoden in sich vereinen.

Der WWF setzt Wälder wieder unter Wasser – und schützt damit das Klima

Wiedervernässung der Torfmoorwälder
© M. Rosidi / WWF-Indonesia

Schwerpunkt der WWF-Arbeit ist der Sebangau-Nationalpark, der als Wald am Westrand des ehemaligen Mega-Reisprojektgebietes noch erhalten geblieben ist. Nach langjähriger Überzeugungsarbeit begann der WWF 2006 mit Hilfe der umliegenden Dorfgemeinschaften, die Entwässerungskanäle durch den Bau zahlreicher Dämme von der Randzone bis tief in den Wald hinein zu verschließen.

Weil die Dorfbewohner die Kanäle gern als Transportwege nutzen, werden einige Dämme mit einer Öffnung versehen, durch die Kanus hindurch gezogen werden können. So werden die ausfließenden Wassermassen stark reduziert und der Kanal bleibt trotzdem nutzbar. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Dämme auch akzeptiert werden.

Die Dämme halten das Wasser im Torf und tragen langfristig dazu bei, dass der Grundwasserspiegel im Torfmoorwald wieder sein natürliches Maß erreichen wird. Dadurch wird der Torfzerfall gestoppt und damit auch die weitere Emission von Kohlenstoff und dessen Oxidation zum Treibhausgas CO2. Der noch bestehende Wald erholt sich wieder, und auf den vom Feuer verwüsteten Flächen dazwischen kann wiederaufgeforstet werden.

Der WWF hat insgesamt bereits 434 Dämme in Sebangau gebaut. Mehrere Hundert weitere werden noch nötig sein, um wieder einen natürlich funktionierenden Wasserhaushalt herzustellen.

Ob im Wasser oder an Land – die Mekong-Region strotzt nur so vor Artenfülle

Greater Mekong Programme
© Elizabeth Kemf / WWF-Canon

Asiens Garten Eden steht vor einem gewaltigen Umbruch. Immer mehr Menschen benötigen Holz und Fisch, Land und Energie. Bei einigen Nutzfischarten ist der Bestand seit dem Jahr 2000 um bis zu 70 Prozent zurückgegangen. Nur bei nachhaltiger Nutzung hat die Natur dort eine Überlebenschance.

Der WWF ist seit rund 20 Jahren in Kambodscha, Laos, Thailand und Vietnam aktiv. Er konzentriert sich auf die Süßwasserökosysteme des Mekong-Einzugsgebietes, die Waldgebiete Kambodschas und Thailands sowie das Annamiten-Gebirge an der Grenze zwischen Laos und Vietnam. Das "Greater Mekong Programm" (GMP) umfasst Projekte in den Bereichen Wald, Wasser und Artenschutz, die ineinander greifen. Ziel ist es, die biologische Vielfalt zu erhalten und den ökologischen Fußabdruck des Menschen in der Region zu verringern.

Der WWF setzt in Laos bereits seit den 1990er Jahren auf den Aufbau und die Unterstützung von so genannten Gemeindefischereien. Darin verwalten Kommunen ihre Naturressourcen selbst. Das ist in Laos erlaubt, solange keine nationalen Bestimmungen verletzt werden. Diese Gemeindefischereien verbessern den Umgang mit dem Fluss. Beispielsweise können Kommunen nicht-ansässigen Fischern den Zugang zu den Fanggründen verweigern oder illegales Elektro-Fischereiequipment beschlagnahmen. Die Kommunen haben sogar die Möglichkeit, Fischschutzgebiete einzurichten, die als Kinderstuben für viele wirtschaftlich nutzbare Arten dienen. Langfristig stabilisiert sich durch diese Maßnahmen die Menge des gefangenen Fischs. Der WWF fördert zudem den Dialog zwischen Fischern und Regierungsvertretern und führt biologische Bestandsaufnahmen durch.

