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© James Frankham / WWF
Eine neue Rote Liste.


von midori
28.06.2012
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Vor einigen Tagen hat die Weltnaturschutzunion eine neue Rote Liste vorgestellt. Und diese bescheinigt leider keine gute Situation für ungefähr ein Drittel aller untersuchten Arten. Soll heißen: 19.817 Arten gelten als bedroht. Das sind rund 250 Arten mehr als noch im November 2011. Die tatsächlichen Zahlen liegen jedoch bei weitem höher, denn natürlich sind noch immer nicht alle Arten bekannt oder wird ihr Bestand untersucht.


Vom Westpazifischen Grauwal existieren nur noch 130 Exemplare. Mit einer Unterschriftenaktion konnte der WWF 27.000 Stimmen für die letzten seiner Art sammeln. 
© naturepl.com / Mary McDonald / WWF

Die Rote Liste dient als Indikator für den Zustand der Biodiversität auf unserem Planeten. Mittlerweile gibt sie Aufschluss über den Gefährdungsstatus von 64.000 Tier- und Pflanzenarten weltweit. Sie wird in regelmäßigen Abständen von der Weltnaturschutzunion herausgegeben und ist dringend notwendig, um den anhaltenden Abwärtstrend in der Artenvielfalt stoppen zu können. Denn nur was man kennt, kann man schützen.


Der Komodowaran lebt auf verschiedenen indonesischen Inseln und ist vom Aussterben bedroht, weil nicht nur seine Beutetiere stark abnehmen, sondern auch Lebensraumverlust und Isolation ihm zu Schaffen machen. © Michael Poliza / WWF

Neben der Roten Liste der Weltnaturschutzunion gibt es zusätzlich in einigen Ländern auch nationale Rote Listen. Deutschland besitzt sogar welche für jedes einzelne Bundesland! In der ganzen Bundesrepublik wurden rund 40.000 Arten hinsichtlich ihres Gefährdungsstatus bewertet. Über ein Viertel davon gilt als bedroht, beziehungsweise ausgestorben.


Berggorillas zählen zu den größten Menschenaffen, die auf unserer Erde leben. Trotzdem sind sie durch Lebensraumverlust und Wilderei sehr stark vom Aussterben bedroht. WWF Jugend Mitglied Janine war 2009 in Dzanga-Sangha und hat sich angeschaut, wie die Tiere leben. Hier könnt ihr die Expedition nachverfolgen! © Ralph Frank / WWF

Nach Schätzungen von Wissenschaftlern soll es zwischen 10 und 100 Millionen Tier- und Pflanzenarten auf unserer Erde geben. Davon wurden bisher allerdings gerade mal 2 Millionen entdeckt und beschrieben! Umso schrecklicher ist der Fakt, dass mittlerweile jedes Jahr mehrere tausend Arten unwiederbringlich aussterben. Durch den Einfluss des Menschen hat sich die Aussterberate mindestens um den Faktor 1000, wenn nicht sogar 10.000 erhöht.


Wer hätte es gedacht? Auch in Asien leben Löwen! Allerdings nur noch im Gir Nationalpark in Indien. Wird die Unterart nicht konsequent geschützt, könnten die letzten 250 Tiere in den nächsten Jahrzehnten aussterben. © Jörg Edelmann / WWF

Warum sterben aber eigentlich so viele Arten aus? Zu den wichtigsten Faktoren zählen Lebensraumverlust und Umweltverschmutzung. Aber auch die Verdrängung heimischer Flora und Fauna durch invasive Arten und direkte Eingriffe des Menschen, wie etwa Wilderei, tragen einen Großteil zu dieser bedenklichen Entwicklung bei.


Lonesome George - bis vor kurzem war er noch der letzte seiner Art. Vor einigen Tagen ist die letzte Galapagos-Riesenschildkröte der Unterart Chelonoidis nigra abingdoni gestorben. Er wurde mehr als 100 Jahre alt. Ein trauriges Beispiel für das zunehmende Artensterben. © Martin Harvey / WWF-Canon

Durch das Artensterben ist allerdings auch der Mensch unmittelbar bedroht! Pflanzen und Tiere haben einen Eigenwert in ihrem Ökosystem. Gerät dieses durch zunehmendes Artensterben durcheinander, so kann das auch Folgen für uns Menschen haben. Nahrung, Wasser und Medizin hängen in weiten Teilen der Erde von gesunden und funktionierenden Ökosystemen mit einer hohen Artenvielfalt ab.


Der Chinesische Flussdelfin ist vermutlich schon ausgestorben. Das letzte Mal wurde ein Exemplar 2002 im Jangtse gesichtet. © Chinese Academy of Science / WWF

"Die biologische Vielfalt ist unsere Lebensversicherung und wir sollten uns mit allen Kräften bemühen sie zu bewahren", betont auch noch einmal Vera Weißmann, die als Artenschutzexpertin beim WWF Deutschland arbeitet.

