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© James Frankham / WWF
Yasuní – mit deiner Unterschrift den Nationalpark retten!!


von NelEng
07.07.2014
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Der sogenannte Nationalpark Yasuní liegt im südamerikanischen Land Ecuador zwischen den beiden Flüssen Napo und Curaray, in den Provinzen Napo und Pastaza und liegt insgesamt 250 km von der Stadt Quito entfernt. Er hat eine Landfläche von ca. 9.820 km^2, in dessen sich eine Kernfläche von ungefähr 5.000 km^2 befindet. Im Jahr 1989 wurde der Park von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt und ist heute immer noch von globaler Bedeutung für den sogenannten Biodiversitätsschutz, da der Nationalpark in weiten Teilen vom unbeeinflussten Wildnis-Zustand beherrscht wird; eine intakte Vielfalt von Wirbeltieren vorhanden ist; verschiedene indigene Gruppen innerhalb des Nationalparks weitgehend isoliert von äußeren Einflüssen sind und er des weiteren einen IUCN Level-II Protection-Status angenommen hat.

Auch die hohe Artenvielfalt trägt zu einem weltweit anerkannten Nationalpark bei, denn diese gilt in Yasuní als einer der Orte mit der größten Artenvielfalt. Immerhin gibt es 2.274 Baum- und Buscharten in ganz Yasuní, währenddessen sich auf nur einem einzigen Hektar 665 dieser Arten wieder finden. Außerdem sind 593 Vogelarten im System registriert, sowie 60 Fledermausarten; 150 Amphibien-; 121 Reptilienarten; mehr als 4.000 verschiedene Gefäßpflanzen pro 1.000.000 Hektar und zudem ca. 100.000 geschätzte Insektenarten auf einem Hektar. Zusätzlich gibt es in der Flora und Fauna nochmals einen hohen Anteil endemischer Arten.

Auch durch den dort vorhandenen Klimawandel der ein Temperaturanstieg verursachte, erhält der Park nochmal zusätzlich eine besondere Bedeutung für den zukünftigen Artenschutz.

Doch diese Schönheit der Natur soll nun, wie schon vorher geplant, durch Ölbohrungen zerstört werden. Ungefähr 850 bis 950 Millionen Barrel befinden sich im Nationalpark unter der Erde. Im Jahr 2007 hat Ecuadors Präsident Rafael Correa die Yasuní-ITT-Initiative ins Leben gerufen, damit es eine Möglichkeit gibt, den Park vor der Zerstörung zu schützen.

"ITT steht für die bei Probebohrungen entdeckten Ölfelder Ishpingo, Tambococha und Tiputini. Ecuadors Regierung bot an, auf die Erdölreserven zu verzichten, wenn die Industrienationen im Gegenzug einen solidarischen Ausgleichsbetrag in einen Fonds einzahlten. Umweltschützer hatten die Initiative gelobt. Schließlich geht es auch um rund 400 Millionen Tonnen CO2-Emissionen, die vermieden werden könnten, wenn das Erdöl im Boden bliebe." (zitiert aus einem Bericht des Clean Energy Project!)

Hier sind einige Ziele und Vorteile der Yasuní-ITT-Initiative:

• Vermeidung von 407 Mio. Tonnen CO2-Emissionen in die Erdatmosphäre
Folgen:
- eine neue Modalität zu Vermeidung von Treibhausgasemissionen entsteht
- Erdöl- und Gasvorkommen werden in ökologisch hochsensiblen Gebieten in
Entwicklungsländern in der Erde belassen

• Erhalt von außerordentlichen Reichtums an biologischen Arten im Nationalpark, sowie in den restlichen 39 Schutzgebieten und in den indigenen und afro-ecuadorianischen Territorien Ecuadors

• Respekt vor den indigenen Kulturen der nicht kontaktierten Völker des Nationalparks Yasuní

• eine soziale Entwicklung in den Einflussgebieten des Projekts mit Gesundheits- und Bildungsprogrammen und nachhaltigen Arbeitsplätzen

• Unterstützung für den Übergang Ecuadors von einer Erdölförderung basierenden Wirtschaft zu einem nachhaltigen Entwicklungsmodell mit breitangelegter Nutzung erneuerbarer Energiequellen, Respekt vor Artenvielfalt und sozialer Gleichberechtigung
Folge:
- in den folgenden 30 Jahren werden 1 Mrd. Tonnen CO2-Emissionen vermieden und vermindert durch den Erhalt der Ökosysteme, Wiederaufforstung und der Entwicklung sauberer Energiequellen

• Ecuador ist / war darum bemüht, die zu diesem Zeitpunkt bestehende Politik zu ändern

• in der neuen Verfassung von 2008 sind außer in Ausnahmefällen Förderungsmaßnahmen in Schutzgebieten verboten

• mit der ITT-Initiative soll eine solide finanzielle und institutionelle Grundlage für einen wirksamen und dauerhaften Schutz dieser Gebiete geschaffen werden

• es wird nicht ein Ausgleich, sondern ein Solidaritätsbeitrag für gemeinsame internationale Ziele im Rahmen der Bekämpfung des Klimawandels, Erhalt der Artenvielfalt und nachhaltigen menschlichen Entwicklung gefordert

Zusammengefasst vereint die Initiative drei grundsätzliche Ziele:

• Reduzierung der Emissionen durch die Nichtausbeutung fossiler Brennstoffe

• Schutz der Artenvielfalt

• soziale Entwicklung

DOCH DANN DER SCHOCK!!!!
Im August 2013 scheiterte die Initiative aufgrund der, statt erhofften 3,6 Mrd. US-Dollar, in den verbliebenen sechs Jahren nur 13 Mio. zusammen gekommenen US-Dollar. Am 3. Oktober entschied das Parlament der Ölförderung im Nationalpark Yasuní die Erlaubnis zur Bohrung zu geben. Mit den daraus folgenden Gewinnen solle dann die Armut in Ecuador bekämpft werden. ("Hierbei handele es sich dann um ein positives Ereignis, dass durch die Ölbohrungen hervorgerufen wird.")

Und ab hier zählt euer Einsatz!! Rettet den Nationalpark Yasuní durch eure einmalige Unterschrift. Wie der Oscar award winning actor Jared Leto schon sagte: "The future is in your hands." Auch er stimmt für ein Öl-freies Yasuní.

Helft zusammen mit den Kampagnen "Amazon Watch" und "Yasunidos" den Nationalpark Yasuní zu retten, indem ihr auf der Petiton unterschreibt, welche sich auf dieser Seite befindet.

 

 

Quellen:

1. http://tcktcktck.org/2014/04/sign-petition-oil-free-yasuni/61264
2. http://www.cleanenergy-project.de/konventionelle-energien/item/5842-ecuador-stimmt-oelfoerderung-im-yasuni-nationalpark-zu
3. http://de.wikipedia.org/wiki/Yasun%C3%AD-ITT-Initiative
4. http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalpark_Yasun%C3%AD
5. http://www.bing.com/images/search?q=yasun%C3%AD+amazon+watch&qs=n&form=QBIR&pq=yasun%C3%AD+amazon+watch&sc=0-0&sp=-1&sk=#a

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Kommentare (1)
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08.07.2014
Makanie hat geschrieben:
Oh mein Gott. Da versprechen sie erst viel und hinterher stellt es sich als riesige Verarsche-Nummer raus. Ich hasse solche Sachen.
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