Vorsicht!


Die grüne Lunge


atmet bald nicht mehr!


© james Morgan / WWF International

Naturwunder - unwiederbringlich verloren.

© Mast Irham / WWF-Indonesia

Unzähligen Tieren und Menschen wurden bereits Heimat und Zukunft geraubt! Die Waldvernichtung schreitet in einem atemberaubenden Tempo voran, so dass sich die Natur nicht erholen kann. Einer der größten Brennpunkte sind die Regenwälder Indonesiens.

Aber auch südostasiatische Gewässer und ihre Lebewesen sind bedroht. Im Korallen-Dreieck gefährden zu viele Fangflotten die Fischbestände. Entlang des Mekong wiederum bedrohen die Abholzung in den Wassereinzugsgebieten, die ständige Ausweitung landwirtschaftlicher Nutzflächen und die zunehmende Verschmutzung die einzigartige biologische Vielfalt der Region und die Lebensgrundlage vieler Menschen.

Naturparadiese in Gefahr: Wälder werden zerstört, Meere leergefischt und Arten ausgerottet!

Was ist los im Korallen-Dreieck?

Fischfang bedroht einzigartige Tier- und Pflanzenwelt
© Jürgen Freund / WWF-Canon

Das Korallengebiet zwischen Indonesien, Australien und den Philippinen gehört zu den weltweit artenreichsten Meeresregionen überhaupt. Mehr als 3.000 Fischarten, sechs der sieben Meeresschildkrötenarten und sogar Hai- und Rochenarten, Delfine, Seekühe und Wale (Buckelwal, Schnabelwal und Pottwal) leben dort. Drei Viertel aller bekannten Korallenarten der Erde wurden nachgewiesen. Erst 2006 wurden im indonesischen Inselarchipel Raja Ampat 20 neue Korallenarten entdeckt - und das sind wahrscheinlich noch längst nicht alle! Das fast sechs Millionen Quadratkilometer große Korallen-Dreieck ist damit quasi der Amazonas-Regenwald der Ozeane.

Die schnell wachsende Bevölkerung, der Klimawandel und die weltweit höchste Bevölkerungsdichte in Südostasien bedrohen die Meeresregion. Der Fischfang ist die Lebensgrundlage für mehr als 120 Millionen Menschen in Indonesien, Malaysia, Papua-Neuguinea, die Philippinen, die Salomon-Inseln und Osttimor.

Zahlreiche Fangflotten befischen das Korallen-Dreieck nach Gelbflossen-Thunfischen, Skipjacks, Großaugen-Thunfischen, Papageienfischen oder Napoleonfischen, denn diese verkaufen sich besonders gut. Besonders schlimm steht es um den Thunfisch. Bereits 60 Prozent der Bestände weltweit gelten heute als überfischt. Zu den dringlichsten Problemen der heutigen Fischerei im Korallen-Dreieck gehört der Beifang - unbeabsichtigt mitgefangene Meerestiere wie etwa Meeresschildkröten, die mehr oder minder tot einfach wieder ins Meer zurückgeworfen werden. Der WWF unterstützt daher die nachhaltige Fischerei der Region - bereits mit ersten Erfolgen!

Mehr zum Korallen-Dreieck erfährst du auf WWF.de!

Ist der Mekong bald zerstört?

Landwirtschaft und Staudämme gefährden Lebensraum und Artenvielfalt
© Adam Oswell / WWF-Greater Mekong

Vier Zahlen beschreiben den Strom am besten: Von seinem Quellgebiet auf dem tibetischen Hochplateau in 5.200 Metern Höhe bis zu seinem Delta im Chinesischen Meer fließt der Mekong auf einer Strecke von mehr als 4.300 Kilometern. Dementsprechend groß ist sein Einzugsgebiet: annähernd 800.000 Quadratkilometer, mehr als die doppelte Fläche Deutschlands. Rund 60 Millionen Menschen leben in dieser Region - doch nicht nur sie allein. 