Wie der WWF zum Thema Artenschutz arbeitet, könnt ihr euch hier nochmal genauer anschauen.

 

Der gefährdete Rotkehl-Brilliantkolibri
© Chris Sloan / WWF


Auch der Große Panda, Symbolfigur des WWF, ist vom Aussterben bedroht. Es gibt nur noch rund 1600 Tiere. Der WWF arbeitet seit mehr als 25 Jahren an einem langfristig stabilen Bestand der seltenen Bären. © Bernard de Wetter / WWF

********
Titelbild: Nördliche Breitmaulnashörner © Michael Poliza / WWF

Hier könnt ihr auch noch die Fotogalerie des WWF zu bedrohten Arten anschauen! ;o)

 

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Kommentare (25)
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03.08.2012
vicktoria hat geschrieben:
kurz:einfach selbstzerstoererisch
03.08.2012
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
14.07.2012
angie196 hat geschrieben:
@ Laurii: Ich bin gegen Riesen oder Roboterangriff :D viel zu gruselig und gefährlich, dann lieber politische Maßnahmen wie die Ein-Kind-Politik in China ;D
04.07.2012
Murmel hat geschrieben:
Ich kann es nicht sehen , wie die Tierarten unter unseren Bevölkerungswachstum , Rodung der Wälder , Jagd auf manche Tiere, Waldbrände und noch mehr . Das sind nur einige Ursachen und bald wenn nur noch wenige Tiere gibt geht es auf uns Menschen.
Dann sind wir vielleicht auch bald Geschichte.
Die Politiker , die anderen wichtigsten Menschen der Welt langsam aber sicher wach rütteln!!
Es kann nicht mehr so weiter gehen!! Ich leide mit den Tieren und es schmerzt in meiner Seele!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!Ich überlege 2x bevor ich ein Tier weh tue oder nicht , egal ob von der Ameise bis blau Wal!!
RETTET DIE TIERWELT !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
03.07.2012
Laurii hat geschrieben:
@Anna-K: Wir haben einfach keine natürlichen Feinde mehr... Vielleicht sollten ein paar Riesen vom Himmel fallen, die würden die Rolle als unser Natürlicher Feind annehmen. (ok.. aber es müssen liebe Riesen sein die auf die Umwelt achten und keine kleinen Tiere zestampfen..:D ok doch nicht so eine gute Idee... wir würden warscheinlich eh die Riesen abschlachten und den Krieg gegen sie starten.) Aber vielleicht haben wir Menschen in den nächsten Jahren eine so hohe Technologie erreicht, das sich unsere Maschienen und Roboter selbstständig machen und gegen uns richten. (Könnte ich mir ehrlich gesagt vorstellen, auch wenn ich es mir eig nicht vorstellen will....) Naja mal sehen wie die Mensch-Umweltbeziehung in der Zukunft sein wird.
03.07.2012
Anna-K. hat geschrieben:
da muss ich Himbeere zustimmen. Eigentlich wäre es für die Erde doch mal ganz günstig, wenn dem menschen was zustoßen würde. Klingt zwar ziemlich hart, aber auf die Prognose bin ich in letzter zeit immer häufiger gestoßen. Wir sind einfach zu viele. Wenn man sich ein wenig an die ökologiestunden erinnert, dasnn weiß man dass das normalerweise in keiner population funktioniert...
02.07.2012
Himbeere hat geschrieben:
Der Bevölkerung ist das egal. Denn mal ehrlich - ihnen selbst wird nichts passieren.... :-( Wir stehen ganz oben was aber ehißt irgendwann sind wir auch dran. Objektiv betrachtet würde ich sagen, naja es sterben Tierarten aus, irgendwann wird also auch automatisch der Bestand der Menschen reduziert. Außerdem muss jede Tierart mal aussterben, incl. wir. Danach werden sich dann neue Arten entwickeln - dass war schon immer so.
Das klingt jetzt vielleicht hart, aber die einen sterben schnell, die anderen langsam, am Ende aber alle...
02.07.2012
Hanja hat geschrieben:
Schön, wie du dass alles zusammengefasst hast!!

@Kathrin: Ich denke es ist wichtig, im eigenen Land bzw. Bundesland anzufangen. Dazu muss man sich die Rote Liste von Deutschland anschauen und überlegen, wie man im eigenen Leben helfen kann. Ich denke da nicht an Spenden, viel eher sollte man sich informieren, durch was die Arten bedroht werden und was man im Alltag ändern kann um dies zu vermeiden!!
02.07.2012
Kathrin hat geschrieben:
Das ist ja total furchtbar :(
Dagegen muss man doch etwas machen können,also wie können wir denn helfen?
02.07.2012
Wasserjunge hat geschrieben:
Hm... echt schlimm ;(.

