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© James Frankham / WWF
Brillenbären - Südamerikas größtes Raubtier an Land in Gefahr!


von FabianN
19.08.2011
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 Eine eher unbekannte, jedoch unbestritten faszinierende Art der Bären:
Der Brillenbär (Tremarctos ornatus), auch Andenbär genannt, gehört zur Familie der Großbären (Ursidae) und ist die einzige noch lebende Art der Kurzschnauzbären (Tremarctinae), eine Unterfamilie der Bären. Der Brillenbär erreicht ein Standhöhe von bis zu 200 cm, auf vier Tatzen eine Schulterhöhe von bis zu 90 cm. Zu dieser beachtlichen Größe besitzt diese Tierart ein Gewicht von 130 bis 170 Kilogramm. Weibchen bleiben dagegen um einiges kleiner, sodass diese ein Normgewicht von ungefähr 70 Kilogramm haben. Der dichte Pelz eines dieser Tiere ist meist schwarz, manchmal kommt auch eine braune Färbung vor. Auf der Brust ist eine weißliche bis gelbliche Musterung zu finden. Von der Stirn bis zum Nasenrücken besitzt der Brillenbär einen weißen bis gelben Strich, welcher so aussieht, als träge der Brillenbär eine „Brille“. So bekam diese Bärenart ihren Namen. Der Kopf dieser Tiere ist groß und breit, mit einer kurzen Schnauze. Die Ohren sind klein und abgerundet. Die kräftig gebauten Beine des Brillenbären sind ebenfalls kurz und enden in fünf Zehen mit mächtigen Krallen, die er nicht einziehen kann. Mit Hilfe seiner Krallen, kann der Nasenbär perfekt klettern. Der ausgeprägteste und wichtigste Sinn dieser Tiere ist ihr Geruchssinn. Durch ihn kann er auf große Entfernung seine Nahrung und auch Gefahr wittern. Ein Brillenbär ist hauptsächlich dämmerungs- und tagaktiv.

Das Fortpflanzungsverhalten und das Verhalten der Jungbrillenbären:
Da der Brillenbär ein Einzelgänger ist, treffen die Geschlechter nur für kurze Zeit in der Paarungszeit aufeinander, welche zwischen dem März und dem Oktober liegt. Die genaue Dauer der Trächtigkeit ist leider nicht bekannt, aufgrund der Eigenschaft, dass die befruchtete Eizelle mehrere Monate im Uterus verweilen kann und sich erst dann im Uterus einnistet. Dies führt dazu, dass die Jungen dann geboren werden, wenn ein reichhaltiges Nahrungsangebot besteht. Durch die verzögerte Einnistung im Uterus, kann eine Brillenbärin also den Geburtstermin der Jungtiere beeinflussen. Je nach Wurf kommen ein bis drei Junge zur Welt. Diese wirken, wie auch andere Bärenjungen, sehr klein für ihre spätere Größe und wiegen nur 300 bis 400 Gramm. Sie sind noch hilflos, blind und nackt. Bereits nach einem Monat folgen sie ihrer Mutter auf Streifzügen durch die Wildnis. Bei Gefahr flüchten die Kleinen auf den Rücken ihrer Mutter. Zwischen dem achten und zehnten Lebensmonat verlässt ein Brillenjungbär seine Mutter, um seinen eigenen Weg zu gehen. Die Geschlechtsreife wird von den Weibchen mit drei, und von den Männchen mit sechs Jahren erreicht.

