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den Wellen


Pssst! Leise sein, rettet Fischleben!


von MarcelB
04.03.2011
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Eine neue Studie hat unglaubliches festgestellt: Lärm stört Fische beim fressen. Britische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass durch laute Geräusche die Fische aktiv bei der Nahrungsmittelsuche gestört werden.

Das Ergebnis der Studie war, dass Fische die in einer lauten Geräuschkulisse lebten wesentlich unkonzentrierter waren, als jene in ruhigen Gewässern. So unterlief den Fischen in der lauten Geräuschkulisse eine gehäufte Anzahl an Fehlern bei der Auswahl ihrer Nahrung.

Den Biologen zur Folge, reichen schon wenige Sekunden lauter Motorgeräusche aus um Fische dauerhaft bei der Suche nach Nahrung zu stören. Dieses Phänomen kann die Fische nachhaltig irritieren, sodass diese schädliche, also falsche Nahrung, fressen. Die Treffsicherheit mit der Fische sonst immer Nahrung zu sich nehmen wird dadurch also beeinträchtigt.

Besonders deutlich wird dies beim Blauwal.


Der BLAUWAL ist das größte Tier, das jemals auf der Erde gelebt hat. Er wird bis zu 32 Meter lang und maximal 200 Tonnen schwer. Er ernährt sich von Kleinlebewesen wie Krebsen, Schnecken und Plankton, die massenhaft im Meer auftreten und als Krill zusammengefasst werden. Der weltweite Bestand wird laut WDCS auf 5200 Tiere geschätzt. Laut WWF stirbt alle zwei Minuten ein Wal oder Delfin in einem Fischernetz. Dies seien weit mehr Tiere als den Harpunen der Walfänger zum Opfer fielen.*

Aufgrund der niedrigen Treffsicherheit bei der Nahrung, brauchen die Blauwale immer mehr Zeit um die passende Nahrung zu finden, während dieser Zeit, können sie erhöht dem Menschen zum Opfer fallen. Dies trifft natürlich auch auf andere Fischarten zu, wie z.B. dem Rotbarsch oder dem dreistachligen Stichlingen.

Das Ergebnis der Studie war, dass Meerestiere in einer lauten Geräuschkulisse wesentlich unkonzentrierter sind und so häufig Fehler bei der Auswahl ihrer Nahrung machen.

Das Problem: Die zunehmende Lärmverschmutzung trägt zum aktivem aussterben von Tierpopulationen bei. Rennboote produzieren hierbei den meisten Lärm. Dies wurde durch einen Unterwasserlautsprecher herausgefunden.

Die Forscher wollen nun eine neue Studie beginnen, bei der die Reaktion von Fischen auf permanente Beschallung untersucht wird.

Eins steht jedenfalls fest, Lärmbelästigung kann für Unterwassertiere lebensbedrohlich sein! Denkt also das nächste mal nach, wenn ihr einen Strandurlaub plant und vorhabt mit dem Motorboot rauszufahren, ein Paddel- oder Tretboot tut es auch.
 

Quelle:

http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article12664849/Bei-Laerm-vergeht-Fischen-der-Appetit.html

* = Direktzitat aus welt.de/...

Bilder:

http://www.nationalgeographic.de/thumbnails/article/55/17/01/fische-11755.jpg

http://www.tauchsport.de/unterwasser_biologie/strategien/images/fischschwarm.jpg

http://www.fotos.peta.de/data/media/17/fische-fischschwarm-086D.jpg

http://www.primolo.de/home/Wale/hp_bilder/meere-fotos-blauwal.jpg

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Kommentare (13)
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20.06.2011
Puma hat geschrieben:
Danke!!Mein Opa hat ein Motorboot und mein Bruder und ich mögen es gerne,wenn er schnell fährt.Aber ich glaube,langsam fahren tut es auch!!!
27.03.2011
gelöschter User hat geschrieben:
dass es auch kleine Meerestiere betrifft wusste ich noch nicht...
26.03.2011
Marielle hat geschrieben:
Hey der Bericht gefällt mir sehr gut. Ich mag Meerestiere daher bin ich immer wieder geschockt, was wir diesen armen Tieren antun.
05.03.2011
laSarah hat geschrieben:
wow wusste ich gar nicht aber jetzt dank dir schon :)
05.03.2011
MarcelB hat geschrieben:
ok danke Tobi! Ich werde es sofort korrigieren! ;)
05.03.2011
TobiS hat geschrieben:
Interessante Studie. Allerdings ist in dem Bericht ein kleiner Fachsprachenfehler: Die Studie sei über Fische. Das würde bedeuten, dass Blauwale Fische sind. Da Wale allerdings keine wechselwarmen Tiere sind, ist das falsch. "Meerestiere" ist daher der treffendere Begriff. Kleine Bemerkung am Rande ;)
05.03.2011
MarcelB hat geschrieben:
Ok, ich hab mich mal weiter über Haie informiert. Und zwar ist es so, dass Haie ziemlich vielseitig sind. Das wichtigste Organ, auch für die Jagd!, ist eine Art Radar, welches durch Druckunterschiede Kilometerweit Fische entdecken kann.. aus diesem Standpunkt aus, wären Motorgeräusche die zusätzliche Schwingungen ins Meer transportieren fatal für das Jagdverhalten der Haie! Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob dann gleich auch vom aussterben bedroht wäre wie andere Fische, da der Hai auch anderes Jagen kann. Z.B. hat der Hai ein sehr stark ausgeprägtes Geruchsorgan, womit er Blut hunderte Meter weit riechen kann. Auch seine Augen sind gut angepasst, so kann er selbst in völlig trüben Gewässern noch Fische in seiner Umgebung sehen..
Das Militär hat sich übrigens das Sinnesorgan des Hais angeeignet, wahrscheinlich stecken Ideen vom Hai, heute in der Sonartechnik. Doch genauer weiß ich das nicht, allet streng geheim :P
05.03.2011
Carphunter hat geschrieben:
Sehr Intressantes Thema!
Echt sehr gut geschireben... wusste gar nicht, dass blauwale soooo groß werden^^
05.03.2011
Stoffie hat geschrieben:
ich stimme Gluehwuermchen zu: das mit den walen wusste ich auch aber auch andere tiere?
richtig krass wie sehr das die fische beeinträchigt und dann auch noch dauerhaft...
05.03.2011
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Von den Walen habe ich es gewusst...aber dass auch andere Meerestiere so stark beeinflusst werden wusste ich so explizit noch nicht...das ist ja ziemlich besorgniserregend. Aber was kann man machen? Eine neue Art der Schiffahrt erfinden--ultraleise...
05.03.2011
MarcelB hat geschrieben:
Nunja, nicht grade die beste Quelle, gebe ich zu...aber trotzdem ziemlich aufschlussreich!
http://www.youtube.com/watch?v=8-O31Ky6wwA
Also, vielleicht reden wir an ein ander vorbei, aber meinst du die Angriffe auf z.B. Surfer? Denn dort verwechseln die Haie die Form des Brettes mit einer Robbe...sobald sie dann angreifen, reinbeißen merken sie, dass es natürlich keine ist und verdrücken sich.
Die Bild sagt, es sei sogar viel Wahrscheinlicher mehrmals vom Blitz getroffen worden zu sein, als Opfer einer Hai Attacke zu werden. Dazu gibt es noch den provozierten Angriff (mehr dazu im Video).
Zurück zur Frage, ich denke das der Hau schon davon betroffen ist. Doch der Lebensraum vom Hai unterscheidet sich vom Lebensraum des Rotbarsch. Viele Haie leben einfach so weit draußen auf der Tiefsee, und in einigen Hunder Meter tiefe, dass die meisten Geräusche sie wahrscheinlich nicht treffen und selbst wenn sie doch ankommen sehr sehr schwach sind.
Der Blauwal muss ja auch immer nach oben kommen um Luft zu holen, dass macht der Hai nur ganz selten, wenn er mal eine Beute an der Oberfläche findet, wa?
:)
04.03.2011
LaLoba hat geschrieben:
Toller Bericht! "Den Biologen zur Folge, reichen schon wenige Sekunden lauter Motorgeräusche aus um Fische dauerhaft bei der Suche nach Nahrung zu stören." Ich find es echt schlimm, dass das die Fische gleich DAUERHAFT stoert. Nur ein paar Sekunden und ihr leben ist zerstoert. Das muss man sich erst mal vorstellen...
@Marco93: Guter Gedanke! Das wuerd ich auch gerne wissen!
04.03.2011
Jacquesschen hat geschrieben:
Intressantes Thema und auch sehr intressant und gut verstehbar wiedergegeben :)
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