Seit mehr als 20 Jahren werden in Mittelvietnam mit WWF-Hilfe Schutzgebiete ausgewiesen - unter anderem auch zwei Gebiete, in denen das erst 1992 entdeckte und vom Aussterben bedrohte Vietnamesische Waldrind (Saola) vermutet wird.

Mittlerweile bilden die beiden Saola-Schutzgebiete wichtige Mosaiksteine eines mehr als 200.000 Hektar großen Schutzgebietsnetzwerks, das sich bis nach Laos erstreckt. Davon profitiert nicht nur das Saola: Denn in dem bis 2.000 Meter hohen zentralannamitischen Bergwald leben auch andere seltene Arten wie der Rotschenkel-Kleideraffe und der Nördliche Gelbwangen-Schopfgibbon.

Inzwischen wird das Vorhaben von der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) über die KfW Entwicklungsbank mitfinanziert. Das bedeutet konkret: Für die Erhaltung der Wälder und deren Aufforstung als globaler Klimastabilisator soll in absehbarer Zukunft Geld an die Gemeinden der Region fließen.

In Thailand arbeitet der WWF daran, den verbliebenen Indochinesischen Tigern ihre Heimat zu sichern - zum Beispiel mit besserer Ausrüstung der Ranger sowie einem Informanten-Netzwerk, um Wilderei vorzubeugen. In Kambodscha hat der WWF den Plan entwickelt, Tiger aus anderen Ländern in die Trockenwälder Kambodschas umzusiedeln. Nun gilt es, die kambodschanische Regierung von diesem Vorhaben zu überzeugen.

Der WWF kämpft zudem gegen den Bau weiterer Staudämme im Mekong-Hauptstrom.

Wälder erhalten, um das Klima zu schützen

Waldschutz durch „REDD“ und dem EU-Aktionsprogramm „FLEGT“

Der WWF übt seinen Einfluss auf EU-Ebene und international aus, um für den Erhalt de Regenwälder zu kämpfen und Politiker dazu zu bewegen, Gesetze gegen das Abholzen im großen Stil einzuführen. Die Eindämmung des illegalen Holzeinschlages kann nur durch eine gemeinsame Politik innerhalb der EU - und somit auch Deutschland - erreicht werden. Das soll durch das "FLEGT"- Aktionsprogramm erreicht werden. Das internationale "REDD"-Programm wiederum will finanzielle Anreize schaffen, um Wälder zu erhalten und dadurch Emissipnen zu vermindern.

© Alain Compost / WWF-Canon

FLEGT - illegalen Holzhändlern das Handwerk legen

Schätzungen zufolge stammen zwischen 16 und 19 Prozent aller Holz- und Papierimporte in die Europäische Union (EU) aus illegalem Holzeinschlag. So gelten beispielsweise mehr als 70 Prozent der in Indonesien gewonnenen Hölzer als illegal, in Brasilien sind es über 60 Prozent. Dasselbe gilt für ein Viertel der Holzimporte aus Nordwest-Russland.

Die Länder der EU - und damit Deutschland - spielen als wichtige Konsumentenländer eine entscheidende Rolle bei der Eindämmung des illegalen Holzeinschlags. Solange Europa illegale Holzeinfuhren akzeptiert, haben Reforminitiativen in den Herkunftsländern nur wenige Chancen.

Nach Jahren zähen Ringens trat im März 2013 das Einfuhrverbot für illegale Holzprodukte nach Europa in Kraft. Zuvor gab es EU-weit kein Gesetz, das Import, Handel und Besitz von Holz und Holzprodukten aus illegalen Quellen unterbindet.

Die Verabschiedung dieses Gesetzes ist ein großer Erfolg der beharrlichen WWF-Arbeit im Kampf gegen die globale Entwaldung. Doch eigentlich sollte mit der neuen EU-Holzhandelsverordnung der Handel mit illegalen Hölzern und Holzprodukten ab März 2013 EU-weit als Straftat geahndet werden. Dieses Anliegen ist jedoch in Deutschland durch Gesetzesbeschlüsse von Bund und Ländern im Februar und März verwässert worden: "Anders als von der EU gewollt, ist der Straftatbestand nun an zusätzliche unklare Voraussetzungen wie 'grober Eigennutz' und 'beharrliche Wiederholung' geknüpft", kritisiert Nina Grießhammer, Waldexpertin beim WWF. "Im Ergebnis bleibt es bei einer Einstufung als bloße Ordnungswidrigkeit." Mit dieser Entscheidung verhindert Deutschland eine wirksame Abschreckung.

