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den Wellen


"Nichts konnte mich auf das vorbereiten, was die Realität war!"


von Peet
07.11.2011
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"Ich habe mich privilegiert gefühlt, zu dem kleinen Teil dazu zu gehören, die sich der Ölkatastrophe in Neuseeland annehmen – und gleichzeitig war mein Herz gebrochen. Ich habe Bilder vom sauber machen der Strände gesehen, doch nichts konnte mich auf das vorbereiten, was die Realität war!“ (Übersetzt aus dem Englischen / Helfer vor Ort an den betroffenen Stränden)

Die Ölkatastrophe vor der Küste Neuseelands ist nun schon über einen Monat her. Es wird also Zeit eine Bilanz des Ganzen zu ziehen:

- das Schiff liegt immer noch als Ganzes auf dem Riff
- 350 Tonnen Schweröl sind ausgelaufen
- 1,402 (See-)Vögel sind verendet
- 140 Menschen arbeiten rund um die Uhr im „National Oiled Wildlife Response Team“
- diese können 500 Vögel beherbergen und versorgen
- 406 der verschiedensten Tierarten konnten gerettet werden
- 329 Pinguine gesäubert

Angesichts dieser Zahlen fordert der WWF Neuseeland alle weiteren Ölbohrungen vorläufig einzustellen und auf ihre Sicherheit zu überprüfen. Trotz der rund 1000 Tonnen Schweröl, die bis jetzt aus dem Schiff abgepumpt wurden, sind schätzungsweise noch rund 300 Tonnen in dem havariertem Schiff vorhanden. Es ist einfach nur mit Glück zu beschreiben, das dieses Schiff nicht weiter auseinander gebrochen ist und das die Katastrophe so noch sehr übersichtlich geblieben ist. Dennoch sind schon die rund 350 Tonnen Schweröl für die Umwelt eine starke Belastung, dessen Auswirkungen noch über Jahre zu spüren sein werden. Die Wetterbedingungen sind zudem relativ günstig und verhindern derzeit, dass sich das Öl über weite Strecken verteilt und immer mehr Gebiete belastet.

Schaut man sich die Fakten an und wirft einen Blick auf die Pläne der Regierung, die gerne den Öl- und Gasmarkt an ihren Küsten für Firmen öffnen wollen, so erscheint dies mehr als nur grotesk. Die Frage die sich mir auftut ist folgende: Was muss noch geschehen, damit solche Katastrophen die Augen der Politiker, der Öffentlichkeit und vielleicht auch der Firmen öffnet?

Nicht umsonst fordert der WWF Neuseeland vorerst eine Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen für Öl- und Gasförderungen auf der offenen See!

Quelle: WWF Neuseeland

Bild: © Nigel Dickinson / WWF-Canon

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Kommentare (5)
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13.11.2011
Seestern99 hat geschrieben:
ich hoffe das die Leute die das ök abpumpen schnell weiter machen und nich aufgeben !!!!
07.11.2011
HannaS hat geschrieben:
Gut, dass sich wenigstens der WWF und andere Organisationen für die Vernunft einsetzen, wenn es schon die meisten Politiker nicht tun (die sich doch immer so gern als vernünftig und seriös darstellen)... Die sind in Wirklichkeit irrational und getrieben von angeblichen "ökonomischen Notwendigkeiten". Ich frage mich bei solchen Katastrophen auch immer, für wie blöd uns zukünftige Generationen halten müssen - nichts aus Fehlern lernen, immer wieder das gleiche Drama.
07.11.2011
gelöschter User hat geschrieben:
406 Tierarten wurden gerettet.
Doch wie viele sind ausgestorben? Viele haben wir vermutlich noch nicht einmal entdeckt!
07.11.2011
gelöschter User hat geschrieben:
Ich möchte nicht wissen, was es für ein Gefühl ist, an einem verseuchten Stand zu stehen und den schwarzen Tod zu sehen......das reißt einem garantiert den Boden unter den Füßen weg.

Solange der wirtschaftliche Gewinn größer als der Verlust ist, wird der Verlust an Umweltschätzen unbedeutend bleiben.
Noch brauchen wir Öl an zu vielen Ecken und Enden, also können wir nicht wirklich darauf drängen, dass es nicht mehr gefördert wird, aber die Art und Weise müssten wir als Volk und Wähler bestimmen können.

Öl ist für einen schwarzes Gold, für die meisten jedoch leider schwarzer Tod.
07.11.2011
Zerschmetterling hat geschrieben:
Ich finde das schlimm!
Das passiert ja am laufenden Bande.
Die sollen mal damit aufhören!!!!!

Was noch passieren muss? Ich glaube die Leute sind so GeldGEIL, dass denen das weitesgehenst egal ist.
Für die ist das eine Katastrophe, weil sie Gewinn und Geld ins Wasser sickern sehen.
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