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© James Frankham / WWF


von FelicitasVulkanisiert
25.11.2011
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Seit einigen Wochen beschäftige ich mich mit dem Nationalpark Yasuní. Bevor ich diesen kurzen Artikel anfing zu schreiben, habe ich natürlich in der WWF- Jugend recherchiert, ob nicht schon ein ähnlicher Bericht existiert. Zugegebenermaßen war die Recherche nicht sehr ausführlich und ich gab den Begriff lediglich in die Suchfunktion ein. Ich war völlig erstaunt, dass keine Ergebnisse aus dieser Suche resultierten. Deshalb möchte ich euch das Projekt kurz ans Herz legen, falls Ihr noch nicht davon gehört habt:

Yasuní ist ein riesiger Nationalpark in Ecuador. 1989 wurde er von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. Auszeichnend ist vor allem seine Unberührtheit, weshalb er relativ intakt ist. Somit ist er von globaler Bedeutung für eines der höchsten Ziele des WWFs- den Schutz der Biodiversität. Nun konkret zur Problematik:
Unter diesem artenreichen Gebiet liegen riesige Erdölvorkommen und ihr ahnt es vielleicht schon, diese sind wahnsinnig begehrt. Schon im September 2007 bot Ecuadors Präsident Rafael Correa der Weltgemeinschaft an, auf Ölbohrungen in diesen Gebieten zu verzichten, wenn diese für die Hälfte des entgangenen Gewinns aufkommen würden. Dabei handelt es sich um geschätzte 3,5 Milliarden Dollar.
Viele Länder unterstützten das Projekt bereits in der Vergangenheit, doch große Regierungen wie die USA, China oder Russlands beteiligten/beteiligen sich nicht. Deutschland erklärte sich bereit. Doch einer steht im Weg- Dirk Niebel. Mit der Meinung unseres Entwicklungsministers steht und fällt alles. Zieht Deutschland als Vorbild nicht mit, könnten viele andere wichtige Länder sich ebenfalls gegen eine Unterstützung entscheiden.
Ich möchte jetzt auch gar nicht weiter auf die Thematik eingehen, viele von Euch werden auch schon davon gehört haben. Aber:
Soweit ich weiß, endet das Projekt Ende diesen Jahres. Deshalb: sammelt Spenden!
Ich habe mich mit einer Freundin zusammengetan und wir haben heute beispielsweise als SV- Aktion Spenden in den großen Pausen gesammelt. Im Hintergrund lief eine Powerpoint zum Thema. In einer halben Stunde haben wir knapp 50€ gesammelt mit dem Slogan: „Seid dabei ab 7ct.“. Die Leute haben uns sämtliches Kleingeld ihrer Portmonees gegeben und manche sogar mehr... Man muss kein Umweltschützer sein, um 7ct. zu spenden. Solche Aktionen wollen wir in den kommenden Wochen wiederholen.
Wenn unsere Regierung diesen Preis für Nachhaltigkeit nicht zahlen möchte, obwohl sie es könnte, müssen wir das tun!

Falls Ihr mehr erfahren wollt:

http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/bund-appell-an-bundestag-50-millionen-euro-fuer-yasuni-nationalpark-in-ecuador-bereitzustellen-le/

http://www.yasunigreengold.org/es/yasuni-endorsements.html

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Kommentare (4)
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18.12.2011
gelöschter User hat geschrieben:
Wir haben in Geo über Yasuní geredet. Das Thema war "Dschungel oder Öl" und wir haben einen Text aus der SZ vom 14.10.11 gelesen. Dadrin stand zum Beispiel: "Dort holte der US-Konzern Texaco Öl aus dem Busch,macht Milliarden und hinterließ verseuchte Landschaften und kranke Bewohner" oder "Die Parlamentarier erlebten nun auch, dass am Rande von Yasuní bereits gebohrt und Gas abgefackelt wird"

Ist eine Frechheit was Gegner dieses Nationalparks sagen bzw. machen.
27.11.2011
FelicitasVulkanisiert hat geschrieben:
Das freut mich :)
Falls Ihr Spenden wollt, könnt Ihr das hier tun http://saveyasuni.eu/
26.11.2011
planet.love hat geschrieben:
unglaublich das so etwas noch nicht hier erschienen ist, dabei ist ein wichtiges und interessantes Thema/Projekt. Mich persönlich interessiert es wirklich sehr vorallem habe ich bevor ich deinen Artikel gelesen habe, noch nie etwas von diesem Park gehört. Danke =)
25.11.2011
Marcel hat geschrieben:
Danke, Felicitas, dass Du diese Themenlücke bei uns gefüllt hast! Super Artikel! Ich war selbst auch schon in Ecuador und habe dort gesehen, wie schlimm die Erdölförderung für den Regenwald und die Menschen vor Ort ist.
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