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Säugetiere, die Eier legen ... Gibt´s das?!


von Louis0102
12.08.2014
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Ja, das gibt es sehr wohl. Hier seht ihr das Ei eines Säugetieres. Eines sehr bekannten noch dazu. Das Ei wurde von einem Schnabeltier abgelegt. Doch es ist nicht das einzige eierlegende Säugetier. Es gibt noch 2 weitere: Den Langschnabeligel und den Kurzschnabeligel. Alle 3 Tiere kommen in Australien, beziehungsweise Südostasien vor. Ich werde heute alle 3 Tiere ein bisschen besser vorstellen.

Ich beginne mit dem Kurzschnabeligel. Er wird auch in Deutschland in mehreren Zoos gehalten, wie zum Beispiel im Zoo Frankfurt sowie im Tierpark Berlin.

Kurzschnabeligel erreichen eine Kopfrumpflänge von 35 bis 53 Zentimeter und ein Gewicht von 2,5 bis 7,2 Kilogramm. Einen Schwanz haben sie Eier. Auffallendste Merkmale sind die gelben oder gelb-schwarzen Stacheln am Rücken und an den Hüften, die an die Igel erinnern, mit denen diese Spezies übrigens nicht verwandt ist. Außerdem die lange, röhrenförmige Schnauze. Das übrige Fell ist bräunlich gefärbt und kann, wie auf dem Bild zu sehen ist, teilweise die Stacheln bedecken. Am Unterleib ist das Fell heller. Diese Tiere bewohnen einige von Lebensräumen und sind vorwiegend dämmerungsaktiv oder nachtaktiv, außerhalb der Paarungszeit sind sie außerdem Einzelgänger. Ihre Nahrung besteht fast ausschließlich aus Ameisen und Termiten, diese nehmen sie mit ihrer langen, klebrigen Zunge auf. Anschließenden zerkleinern sie die Nahrung, indem sie sie zwischen Zunge und Gaumen pressen. Kurzschnabeligel sind nämlich zahnlos. Sie können in Gefangenschaft übrigens  bis zu 50 Jahre alt werden.

Das zweite Säugetier, das Eier legt, ist der Langschnabeligel. Er wird zum Beispiel in Perth (Australien) gehalten.

Langschnabeligel erreichen eine Kopfrumpflänge von 45 bis 77 Zentimeter und ein Gewicht von 5 bis 16 Kilogramm. Sie sind also ein wenig größer und deutlich schwerer als die Kurzschnabeligel. Bei manchen Tieren sind die vierte und fünfte Kralle an Vorder- und Hinterfüßen zurückgebildet. Im Gegensatz zum Kurzschnabeligel sind ihre Stacheln kürzer, spärlicher vorhanden und, wie beim Kurzschnabeligel, teilweise im Fell verborgen. Zudem sind Langschnabeligel hochbeiniger. Auch ist die röhrenförmige Schnauze länger und deutlich nach unten gebogen, durch sie verfügt der Langschnabeligel über einen exzellent ausgebildeten Geruchssinn. Das Fell ist entweder braun oder schwarz. Langschnabeligel bewohnen Waldgebiete auf Neuguinea in ca. 2000 Metern Höhe. Ihre Nahrung besteht in erster Linie aus Regenwürmern, die sie mit ihrer langen, klebrigen Zunge aufnehmen, wobei ihnen kleine Widerhaken an der Zunge helfen. Etwa einen Monat nach der Paarung wird ein 17 mm großes Ei in den Brutbeutel gelegt, den die Tiere am Körper haben; so wie ein Känguru. Ungefähr eine Woche später schlüpft das Jungtier und verbringt ca. zehn Tage im Beutel. Nach weiteren zehn Tagen verlässt das Junge den Beutel und befindet sich die nächsten Wochen über in einem Nest; die Mutter sorgt während dieser Zeit weiterhin für ihren Nachwuchs. Das höchste je erreichte Alter eines Langschnabeligels in Gefangenschaft betrug 31 Jahre, für die freie Wildbahn liegen bis jetzt jedoch noch keine Zahlen vor.

Das letzte eierlegende Säugetier ist das Schnabeltier. Ich nehme an, das die meisten von euch dieses Tier bereits kennen. Trotzdem hier ein paar kleine Infos:

Der Körperbau des Schnabeltieres ist flachgedrückt und stromlinienförmig, es hat gewisse Ähnlichkeiten mit einem flach gebauten Biber und hat auch einen vergleichsweise platten Schwanz. Dadurch kann es schneller schwimmen und tauchen. Der Körper und der Schwanz sind mit braunem, wasserabweisendem Fell bedeckt, damit dem Tier nicht kalt wird. Die vorderen und hinteren Füße tragen Schwimmhäute. Die Körperlänge der Schnabeltiere beträgt rund 30 bis 40 Zentimeter, der Schwanz, der als Fettspeicher verwendet wird, ist 10 bis 15 Zentimeter lang. Schnabeltiere erreichen ein Gewicht von 0,5 bis 2,5 Kilogramm, wobei Männchen rund ein Drittel größer als Weibchen werden. Wie bei allen Kloakentieren münden bei ihnen die Ausscheidungs- und Geschlechtsorgane in einer gemeinsamen Öffnung, der „Kloake“. (Zwischenkommentar: Alle eierlegenden Säugetiere sind Kloakentiere). Schnabeltiere bewohnen Süßwassersysteme des östlichen und südöstlichen Australien. Sie bevorzugen saubere, stehende oder fließende Gewässer. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über die Bundesstaaten Queensland, New South Wales, Victoria und die Insel Tasmanien. Auf der Känguru-Insel wurden sie erfolgreich angesiedelt. Schnabeltiere sind Fleischfresser, ihre Nahrung besteht vorwiegend aus Krabben, Insektenlarven und Würmern. Sie suchen ihre Nahrung unter Wasser. Dazu holen sie tief Luft und tauchen unter, auf diese Weise können sie rund zwei Minuten unter Wasser bleiben.

Das war also mein Bericht zu den Kloakentieren/ eierlegenden Säugetieren. Wenn er euch gefallen hat, könnt ihr Kommentare geben, schreibt sie einfach in die untere Box. Wenn ihr keine Kommentare habt, schreibt sie nicht darein. ;D Ansonsten bis später. Euer Louis0102 ;)

 

Quellen: de.wikipedia.org/wiki/Schnabeltier#Merkmale

de.wikipedia.org/wiki/Langschnabeligel

de.wikipedia.org/wiki/Kurzschnabeligel

 

                                

 

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Kommentare (2)
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Sortieren nach Aktualität:
30.08.2014
RabanJ hat geschrieben:
Ich liebe Schnabeltiere aber ich finde es schade das manche sie als äußerst hässlich bezeichnen.
12.08.2014
Lisa18 hat geschrieben:
Vielen Dank für den aussergewöhnlichen Bericht, denn ich habe um ehrlich zu sein, noch nie etwas von Säugetieren gehört die Eier legen! Ist der Vorgang vom Langschnabeligel derselbe, wie beim Kurzschnabeligel? Und wie machen das die Schnabeltiere?
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