Gibt es denn auch Tier/Pflanzenarten die von der "Roten Liste" gestrichen wurden? ;)
30.06.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Ich hab es heute in Zeitungen gelesen und ich kann es nicht fassen.
Es sind einfach so viele Tiere neu auf die Liste dazugekommen und das macht mich einfach traurig.
Besonderst wenn ich merke, dass es vielen Leuten dann auch noch egal ist.
Die Bevölkerung muss sich doch endlich mit dem Thema auseinandersetzen und merken, dass wir etwas falsch machen.
Wir nehmen Tieren den Lebensraum weg, verändern unser eigenes Klima zum negativen und konsumieren wie wild, obwohl wir das nicht brauchen.
Und vielen Leuten ist das entweder nicht bewusst oder sie ignorieren es einfach.
Ich verstehe auch nicht, weshalb nicht mehr dazu in den Nachrichten und Zeitungen endlich kommt, außer ein paar kleine Artikel oder 10 sekunden Beiträgen.
Das ist ein ernsthaftes Thema, das nicht einfach so unter den Teppich gekehrt gehört.
Vielen Menschen fehlt es heute leider an Empathie und Verständnis.
29.06.2012
Zerschmetterling hat geschrieben:
Ich wuerde sehr gerne mal Positives in der Richtung hoeren.
Und das gefaellt mir gar nicht.
Da hatten viele Nativ Americans mit ihren Bekundungen, dass der "weisse Mann" sein eigenes Bett vollspeit bis er darin zu ersticken droht, leider Recht.
Wir sollten anfangen sauber zu machen!

P.S: Schreibe mit spanischer Tastatur - deswegen diese "Kreuzwortraetzel - Rechtschreibung".

Peace
29.06.2012
Aquene hat geschrieben:
Diese Zahlen müssten doch eigentlich der ganzen Welt zeigen dass wir etwas tun müssen. Es werden jedes Jahr mehr Tiere und Irgendwann gibt es gar kein Leben mehr hier auf der Erde wenn die welt nicht sowieso schon untergeht ; )
29.06.2012
Christina1107 hat geschrieben:
Schockierend. Wir haben so eine Artenvielfalt auf dieser erde und die müssen wir bewahren. Schade, dass viele Menschen so was nicht wahrhaben wollen.. Wie Carina schon gesagt hat sind es wunderschöne Bilder im Kontrast mit dem schockierenden Inhalt. Ist dir gut gelungen... :)
29.06.2012
Carina hat geschrieben:
Wunderschöne Bilder, die in traurigem Kontrast stehen zu dem furchtbaren Inhalt Deines Artikels...
29.06.2012
LSternus hat geschrieben:
Traurig, der Tod von Lonesome George hat mich besonders mitgenommen.
Wir müssen unsere Anstrengungen deutlichst erhöhen, wenn wir die Rote Liste kürzen wollen, ohne dass Die Tiere aussterben.
29.06.2012
Killari hat geschrieben:
Ein trauriges Fazit. :(
Die roten Listen sollten viel mehr an die Öffentlichkeit gebracht werden. An den meisten Menschen geht sowas vollkommen vorbei, aber ich denke, wenn uns der Schwund der Artenvielfalt tagtäglich vor Augen gehalten würde, würden sich viel mehr Menschen auch engagieren.
28.06.2012
Greenlaura hat geschrieben:
Oh nein... und wenn man bedenkt das ausschließlich wir( also die MEnschen) dran schuld sind ... so viele Tiere die vom aussterben bedroht sind sind voll schön ... :(

Sehr guter BEitrag übrigends
28.06.2012
Anne95 hat geschrieben:
Einfach schrecklich, dass man das nicht stoppen kann... :-(
28.06.2012
Veggieburger hat geschrieben:
Es ist einfach traurig, wenn Tierarten aussterben, bevor sie entdeckt werden ;(
28.06.2012
Chrissi96 hat geschrieben:
*sie
28.06.2012
Chrissi96 hat geschrieben:
Traurig....leider gibt es zudem noch viel zuwenige Helfer...
hoffentlich merken die menschen was isie anrichten.....:(
28.06.2012
killerwal hat geschrieben:
mit den artensterben gefähren wir uns selber!! wenn eine art ausstirbt, sterben auch andere arten aus, den sie ernähren sich z.b. von denen! es ist echt traurig :( :(
28.06.2012
Viveka hat geschrieben:
Einfach nur traurig! Der Mensch muss endlich lernen, mehr Rücksicht zu nehmen! Es kann doch nicht sein, dass die Liste Jahr um Jahr immer länger wird!
28.06.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Wie traurig es ist, dass wahrscheinlich viele Arten ausgestorben sind bevor wir überhaupt wussten, dass es sie gibt. Sehr sehr traurig :(
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