Faszinierende Natur:


Geheimnisvoll


und wild


© Fletcher & Baylis / WWF-Indonesia

Südostasien

Hier lebt die Vielfalt. Noch ...

© Mauri Rautkari / WWF-Canon

Von Tigern bis zu Orang-Utans - Südostasien ist eine biologische Schatzkammer. Die Region erstreckt sich vom Süden Chinas bis zur Inselwelt zwischen Indischen und Pazifischen Ozean. Auf dem Festland gehören zum Beispiel Vietnam, Thailandoder Malaysia dazu. Der größte Inselstaat neben den Philippinen ist Indonesien. Das Land umfasst mehr als 17.000 Inseln und beherbergt allein 287 Baumarten aus der Familie der so genannten "Flügelsamer". Zum Vergleich: in Westeuropa sind insgesamt nur etwa 50 Baumarten heimisch. Die größten Inseln Südostasiens sind Sumatra (Indonesien), Borneo (Indonesien, Malaysia, Brunei) und Papua (Indonesien, Papua-Neuguinea).

Die indonesischen Regenwälder gehören zu den ältesten und artenreichsten der Erde. Sie sind Teil des - Achtung: Zungenbrecher - indomalaiischen und australasischen Florengebiets. Dies ist die Waldregion, die von Malaysia bis zur Südostspitze Neuguineas reicht. Hier kommen mehr als die Hälfte aller Blütenpflanzenarten Asiens vor. Gerade diese Wälder wurden in denvergangenen Jahrzehnten extrem ausgebeutet. Abholzung und Umwandlung in Agrarflächen ließen die grünen Naturparadiese erheblich schrumpfen.

Faszinierende Tierwelt

Elefant, Orang-Utan, Soala und Co.

Die Artenvielfalt ist atemberaubend und einzigartig. Wer sich ganz still in den Dschungel begibt und gedulig beobachtet, trifft außer Waldnashörnern, Elefanten und Affen vielleicht sogar auf das geheimnisvolle Soala - das "Einhorn Asiens", welches Wissenschaftler seit beriets 20 Jahren vor viele Rätsel stellt.

Das geheimnisvolle Saola

© David Hulse /WWF-Canon

Erst 1992 wurde das Vietnamesische Waldrind bei einer Expedition des WWF im schwer zugänglichen Annamiten-Gebirge entdeckt. Bereits kurz danach galt das Saola bereits als vom Aussterben bedroht. Aber es gibt Hoffnung: Zum Schutz des Saolas wurde in der Provinz von Quang Nam in Vietnam ein Naturschutzreservat eingerichtet.

Bis heute ist fast nichts über die Lebensweise des Saolas bekannt. Das Vietnamesische Waldrind mit seinen bis zu 50 Zentimeter langen Hörnern ist ein relativ ursprüngliches Mitglied der Rinderfamilie, zu der auch Schafe und Antilopen gehören. Es gibt mittlerweile nur noch wenige Hundert Tiere, denn sie werden mit Fallen und Hunden ihrer Hörner wegen gejagt.

Seit der Entdeckung des Saolas arbeitet der WWF eng mit vietnamesischen Wissenschaftlern, Schutzgebietsmitarbeitern und den lokalen Gemeinden zusammen, um mehr über Größe und Zustand der Population und die ökologischen Bedingungen in ihrem Verbreitungsgebiet zu erfahren. Außerdem bekämpfen Behörden und WWF gemeinsam die grassierende Wilderei. Allein im ebenfalls eingerichteten Saola-Reservat in der vietnamesischen Provinz Thua Thien Hue wurden seit Februar 2011 mehr als 12.500 Schlingen unschädlich gemacht und nahezu 200 illegale Jagd- und Holzfällercamps aufgespürt.

Die Asiatischen Elefanten

© naturepl.com / Nick Garbutt / WWF-Canon

Das größte Landsäugetier Asiens unterscheiden Biologen aufgrund seiner geographischen Verbreitung und kleiner Unterschiede im Körperbau heute in fünf Unterarten: den Ceylon-Elefanten (bis zu drei Meter hoch), den Indischen Elefanten, und die südostasiatischen Sumatra-Elefanten, Malaya-Elefanten und den Borneo-Zwergelefanten, mit nicht einmal 2,5 Metern Höhe der kleinste Elefant der Welt.

Während bei Afrikanischen Elefanten die Stoßzähne bei beiden Geschlechtern gut ausgebildet sind, haben bei Asiatischen Elefanten nur die Männchen diese verlängerten oberen Schneidezähne. Bei den Weibchen sind sie verkümmert.

