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© James Frankham / WWF
Der Rotaugenlaubfrosch - Ein bunter Kletterer


von RichardParker
27.06.2015
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Hallo meine Lieben,

Ein Laubfrosch, der wie viele seiner Artgenossen, mager und langgliedrig wirkt und zudem auch noch bunt! Der Rotaugenlaubfrosch (Agalychnis callidryas).

Hier sind ausnahmsweise die Weibchen mit rund 8 Zentimetern, gut 2 Zentimeter größer als die Männchen. Ihre roten Augen mit der senkrechten schwarzen Pupille fallen besonders eben durch ihre intensive Färbung auf. In der Nacht wirken diese rundlich.  Bei Jungfröschen ist die Iris allerdings noch eher gelblich.

Auch der restliche Körper ist sehr farbintensiv und auffällig, was aber regional unterschiedlich ist. Die Oberseite ist hellgrün, die Flanken können eine blaue, bräunliche oder purpurne Färbung haben. Die Seiten sind meistens gelb oder cremefarben, die Bauchdecke ist weiß. Ihre Haut ist sehr giftig, enthält aber hochwirksame Peptide zum Schutz vor Hautkrankheiten.

Wenn sie schlafen, heften sie sich meist hoch oben in den Bäumen an Blätter an. Charakteristisch ist die eng anliegende Beinhaltung an den Rumpf sowie Nickhäute, transparente goldfarbene Netze, die beim Schließen der Augen eingesetzt werden. Dies dient zum Schutze und der Tarnung der auffälligen Augen. Männchen haben größere Trommelfelle und eine innere Kehlschallblase.

Die Agalychnis callidryas kommen in Mittelamerika vor. Ihr Areal reicht von Südost-Mexico bis an die kolumbianische Grenze von Panama. Vereinzelt kommen sie auch Botanischen Gärten vor. Vor allem Tiefland-Regenwälder werden besiedelt, es können dabei, aber Höhenlagen über 1250 Metern erreicht werden.

Rotaugenlaubfrösche sind nachtaktiv und jagen meist wirbellose Tiere am Boden. In der Regenzeit von November bis Mai ist Balz- und Paarungszeit. An Stillgewässern werben sie mit "Chack" - Lauten um die Weibchen. Einem Lachen oder Trällern ähnlicher Laut dient der Abschreckung von Rivalen.

Das Weibchen legt nach dem Akt rund 40 Eier. Nach nur 6-8 Ragen Embryoentwickeln schlüpfen die Kaulquappen und nach 80 Tagen beenden sie ihre Metamorphose zum Laubfrosch und können das Wasser in das die Eier gelegt wurden verlassen. Nach 2 Jahren sind sie geschlechtsreif.

Aufgrund des großen Verbreitungsgebietes gelten die Frösche als noch nicht gefährdet. Allerdings wirken sich lokale Habitatsverluste negativ auf die Populationen einiger Arten aus.

Bildquellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Rotaugenlaubfrosch#/media/File:Red_eyed_tree_frog_edit2.jpg

https://de.wikipedia.org/wiki/Rotaugenlaubfrosch#/media/File:Red-eyed_Tree_Frog_(Agalychnis_callidryas)_mating_pair.jpg

https://de.wikipedia.org/wiki/Rotaugenlaubfrosch#/media/File:Agalychnis_callidryas.jpg

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Kommentare (1)
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28.06.2015
Luke24 hat geschrieben:
Krass, dass die Pupille manchmal rund und manchmal "schlitzförmig" erscheint!
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