Der WWF drängt auch auf weitergehende Maßnahmen. Da es in vielen Ländern auch legalen Raubbau und Waldvernichtung gibt, ist der logisch folgende nächste Schritt die Nachweispflicht, dass die zum Verkauf stehenden Holzprodukte aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen. Der WWF wird außerdem darauf drängen, dass künftig auch weiterverarbeitete Druckerzeugnisse wie Bücher oder Magazine unter die Holzhandelsverordnung fallen.

© Jürgen Freund / WWF-Canon

Das politisches Instrument "REDD" - Wälder erhalten, um das Klima zu schützen

Die Zerstörung von Wäldern verursacht rund ein Fünftel der durch Menschen verursachten Treibhausgasemissionen. Die jährliche Entwaldung wird von der Welternährungsorganisation FAO auf 13 Millionen Hektar pro Jahr geschätzt. Dabei gelangen ungefähr sechs Gigatonnen CO2 in die Erdatmosphäre. Brasilien und Indonesien haben durch die Waldzerstörung die dritthöchsten beziehungsweise vierthöchsten Kohlendioxid-Emissionen weltweit (nach China und den USA). Der Schutz vor allem tropischer Wälder ist daher eine der wichtigen Herausforderungen im Kampf gegen den Klimawandel.

90 Prozent der Entwaldung findet in den tropischen Regenwaldländern statt, meist in den ärmsten Regionen der Welt. Der WWF fordert deshalb, dass Entwicklungsländer von den reichen Industrienationen wie Deutschland eine Anschubfinanzierung erhalten, um ihre Wälder zu schützen und aufzuforsten, damit der darin gebundene Kohlenstoff nicht in die Atmosphäre abgegeben wird. Dieser Mechanismus heißt "REDD" und steht für Reduced Emissions from Deforestation and Degradation, also der Reduzierung von Emissionen aus Entwaldung und Schädigung von Wäldern.

Im Dezember 2010 wurde ein Etappensieg erzielt: REDD wird fester Bestandteil eines Nachfolgeabkommens zum Kyoto-Protokoll. Eine der wichtigen Aufgaben der Arbeitsgruppen unter der Klimarahmenkonvention ist es jetzt, innerhalb dieses Abkommens unter anderem Mindestkriterien zum Schutz der Artenvielfalt und der Rechte indigener Völker zu entwickeln. Außerdem soll sichergestellt werden, dass die Tropenländer entsprechende Standards auch nachweislich anwenden und die lokale Bevölkerung davon profitiert.

Der WWF engagiert sich bei den Klimaschutzverhandlungen für die Entwicklung eines soliden und fairen REDD-Mechanismus, der sowohl echte Emissionsreduktionen bringt als auch den Schutz der Biodiversität und die Rechte indigener Bevölkerungsgruppen ausreichend berücksichtigt. Außerdem unterstützt der WWF auf verschiedenen Ebenen tropische Entwaldungsländer beim Aufbau der Rahmenbedingungen für ein zukünftiges REDD-System. Hierzu gehören die Klärung von Landrechten, der Aufbau von Satellitensystemen zur Messung von Entwaldungsraten, der Aufbau von administrativen Kapazitäten, die Einbeziehung indigener Bevölkerungsgruppen und vieles mehr.

Ein konkretes Projekt gibt es bereits: den Sebangau-Nationalpark auf Borneo. Dort wollen der WWF und die indonesische Regierung nun gemeinsam dafür sorgen, dass in Zukunft mit Geldern aus dem REDD-Paket der langfristige Erhalt des Nationalparks finanziert wird.

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