Auch Asiatische Elefanten unterscheiden sich nicht nur durch ihre Größe, sondern auch durch ihre Hautfärbung: Manche sind dunkelgrau oder braun und andere haben rosa Flecken auf Stirn, Rüssel, Brust oder Ohren. Am hellsten ist der Sumatra-Elefant und der dunkelste ist der Ceylon-Elefant. Sie leben in engen Familiengruppen von etwa zehn Tieren. Manche Familien bilden zusammen einen Clan mit 30 bis 80 Tieren.

Der Asiatische Elefant ist eine besonders gefährdete Tierart. Früher lebte er von China bis zum Irak. Heute ist er nur noch in 13 Ländern heimisch. In freier Wildbahn ist er vom Aussterben bedroht. Im Gegensatz zum Afrikanischen Elefanten wird der Asiatische Elefant auch als Nutztier gehalten.

Asiatische Nashörner

© naturepl.com / Mark Carwadine / WWF-Canon

In Asien leben drei der fünf heute noch existierenden Nashornarten - darunter auch die einzige Art mit einem dünnen Fell: Das Sumatra-Nashorn. Die letzten wilden Exemplare verstecken sich in den dichten Regenwäldern von Indonesien (Sumatra) und Malaysia (Borneo). Das Sumatra-Nashorn hat gleich zwei Hörner, seine asiatischen Verwandten (das fast schon ausgestorbene Java-Nashorn und das Indische Panzernashorn) haben hingegen nur eines.

Seit 2011 hat der WWF seinen Einsatz gegen Wilderei nochmals deutlich verstärkt. Denn die Jagd auf das Rhinohorn als angebliches medizinisches Wundermittel hat dramatische Ausmaße angenommen. Vor allem der wachsende Mittelstand der Länder Südostasiens sorgt für steigende Nachfrage. Das Java-Nashorn gilt in Vietnam offiziell als ausgerottet, nachdem das offenbar letzte Exemplar im Oktober 2011 mit einer Gewehrkugel im Körper und ohne Horn aufgefunden wurde. Letzte Exemplare der Java-Nashörner leben jetzt nur noch auf der indonesischen Insel Java im Ujung Kulon-Nationalpark.

Ausreichender Schutz und eine konsequente Überwachung der Lebensräume durch Patrouillen sind entscheidend für das Überleben der Nashörner. Auf diese Weise wurde der Bestand des Indischen Panzernashorns in Indien und Nepal von etwa 100 Tieren vor hundert Jahren auf heute etwa 2.575 Wildtiere erhöht . Doch die zunehmende Wilderei bedroht diesen Schutzerfolg.

Darüber hinaus unterstützt der WWF Anstrengungen, die natürliche Waldvegetation der Nashornhabitate zu erhalten und arbeitet deshalb eng mit der Borneo Rhino Alliance (BORA) und dem Sabah Wildlife Department zusammen, die im Tabin Wildlife Reserve ein Fortpflanzungszentrum aufbauen.

Der Orang-Utan - Verwandter in Not

© naturepl.com / Anup Shah / WWF-Canon

Der Name "Orang-Utan" ist Malaiisch und bedeutet Waldmensch (orang = Mensch, utan/hutan = Wald). Kein Wunder: Turnen sie doch die meiste Zeit in den Baumkronen des Regenwaldes umher und kommen nur selten auf den Boden. Orang-Utans sind die größten Baumsäugetiere der Welt und die einzigen überlebenden Großen Menschenaffen Asiens. Sie leben heute nur noch auf zwei Inseln Südostasiens und werden entsprechend in zwei Arten unterschieden: den Borneo-Orang-Utan (Pongo pygmaeus) und den Sumatra-Orang-Utan (Pongo abelii).

Der Lebensraum der Borneo-Orang-Utans wurde in den vergangenen 20 Jahren vor allem durch die Umwandlung von Regenwald in Brachland und Ölpalmen-Plantagen, durch Holzeinschlag und Waldbrände um mindestens die Hälfte verkleinert. Dadurch ist die Zahl der Tiere dramatisch geschrumpft: Auf Borneo allein in 20 Jahren um zwei Drittel auf heute schätzungsweise knapp 50.000 Tiere. Auf Sumatra sank die Zahl der Waldmenschen von 85.000 vor rund 100 Jahren auf höchstens 6.600 Tiere.

Für den WWF hat die Erhaltung der letzten Orang-Utan-Populationen höchste Priorität! Der WWF setzt sich dafür ein, dass Wälder mit hohem Schutzwert (so genannte High Conservation Value Forests) geschützt bzw. nachhaltig bewirtschaftet und miteinander vernetzt werden. Außerdem betreibt der WWF verstärkt Aufklärungsarbeit bei der lokalen Bevölkerung und den zuständigen Behörden, um die Wilderei einzudämmen.

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