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Walfang weiterhin außer Kontrolle!


von Marcel
24.06.2010
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Tags: Wale, Walfang, IWC, Japan

Kein Konsens in Sachen Walfang und Walschutz! Die Verhandlungen bei der Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission IWC in Agadir haben zu keinem Ergebnis geführt. Der WWF ist schwer enttäuscht über das Scheitern der Bemühungen.

"Wir hätten uns einen Kompromiss gewünscht, der den bestehenden Walfang unter die Kontrolle durch die IWC stellt“, sagte Volker Homes, Artenschutzexperte des WWF. "Das Scheitern dieser Gespräche zementiert den Status Quo. Bedrohte Arten wie Finn- und Seiwal bleiben trotz Moratorium weiter auf der Abschussliste der Walfangnation Japan.“

altDer WWF hatte gemeinsam mit anderen Umweltverbänden sechs Kernforderungen aufgestellt, die ein Kompromiss für wirksamen Walschutz beinhalten müsse. Dazu gehört unter anderem die Beendigung des wissenschaftlichen Walfangs und der Jagd auf bedrohte Arten. "Ein Kompromiss im Sinne eines modernen Walschutzes hätte auch die Chance geboten, Wale im Schutzgebiet des Südpolarmeers vor der Harpune zu bewahren“, so Volker weiter.

Japan hat bislang die Grenzen des Schutzgebietes nicht respektiert und betreibt auch hier Walfang zu angeblichen Forschungszwecken. Trotz des geltenden Moratoriums werden weltweit bis zu 2000 Großwale erlegt. "Fortschritte wird die IWC erst dann erzielen, wenn sie sich auf den Walschutz statt auf politische Interessen fokussiert.“

„Die IWC erscheint einmal mehr als hilfloses Gremium. Die teilnehmenden 88 Mitgliedsstaaten haben erneut politische Interessen über wissenschaftliche Erkenntnisse gestellt und es versäumt, mit einem vernünftigen Kompromiss die Weichen für einen modernen Walschutz zu stellen“, erklärt Volker. Die Tagung der Internationalen Walfangkommission wird bis Freitag, 25. Juni fortgesetzt.

Fotos: Norwegischer Walfänger © Morten Lindhard / WWF-Canon; Grauwal © Todd Pusser / WWF

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Kommentare (9)
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30.06.2010
Mensch hat geschrieben:
Den IWC kann man echt in die Tone hauen!
ICh lege allen den Film "Die Bucht" anz Herzen. Ist ein sehr guter und trauriger Film über das abschlachten in Japan.
28.06.2010
Marcel hat geschrieben:
Das lasche Ergebnis dieser IWC-Tagung, die am 25. Juni zuende ging, bedeutet nichts Gutes für die Wale. Der WWF ist schwer enttäuscht. Die Jagd auf bedrohte Arten wie Finn- oder Seiwal wird zum Glück nicht legalisiert, aber sie wird trotz Moratorium fortgesetzt - und das weiter unter dem Deckmantel der Wissenschaft. Auch Beifang, Klimawandel und Meeresverschmutzung - wie jetzt im Golf von Mexiko - bedrohen die Wale. Und auch für die stark gefährdeten Westpazifischen Grauwale vor der Ostküste der russischen Insel Sachalin gibt es trotz aller Bemühungen wohl keine Atempause. Die Population, die insgesamt kaum mehr als 100 Tiere und nur noch 26 fortpflanzungsfähige Weibchen umfasst, ist von Öl- und Gasförderung bedroht. Russland lehnte es bisher ab, die geplanten seismischen Untersuchungen in und um die Nahrungsgründe der Westpazifischen Grauwale herum für ein Jahr aufzuschieben, wie es der Wissenschaftsausschuss der IWC und auch der WWF fordern, um mehr Erkenntnisse über die Bedrohung der Wale zu sammeln.

Das war sie also, die 62. IWC-Tagung... Im Rückblick wird sie zu den großen Umwelt-Flops des Jahres 2010 gehören. Aber wir vom WWF bleiben dran. Der Kampf für die Wale wird vor allem in politischen Institutionen und in ausdauernder Öffentlichkeitsarbeit geführt. Euer Beitrag kommt an. Jedes Fördermitglied des WWF und der WWF Jugend verleiht uns eine stärkere Stimme und sichert die Naturschutz- und politische Arbeit des WWF. Wir geben beim Walschutz nicht auf - das versprechen wir Euch! Hoffentlich können wir schon bald bessere Nachrichten veröffentlichen.
26.06.2010
isabella hat geschrieben:
das ist schrecklich und das schlimmste japan hats immer noch nicht verstanden....die merken einfach nicht das diese sanften riesen weder den menschen noch der umwelt schaden, ganz im gegenteil, die sind wichtig für die umwelt genau wie jedes tier auf diesem plantetn, den menschen dabei sind zu zerstören...hunden kann man ein maulkorb anlegen und eine leine, damit sie nichts tun, aber was macht man mit japan...die müsste man komplet einsperen und eine mauer um ihre insel bauen, damit sie nicht mehr auf solche ideen kommen

wie konn mann solchen wunderschönen, harmlosen und inteligenten tieren nur so etwas an tun...was muss in den köpfen vor sich gehen???
dabei verrottet über die hälfte des gejagten fleisches bei denen und die tiere sind um sonst gestorben...wie kann man das beenden????
25.06.2010
19July93 hat geschrieben:
ich werde wohl nie verstehen wie man arme tiere töten kann... es muss sich wirklich etwas ändern!!
25.06.2010
NaNe5 hat geschrieben:
Schrecklich einfach nur ...mehr fällt mir dazu nicht mehr ein ... :(
24.06.2010
nera8 hat geschrieben:
Wie kann man nur so unvernünftig sein? Es ist doch ganz offensichtlich, dass wenn die so weiter machen es diese Wale bald nicht mehr geben wird! Wie kann man da noch weiter an Profit denken? Ich frage mich mit welchem Hintergrund manche Menschen Politiker werden. Offensichtlich nicht, weil sie etwas Gutes für die Gemeinschaft tun wollen.
24.06.2010
NinaLuthien hat geschrieben:
Es ist doch erschreckend, dass es immer nach dem gleichen Prinzip läuft.
Wenn es um Profit geht, steht der Artenschutz hinten an. Furchtbar!!!
Es ist doch echt unglaublich, dass die Politik sich nicht endlich durchsetzt.
Find ich super Uli, dass du in die Politik willst... Ich mach mit!!!
*sich beim Kragen platzen anschließ*
24.06.2010
midori hat geschrieben:
Ich weiß schon, warum ich in die Politik will. Die brauchen mal jemand, der ihnen kräftig den Hintern versohlt und ein bisschen durchgreift. Immer dieses Geschwafel. Keiner weiß was er will. Ätzend. Was ist so schwer daran, diesen Kompromiss umzusetzen?! Und da bezeichnet sich der Mensch noch als intelligentestes Wesen. *platzt hier gleich der Kragen!*
24.06.2010
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Unglaublich, dass da überhaupt noch drüber diskutiert wird! Eigentlich dürfte Walfang überhaupt kein Thema mehr sein. Aber wie kann man Japan schon überzeugen? Solange Gewinn im Spiel steht, ist es eben ein Wirtschaftszweig, der zählt, auch wenn es dabei um gefährdete, großartige Lebewesen geht. Pfui Teufel !
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