Etwa 830 verschiedene Säugetiere, mindestens 2.800 Vogelarten sowie 900 Amphibien- und Reptilienspezies leben im Einzugsgebiet des Mekong. Der Fluss selbst ist außergewöhnlich artenreich. Unter den mindestens 1.300 Fischarten sind Kolosse wie der bis zu drei Meter lange Mekong-Riesenwels oder die gleich große Riesenbarbe, die beide bis zu 300 Kilogramm schwer werden können. Sie sind jedoch beide vom Aussterben bedroht - ebenso wie der Irawadi-Delfin.

Der Mekong ist der Wachstumsmotor Südostasiens. Doch wachsender wirtschaftlicher Wohlstand fordert auch seinen Preis. Heute sind viele Waldflächen im Wassereinzugsgebiet durch landwirtschaftliche Nutzflächen ersetzt und durch Düngemittel verschmutzt worden. Dies gefährdet die biologische Vielfalt der Region und die Lebensgrundlage vieler Menschen.

Warum brennen die Wälder Indonesiens und Malaysias?

Verantwortungslose Bewirtschaftung ist Ursache der Katastrophe
© Tantyo Bangun / WWF-Canon

Indonesien und Malaysia gehören zu den größten Holz- und Zellstoffexporteuren der Welt. Allein Indonesien liefert die Hälfte aller tropischen Sperrholzprodukte weltweit. Der Bedarf an Papier und Zellstoffen boomt weiter - und das trotz angeblich papierloser Büros. Westliche Banken und Firmen haben mit Investitionen in den 1980er und 1990er Jahren dazu beigetragen, dass sich dieser Industriezweig seither um das Achtfache vergrößern konnte. Zwischen 1990 und 2010 hat Indonesien jährlich 1,2 Millionen Hektar Wald verloren.

Ein großer Teil der Waldflächen wird zudem für Ölpalmenplantagen kahlgeschlagen. Deren Fläche wuchs alleine in Indonesien zwischen 1967 und 2010 von 106.000 auf unglaubliche 7,82 Millionen Hektar - das ist größer als ganz Niedersachsen. Bis 2020 soll die Fläche nach Plänen der indonesischen Regierung auf 11,08 Millionen Hektar anwachsen. Das sind vier Millionen Hektar zusätzlich.

In Indonesien roden zahlreiche Kleinbauern Teile des Waldes, um Felder anzulegen und die Asche als Dünger zu nutzen. Während diese Menschen traditionellen Wanderfeldbau praktizieren, um zu überleben, wollen Firmen mit der Brandrodung schnelles Geld verdienen und schlagen den Regenwald für monotone Plantagen mit Ölpalmen oder Akazien kahl. Denn Brandrodung ist die billigste Methode, obwohl sie schon seit Jahren verboten ist. Doch offenbar hat niemand irgendwelche größeren Bestrafungen zu fürchten.

Die Folgen sind verheerend: Nicht nur in den indonesischen Städten, sondern sogar tausende Kilometer entfernt auf dem asiatischen Festland müssen Menschen Atemschutzmasken tragen, um sich vor dem Rauchnebel, dem "Haze" aus den brennenden Regenwäldern zu schützen. Zugleich gelangen riesige Mengen Treibhausgase in die Atmosphäre. Noch schlimmer ist es, wenn Torfmoorwälder brennen. Denn diese binden 20- bis 40-mal so viel Kohlenstoff wie eine gleichgroße Fläche Regenwald ohne Torfboden. Entsprechend viele Treibhausgase entstehen, wenn sie zerstört werden. Zurück bleibt verbrannte Erde, die nur ein paar Jahre als Plantage nutzbar sein wird; zahllose tote Tiere und wenige überlebende, die sich in die verbliebenen Waldgebiete zurückziehen müssen.

In Indonesien ist selten klar, welche Landnutzungen erlaubt sind, weil sich lokale und nationale Politiken widersprechen. Die Gesetze sind zu lasch und die Kontrolle zu halbherzig. Außerdem ist Korruption noch weit verbreitet.

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