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© James Frankham / WWF
Ökologische Wüsten statt Dschungel


von marvinhelpdiereenwoud
23.02.2010
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Weil Palmöl lukrativ ist, soll der brasilianische Regenwald den Ölpalmen weichen. Das könnte dramatische Folgen haben.

Ölpalmen speichern weniger Kohlenstoff als ein intakter Regenwald. Die Umwandlung von Urwald in Plantagen trägt damit zur Erderwärmung bei.

Naturschützer haben es schon lange befürchtet: Im südamerikanischen Amazonasgebiet sollen bald in großem Maßstab Ölpalmen angebaut werden. "Palmöl ist unser grünes Erdöl."

Der Anbau lohnt sich: Eine Tonne Palmöl kostet derzeit etwa 320 Euro, zu Hochzeiten waren es sogar knapp 700 Euro.

Bislang dürfen Landbesitzer in Brasilien nur 20 Prozent ihrer Ländereien roden. Nun soll die Abholzung eines weiteren Drittels erlaubt werden, sofern die Flächen anschließend mit Ölpalmen oder Eukalyptusbäumen bepflanzt werden.

Die Auswirkungen für die Artenvielfalt und den Klimaschutz könnten nach Einschätzung von Umweltschützern dramatisch sein: "Palmöl-Plantagen sind ökologische Wüsten, in denen nur wenige Tiere überleben."

Bis zum Jahr 2020 ist der Regenwald auf der Insel Borneo nach den Berechnungen der Umweltschützer wohl verschwunden und mit ihm die etwa 50.000 Orang-Utans, die heute noch dort leben.

 

Enorme Mengen von Kohlendioxid

Das Abbrennen der ursprünglichen Vegetation setze enorme Mengen von Kohlendioxid frei. Erst nach 423 beziehungsweise 319 Jahren ununterbrochener Spritproduktion auf den ehemaligen Waldflächen sei die Kohlendioxid-Bilanz wieder ausgeglichen.

 

Pflanzung durch Steuererleichterungen fördern

Neben Amazonien haben Firmen auch den Choco im Visier - ein extrem feuchtes und artenreiches Regenwaldgebiet entlang der ecuadorianischen und kolumbianischen Pazifikküste: Die Landpreise dort sind sehr niedrig, weil die Region als unsicher gilt und sehr feucht sowie dicht bewaldet ist.

Das Hauptaugenmerk der Unternehmen liegt aber auf Brasilien. In Amazonien könnten Ölpalmen auf ehemaligen Viehweiden oder Sojaäckern angepflanzt werden, argumentieren brasilianische Regierungsstellen. Dafür müssten keine Bäume gefällt werden. Laurance bezweifelt, dass es dabei bleiben wird: "Am lukrativsten ist es, Wald für die Ölpalmen zu roden", sagt er. Mit den Profiten aus dem Holzverkauf ließen sich die aufwendig zu errichtenden und erst nach drei bis fünf Jahren ertragreichen Palmöl-Plantagen am einfachsten finanzieren.

Quelle: sueddeutsche.de

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