Das Verbreitungsgebiet und die Nahrung des Brillenbären:


Der Brillenbär ist die einzige Bärenart, die in Südamerika zu Hause ist. In seiner Heimat ist er nach dem Tapir das zweitgrößte Landsäugetier. Obwohl er zu den Raubtieren gehört, nimmt ein Brillenbär hauptsächlich pflanzliche Nahrung zu sich. Hierzu gehören Sämereien, Früchte, Kakteen und auch Nüsse. Eher selten nimmt der Brillenbär Insekten, Vögel, Aas und in ganz großen Ausnahmefällen auch Lamas oder Rinder zu sich. Der Brillenbär ist im Hochgebirge in tropischen oder subtropischen Wäldern zu finden. Normalerweise in einer Höhe von 2000 Metern, jedoch wurden auch schon Höhen von 4750 Metern verzeichnet. Ihr Ausbreitungsgebiet erstreckt sich in den Andenstaaten Peru, Ecuador, Kolumbien, Bolivien und Venezuela.

Auf der roten Liste findet man den Brillenbär unter dem Status „gefährdet“!!! Die beiden schwersten Bedrohungsfaktoren sind der Verlust des Lebensraumes und Wilderei. Durch Weideflächen für riesige Rinderherden, Anbau von Sojaplantagen und Maisfeldern und den großflächigen Kahlschlag von Regenwaldflächen verringen die Menschen den Lebensraum der Brillenbären konstant.


Was wird unternommen, um den Rückgang der Bestände des Brillenbären zu stoppen, die jetzigen Bestände zu erhalten und zu vergrößern?
Zusammen mit TRAFFIC setzt sich der WWF mit Naturschutzorganisationen vor Ort ein, um weitere Schutzgebiete in den Anden zu gründen. Außerdem wird versucht, bestehende Schutzgebiete zu verbinden und eine umweltfreundliche Nutzung der Natur zu erreichen.
Zudem werden die Leute der Region aufgeklärt, dass Bergregenwälder geschützt werden müssen, da diese riesige Trinkwasservorräte bereithalten. Zudem arbeiten der WWF und TRAFFIC mit lokalen Zollbehörden zusammen, um den Handel mit Brillenbären und deren Teilen besser zu kontrollieren.


Text: eagle4nature ( Fabian Nagel)
Bilder: Wikipedia Commons

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Kommentare (9)
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14.10.2011
Seestern99 hat geschrieben:
cooler artikle !!! ich finde brillenbären voll süß !!!!
11.09.2011
gelöschter User hat geschrieben:
Toller Artikel! Brillenbären sind so schöne und beeindruckene Tiere, die muss man doch einfach mögen. Ich finde die schlimmste Bedrohung für Tiere ist Wilderei. Ich habe schon immer Wilderei gehasst und bin auch dafür, dagegen konsequent anzugehen. Die Regierungen sollten mal das Geld was sie in Waffen stecken dort hineinfließen lassen!
20.08.2011
FabianN hat geschrieben:
Danke für eure Kommentare. Der Brillenbär sieht echt süß aus, doch leider reicht das nicht um zu überleben. Man kann nur hoffen, dass der WWF und TRAFFIC so weitermachen oder ihre Bemühungen, den Erhalt dieser wunderbaren Art zu ermöglichen, noch mehr vergrößern,

mit freundlichen Grüßen, eagle
20.08.2011
Stoffie hat geschrieben:
danke für den bericht!
ich hoffe der wwf schafft das den bären zu retten und auch die regenwälder dort!!
aber süß sehen die echt aus ;)
20.08.2011
Leon0220 hat geschrieben:
Guter Bericht! :) Hoffentlich schaffen sie es so viel Schutzgebiete wie möglich zu bekommen!! :) ;-)
19.08.2011
ThaLuen hat geschrieben:
wie süüüß
19.08.2011
gelöschter User hat geschrieben:
Diese Bären sehen sehr schön aus ;)
19.08.2011
Lars0220 hat geschrieben:
Schöner Bericht, gut das sich der WWF und TRAFFIC für ihn einsetzen.
19.08.2011
Rhino hat geschrieben:
Der Brillenbär ist eine wirklich faszinierende Bärenart, besonders erwähnenswert ist sein nahezu voll vegetarischer Lebensstil :) Schöner Bericht!
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