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© James Frankham / WWF
Wie viele Arten gibt es auf der Erde?


von Carina
06.09.2011
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Diese Frage beschäftigt den Menschen schon lange, ohne dass je eine genaue Antwort darauf gefunden wurde.

Doch ein internationales Team von Forschern behauptet jetzt, diese Antwort gefunden zu haben.

Und hier ist sie: Auf der Erde leben circa 7,8 Millionen Tiere, fast 300.000 Pflanzen, über 600.000 Pilze, 36.000 tierische Einzeller und 27.000 Algen. Davon sollen geschätzte 86 Prozent der Land- und ganze 91 Prozent der Meereslebewesen noch nicht einmal entdeckt sein.

„Circa“, „fast“, „über“, „geschätzte“ ... Das hört sich aber nicht besonders genau an, findest du?

Stimmt. Hundertprozentig exakt sind diese Angaben noch immer nicht. Aber dank der neuen Berechnungsmethode, die die Wissenschaftler anwandten, sind diese Zahlen genauer als je zuvor. Die exakte Zahl zu bestimmen ist allerdings noch immer unmöglich. Camilo Mora, Erstautor der wissenschaftlichen Studie, schätzt, dass es 480 Jahre dauern wird, bis wir wirklich alle Arten kennen. Eine erstaunliche Zahl, wenn man bedenkt, dass im Moment jedes Jahr etwa 15.000 neue Arten entdeckt werden.

Schön und gut, magst du jetzt denken. Und was haben wir davon? Warum ist es so wichtig, zu wissen, wie viele Arten es gibt?

"Die Zeitbombe des Aussterbens tickt für zahlreiche Arten immer lauter. Deshalb ist es für Wissenschaft und Gesellschaft umso wichtiger, die Inventur über auf der Erde lebende Arten voranzutreiben", erklärt Camilo Mora die Beweggründe des Teams. Nur wenn möglichst alle Arten und deren Zusammenspiel in den einzelnen Ökosystemen bekannt sind, könne die stetig wachsende Weltbevölkerung in Zukunft ernährt werden. Die Schätzung der Gesamtzahl der Arten helfe bei der Suche und der Katalogisierung noch zu entdeckender Spezies.

Auch Robert May von der Oxford University hält diese Erkenntnisse für äußerst wichtig. "Was sich nach Briefmarkensammeln anhört, könnte für die Wissenschaft als auch für die Gesellschaft entscheidend sein", sagt der ehemalige Präsident der britischen Royal Society. So habe beispielsweise eine vor ein paar Jahren entdeckte Reis-Art, gekreuzt mit einer anderen, weit verbreiteten Art, eine um 30 Prozent effizientere Sorte hervorgebracht. "Ohne eine genaue Katalogisierung und Beschreibung wäre das nicht möglich gewesen", sagt May.

Und genauso, wie wir nicht wissen können, wie viele Arten noch darauf warten, entdeckt zu werden, können wir auch nicht wissen, wie viele der Mensch schon ausgelöscht hat, ohne sich ihrer jemals bewusst gewesen zu sein...

Quelle: http://www.geo.de/GEO/natur/oekologie/69488.html
Bilder: © Devin Edmonds WWF, © Karl Csaba WWF, © Georges Naron WWF, © Arthur Gros WWF

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Kommentare (7)
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14.10.2011
Seestern99 hat geschrieben:
interesanter artikle !!! ich finde es gut das viele neue arten noch gefunden werden aber man muss aufpassen das es nicht die falschen leute wissen , die die sie dan ausstopfen !
07.09.2011
WolfGirl hat geschrieben:
Der Bericht ist gut, aber auch wenn bald wieder ein paar neue Tiere entdeckt werden, ändert da ja nichts an dieser "ca." Zahl, oder?
07.09.2011
Carina hat geschrieben:
Hm, ich glaue neu entstehen tun Arten nicht so schnell. Zumindest wenn man mal von Gentechnik absieht :/
07.09.2011
gelöschter User hat geschrieben:
Meiner Meinung nach, kann man nie alle Arten entdecken. Die Erde ist dafür einfach zu groß.
06.09.2011
Babbuina hat geschrieben:
In 480 Jahren sind wieder tausende ausgestorben und neue entstanden. Also kann man kein Zeitpunkt festlegen, da es immer wieder neue Arten gibt.
06.09.2011
Carina hat geschrieben:
Na ja, über diese 480 Jahren streiten sich die Experten allerdings auch. Es gibt auch Leute, die meinen, das wäre zu pessimistisch eingeschätzt. Aber ich denke, wir können uns sicher sein, dass noch einige Jahre Forschung nötig sind, bis wir wissen wie viele Arten es auf unserem Planeten gibt ;)
06.09.2011
JohannesB hat geschrieben:
Erst in 480 Jahren kennen wir also alle Arten? Hmm, dann werde ich wohl mit einer ganz schön großen Wissenslücke sterben ... Aber ich bin gespannt, was so alles in den nächsten Jahren und Jahrzehnten entdeckt wird :) Danke für den Bericht!
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