Mit vollem Einsatz!


Es gibt noch Hoffnung


für Südamerikas Naturwunder!


© Staffan Widstrand / WWF

So hilft der WWF:

Immer auf Achse und das Ziel vor Augen!

© Zig Koch / WWF

Mit Zelt, Poncho, Computer und GPS zum großen Ziel. Es ist wie David gegen Goliath, doch die Hoffnung wächst! Zwei der größten WWF-Projekte sind im Amazonasgebiet zu finden - in Juruena und am Putumayo-Fluss. Beide Projektgebiete sind zusammen mit mehr als 6,3 Millionen Hektar fast so groß wie Bayern!

 

Konkrete WWF-Projekte im Überblick:

Magisches Juruena

Das letzte Teil des Schutzgürtels gegen die Entwaldung
© Zig Koch / WWF

Der Juruena-Nationalpark ist ein Hoffnungsschimmer für den südlichen Amazonas-Regenwald. Am 5. Juni 2006 wurde er gegründet - damals mit 1,9 Millionen Hektar schon so groß wie Sachsen! Aber warum ist gerade dieser Nationalpark so wichtig für das Amazonasgebiet?

© Zig Koch / WWF

Dichter, fast unberührter Regenwald, aber auch kulturelles Highlight! Hier leben indigene Völker wie die Mundurucu oder Kayabi. Der Artenreichtum in dieser Ecke zaubert ein Lächeln auf das Gesicht jedes Biologen. Doch noch etwas macht den Nationalpark so wichtig für das Amazonasgebiet: Er ist ein wichtiges Glied in der Kette geschützter Regionen.

© Zig Koch / WWF

Mit Hilfe der brasilianischen Regierung hat der WWF ein Mosaik aus Nationalparks geschaffen! Wichtige Zonen wurden Stück für Stück zusammengeführt. Mit dem Juruena-Nationalpark und zusammen mit neun weiteren Schutzgebietsflächen in der benachbarten Apuí-Zone (2,4 Millionen Hektar) konnte 2006 der Schutzgürtel gegen die Entwaldung aus dem Süden geschlossen werden.

Danach konnte der WWF mit der eigentlichen Arbeit beginnen. Ein Managementplan für den Nationalpark und das Apuí-Schutzgebietsmosaik wurde erarbeitet. Darin wurden unter anderem Zonen mit nachhaltiger Nutzung und Gebiete ohne jeglichen Zutritt festgelegt sowie nötige Schutzmaßnahmen geplant.

Das Engagement des WWF führte auch zu mehr Initiative auf Behördenseite. So fanden seit 2008 mehrere Razzien statt. Illegale Naturzerstörung wie Landbesetzung, Holzeinschlag und Goldsuche wurden gestoppt - ein großer Erfolg in einer Region, in der staatliche Organe normalerweise kaum präsent sind.

© Zig Koch / WWF

Die Entwaldungsfront ist gefährlich nah an das Schutzgebiet herangerückt. Die klare Trennlinie des Gebietes darf keine Grenze zwischen Leben und Tod sein. Auch jenseits des Nationalparks muss verantwortungsvoll mit dem Wald umgegangen werden. Also erstellt der WWF Managementpläne für die ganze Region. Und er unternimmt Expeditionen in unerforschte Gebiete, um zu beweisen, wie wichtig deren Schutz ist. Die lokale Bevölkerung spielt auch hier eine wichtige Rolle. Neben neuen Arbeitsplätzen kümmert sich der WWF um Umweltbildung in den Schulen.

Grenzfluss Putumayo:

Grenzen überwinden
© Roberto Maldonado / WWF

Es braucht einen gut durchdachten Plan, um den Regenwald am Putumayo-Fluss vor Brandrodung und illegalem Holzeinschlag, gigantischen Verkehrsprojekten und Ölbohrungen zu schützen! Und der sieht so aus: 2009 gelang es dem WWF und seinen Partnern nach Jahren der Verhandlung, die drei Nachbarländer dazu zu bringen, ihren Regenwald grenzüberschreitend zu schützen. Sie legten das trinationale Naturschutzprogramm als eine Priorität für ihre Umwelt-Agenda 2012 bis 2016 fest. Ein Patrouillen-Team wurde aufgebaut, das von Booten aus die Region grenzüberschreitend kontrolliert.

Das ist enorm wichtig, weil unter dem Regenwald große Reserven Erdöl schlummern. Immer mehr Wald wird vom Westen her für Land- und Viehwirtschaft gerodet. Zudem überlegen die drei Staaten, den Fluss zu einer gigantischen Wasserstraße auszubauen.

© Anton Vorauer / WWF

Doch gibt es in den Regierungen von Ecuador, Peru und Kolumbien auch Kräfte, die den Regenwald von Putumayo erhalten wollen. Drei große Schutzgebiete wurden in der Region bereits ausgewiesen: In Ecuador das 600.000 Hektar große Cuyabeno-Reservat, in Kolumbien der La Paya-Nationalpark mit 422.000 Hektar und im peruanischen Projektgebiet der 590.000 Hektar große Güeppi Sekine-Nationalpark zusammen mit zwei Indigenen-Reservaten.

Der WWF möchte das Einzugsgebiet des Putumayo als Ganzes schützen. Deshalb arbeitet er mit den Umweltbehörden der drei Länder sowie den drei Schutzgebietsverwaltungen zusammen. Letztere unterstützt die Umweltstiftung finanziell wie logistisch und hilft mit, neue Schutzgebiete auszuweisen und zu überwachen. Mittlerweile wurde mit der systematischen Überwachung der Projektregion begonnen. Ranger dürfen zum Beispiel illegale Holzfäller festhalten und der Polizei übergeben.

© Robert Maldonado / WWF

Die EU unterstützt das Projekt finanziell. Weitere Partner sind in Kolumbien die Stiftung Tropenbos und in Peru die Indianerorganisationen AIDESEP und CEDIA. Alle gemeinsam wollen diese Region Amazoniens schützen und nachhaltig entwickeln.

Darüber hinaus haben die Putumayo-Partner weitere Ziele: Den hier lebenden indigenen Völkern das Recht auf nachhaltige Nutzung der Naturressourcen zu gewähren und bei Energie- und Infrastrukturprojekten die Umweltverträglichkeit zu prüfen, um die Rechte der lokalen Bevölkerung, die Artenvielfalt und die Umweltdienstleistungen des Waldes zu berücksichtigen.

Der WWF entdeckt 1.200 Arten:

Eine Expedition in eine andere Welt!
© David Lawson / WWF-UK

Eine Spinne die so groß ist wie deine Hand. Ein Fisch, der eine Mischung aus Piranha und Nemo sein könnte. Und ein Tarzan in Gestalt eines Frosches... Klingt alles kurios, ist aber wahr. Dies sind nur einige der Entdeckungen des WWF im Amazonasgebiet. Insgesamt sind in den letzten zehn Jahren rund 1.200 Arten entdeckt worden! Das entspricht einer neuen Art alle drei Tage!

© Zog Koch / WWF-Brazil

Diese Funde zeigen der Welt, wie wichtig Amazonien für die Erde ist. So finden Forscher im Regenwald immer wieder Pflanzenarten, die in der Medizin bei bestimmten Erkrankungen neue Heilungschancen bieten. Doch wie lange ist die üppige Vielfalt noch vorhanden? In den letzten 50 Jahren wurden rund 17 Prozent des Amazonas-Regenwaldes zerstört, ein Gebiet doppelt so groß wie Spanien. Deshalb setzt sich der WWF so entschlossen für den dauerhaften Schutz dieser biologischen Schatzkammer ein!

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