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© V. Kess / WWF-Canon
Ölpalmplantagen in Indonesien


von Franzi
28.03.2010
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Palmen – so weit das Auge reicht. Sanft wiegen sie sich im leichten Wind, alles sieht idyllisch aus. Ein Fläche, so groß wie Belgien, erstreckt sich vor einem, alles nur Ölpalmen. Hübsch sieht es aus, aber ist es auch natürlich?

 

Nein, natürlich ist es nicht. Auf dem Gebiet, welches sich auf Sumatra befindet, fand man vor wenigen Jahren noch Regenwald. Jetzt sind es fast nur noch Palmen. Palmen, Palmen und noch mal Palmen. Doch wozu braucht man so viele Palmen?

 

Die Antwort ist relativ einfach: wie ihr Name schon sagt, lässt sich aus den Ölpalmen Öl gewinnen. Und das ist im Moment sehr beliebt. Wir finden es überall: einmal natürlich dort, wo wir es vermutlich auch verwendet hätten: im Essen. Neben dem normalen Speiseöl wie wir es kennen verwendet man Palmöl aber auch in Fertigsuppen, Tiefkühlpizzen, Pralinen, Kakaoglasuren und in Eiskonfekt. Und damit hätten wir gerade mal ein paar Beispiele aus der Liste der Lebensmittel. Daneben findet man Palmöl auch in Kosmetika, wie z.B. Lippenstiften, in Seifen, Waschmittel, Shampoos und Cremes. Der WWF schätzt dass in ca. jedem zehnten Produkt aus dem Supermarkt Palmöl enthalten ist.

 

Woher kommen denn nun eigentlich die Massen an Palmöl, die für diese ganzen Produkte gebraucht werden?

Palmölplantagen findet man hauptsächlich in Südostasien, 44% des globalen Palmöls kommen aus Indonesien. 

7,1 Millionen Hektar Palmölplantagen findet man allein dort, in Malaysia sind 13,6% der Staatsfläche mit Palmen bepflanzt. Die Ausmaße sind schier unermesslich und die Zerstörung des Regenwaldes, der einst auf diesen 7,1 Millionen Hektar Vorrang hatte, leider auch.

 

Des weiteren steigt die Nachfrage nach Biodiesel, der auch aus Palmöl hergestellt wird, stetig an, was das Tempo, in dem Regenwald zu Gunsten von Palmen gerodet wird, weiter steigert. Mit dem Regenwald geht auch der Lebensraum vieler Tiere, wie z.B. der des Sumatra-Nashorns, des Sumatra-Tigers oder des Orang-Utans immer mehr verloren. 

Und nicht zuletzt setzt die Brandrodung und generell das Bauen immer neuer Plantagen extrem viel CO2 frei.

 

Was können wir dagegen tun? Palmöl ist in zu vielen verschieden Produkten, als dass wir ohne weiteres darauf verzichten könnten. Das hat auch der WWF eingesehen setzt sich stattdessen dafür ein Zertifikate für Firmen zu entwickeln, die ihr Palmöl von Plantagen beziehen, die nicht auf Kosten des Regenwaldes entstanden sind, sondern auf Brachland oder vorher schon landwirtschaftlich genutzen Flächen. Bis jetzt ist es dennoch noch so, dass nur 10 von insgesam 60 der größten europäischen Palmölhersteller und Produzenten auf solche Zertifikate Acht geben. Es liegt also immer noch ein langer Weg vor uns um zu verhindern, dass unser Regenwald immer mehr verschwindet. 

 

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Kommentare (1)
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11.05.2010
LeLe hat geschrieben:
Super interessanter Artikel, Franzi!
Es ist echt wichtig das Problem zu kennen, damit man es lösen kann!
Die wenigstens wissen, wo sich überall Palmöl versteckt, woher es kommt und warum die Ölpalmen ein Problem sind. Die Erfahrung habe ich jedenfalls gemacht, als ich Palmöl in meinem Freundeskreis erwähnt habe.
Es gibt so viele Alternativprodkte und ich bin überzeugt, dass es eine Lösung gibt. Aber, wie du sagst, es ist immer noch ein langer Weg!
Danke für den super Artikel, werde ihn weiterempfehlen....
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