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Nautilus Minerals


von Foster
21.06.2013
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Hallo Community,

ich möchte euch ein Unternehmen vorstellen, welches konkrete Ziele für den Tiefsee-Bergbau an Massivsulfiden (Schwarzen Rauchern) verfolgt.

Nautilus Minerals

Nautilus Minerals wurde in den '90er Jahre von dem Goldabbau-Unternehmen Placer Dome gegründet. Als Vorlage für den Namen diente das U-Boot von Kapitän Nemo in Jules Vernes' Buch 20000 Meilen unter dem Meer.

1996 hat das Unternehmen zuerst Erkundungslizenzen vor Papua-Neuguineas beantragt und will dort das erste kommerzielle Tiefsee-Bergabuprojekt starten. Der Abbau sollte eigentlich Anfang 2012 beginnen und man beantragte eine Abbaulizenz, doch durch die Weltwirtschaftskrise verschoben sie das Projekt. Das fokussierte Gebiet nannten sie Solwara 1 und es liegt in 1700m Meerestiefe. Das Unternehmen hofft auf 1,5 Millionen Tonnen Erzgestein. Im Vergleich zu Minen am Land ist das recht wenig, aber es würde sich trotzdem lohnen die Erze abzubauen. Zum Beispiel gilt eine Goldmine an Land als ertragsreich, wenn man pro Tonne Gestein 1 Gramm Gold findet. An den Massivsulfiden findet man aber höhere Konzentrationen: eine Tonne Gestein enthält 5-20 Gramm Gold, außerdem noch 1200g Silber, 500 kg Zink und 150 kg Kupfer.

Nautilus Minerals ging 2007 an die Börse und erzielte 250 Millionen $. Die Hauptgesellschafter sind Anglo American, Teck Cominco (beides Bergabu-Riesen) und Metalloinvest (ein Stahlproduzent aus Russland).

Neben Papua-Neuguinea besitzt das Unternehmen auch noch Erkundungslizenzen vor Tonga, den Fidschi- und den Salomon Inseln im Pazifik. Das Gebiet ist somit um die 500 000km² groß.

Der Kampf um die Tiefsee- Wettlauf um die Rohstoffe der Erde

Die Informationen stammen von dem Buch "Der Kampf um die Tiefsee- Wettlauf um die Rohstoffe der Erde" von Sarah Zierul und wurde im Hoffmann und Campe Verlag veröffentlicht. Das Buch ist sehr spannend und nach Sarah Zierul ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann Nautilus Minerals das Gebiet Solwara 1 kommerziell ausbeuten wird.

 

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Kommentare (4)
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22.06.2013
Foster hat geschrieben:
dieser artikel verdeutlicht, dass ie tiefsee noch weitesgehend unerforscht ist
22.06.2013
Foster hat geschrieben:
geologen sagen, dass der abbau in der tiefsee besser ist. meeresbiologen sind eher dagegen. ihr kennt doch sicherlich den spruch, dass die rückseite des mondes besser erforscht sei als die tiefsee? in der tat ist die tiefsee so wenig erforscht, dass es ja von 2000-2010 den census of marine life gegeben hat, um mehr zu erfahren. aber diese zehn jare waren zu wenig um alles auszuwerten, deshalb gilt auch heute noch der spruch mit dem mond. und solange dies gilt kann man nicht sagen, ob es vor-/nachteile bei der ausbeutung der tiefsee gibt. hier ist der link von einem artikel der hier in der community gepostet wurde : http://www.wwf-jugend.de/entdecken/meere-und-beifang/artikel/tiefseelebewesen-teil-2;963
22.06.2013
Morgentau hat geschrieben:
Ja genau, welche Vor- und Nachteile hat das für die Umwelt?
21.06.2013
Monamona hat geschrieben:
Klingt spannend! Nur verstehe ich nicht ganz: ist es besser, im Meer abzubauen? Davon wusste ich bisher noch nichts :)
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