Du willst mehr wissen?


Lausche


den Wellen


Todeszonen - Massensterben in den Weltmeeren


von Gangsterhunnie
27.08.2016
1
8
34 P

Sogenannte Todeszonen gibt es in der Ostsee, im Kattegat und im Golf von Mexiko - aber auch vor der Küste Namibias und Südamerikas. Und sie breiten sich besorgniserregend schnell aus. In einer Todeszone ist zu wenig Sauerstoff, so dass Fische, Krabben und Muscheln dort nicht überleben können. Wir Menschen verursachen die Mehrheit dieser Todeszonen - durch das Wachstum der Städte, weil wir immer mehr Abwässer in die Flüsse und Buchten leiten. Vor allem aber setzen wir in der Landwirtschaft so große Mengen an Dünger ein, dass die Nutzpflanzen ihn nicht aufnehmen können und er im Meer landet. Dort erledigt er seinen Job, nur dass er jetzt Algen und Phytoplankton düngt. Sterben die Algen ab, werden sie von Bakterien zersetzt, die dann den Sauerstoff im Wasser aufzehren: Im Grunde läuft eine wilde Bakterienparty. Seit einigen Jahren wächst die Zahl der Todeszonen sprunghaft an, ihre Fläche weitet sich aus. Flächenmäßig den Rekord aller Todeszonen hält die Ostsee: In ihr schwindet jeden Sommer der Sauerstoff in einem Areal von der Größe Irlands - mindestens. Soweit ist das aber eigentlich noch relativ normal. Denn wenn es dann im Herbst und Winter wieder kalt wird und Stürme den Sauerstoff wieder unter das Wasser mischen, gibt es auch am Grund des Meeres wieder Leben.

Jetzt kommt aber das Problem: Durch die globale Erderwärmung wächst die Schicht des erwärmten Wassers immer weiter. Die warmen Wassermassen liegen jetzt wie ein gut schließender Deckel auf dem kühlen Sauerstoffarmen Wasser. Der Sauerstoff kann so nur in die obere, warme Schicht gemischt werden. Und die Todeszone am Grund des Meeres breitet sich immer weiter aus.

 

 

 

Hinzu kommen noch andere Faktoren wie die Umweltverschmutzung und vor allem der viel zu hohe Verbrauch von Düngemitteln. Um das Problem zu bekämpfen hat man den Düngerverbrauch einfach besser kontrolliert. In einigen betroffenen Gewässern wie dem Hudson und dem East River in den USA seien Todeszonen wieder verschwunden, nachdem Kohlenstoff- und Düngemitteleinträge besser kontrolliert wurden. Allerdings hätten solche Maßnahmen nicht in allen Gebieten den gewünschten Erfolg gebracht.

 

 

 

Zum Glück werden immer mehr Menschen auch auf dieses Problem aufmerksam und versuchen ihr möglichstes, um das Ausweiten der Todeszonen nicht noch weiter zu unterstützen.

 

 

Weiterempfehlen

Kommentare (1)
Um einen Kommentar zu schreiben einfach registrieren oder einloggen.
27.08.2016
Fuchsrot hat geschrieben:
Was kann man denn dagegen tun?
Login
E-Mail


Passwort


Kostenlos registrieren
Mitglied werden
Mitglied des Monats
teaser_220.png


Deine Ansprechpartner
Marcel
Marcel Gluschak
WWF Jugend Community Manager
zum Profil
Luise
Luise Neßler
WWF Jugend Community Moderatorin
zum Profil
MarcelB
Marcel Brüssow
WWF Jugend Redaktion
zum Profil
Ronja96
Ronja Post
WWF Jugend Aktionsteamer
zum Profil
HannahFee
Hannah Fesseler
hilft dir bei technischen Fragen
zum Profil
AndreaRentschler
Andrea Rentschler
hilft dir bei Fragen zur WWF Jugend Mitgliedschaft
zum Profil
NicoleB
Nicole Barth
hilft dir bei Fragen rund um die WWF Jugend Camps
zum Profil
Folgen und mit Freunden teilen