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Mysteriöses Massensterben


von Gaelithil
18.05.2012
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Perus Küsten sind ein maritimes Paradies. Durch die kalten Humboldt-Ströme gibt es hier besonders viele Sardellen - die Leibspeise der Delfine und Pelikane. Doch dieses Bild hat sich seit Anfang des Jahres dramatisch verändert!!

Es fing langsam mit ein bis zwei Dutzend toten Delfinen an. Nach und nach wurden immer mehr tote Tiere an den Strand gespült. Inzwischen wird die Anzahl der verendeten Meeressäuger auf 3000 geschätzt!! Die Organisation BlueVoice (setzt sich für den Schutz von Delfinen, Walen und des Meeres ein) berichtet auf ihrer Homepage von 615 gestrandeten Delfinen auf einer Strecke von 135 km an einem Tag! Doch nicht nur Delfine gehören zu den verendeten Tieren: Auch Fische, Schildkröten, Seelöwen und Pelikane sterben. Es wurden an den Stränden von Peru bereits mehr als 5000 verendete Pelikane aufgefunden. Diese Tiere (zumindest die, die untersucht wurden) sind ungewöhnlich mager, haben wenig Abwehrkräfte und viele Parasiten im Körper.

Die Forscher haben noch keine eindeutige Erklärung für dieses Massensterben, auch wenn es bereits mehrere Theorien dazu gibt, Beweise hat noch niemand gefunden. Die möglichen Gründe:

1. Überfischung: Die Sardellen sind in diesem Jahr sehr knapp, dies könnte an der Überfischung liegen. Dadurch verhungern die Pelikane und Delfine, da Sardellen deren bevorzugte Nahrung sind.

2. 'El Niño': Dies ist ein Wetterphänomen, bei dem die kalten Humboldtströme vorübergehend durch wärmere Ströme verdrängt werden und damit das Klimasystem von ganz Südamerika durcheinanderbringen. Zuletzt trat 'El Niño' 1997 auf und sorgte damals bereits für ein großes Fischsterben. HIER gibt es mehr Infos zu dem Phänomen.

3. Offshore-Öhlbohrungen: Vor der Küste Perus wird mithilfe von Sprengungen und explosionsartigen Schallwellen unter dem Meeresboden nach Öl gesucht. Ersten Erkenntnissen zufolge werden die Meerestiere durch diese Methode gestört. Aber es gibt keine Beweise dafür, dass das Massensterben hier seine Ursache hat.

4. Ein Virus: Es wird auch vermutet, dass ein Virus, nach Art der Vogelgrippe, die Ursache für das Massensterben ist. Aber auch dies konnte bisher noch nicht bewiesen werden.

Alles in allem kann man also sagen, dass die Tiere vor der Küste Perus sterben und niemand genau sagen kann, warum dies so ist...

 

Ich persönlich vermute, dass es eine Kombination aus Überfischung und 'El Niño' ist. 'El Niño' sorgt nämlich dafür, dass die Sardellen den kälteren Strömen folgen und daher weniger Fische vor Peru zu finden sind. Dies führt wiederum dazu, dass die Pelikane und Delfine weniger zu fressen haben und wenn nun auch noch die Überfischung dazu kommt... Nunja, ich hoffe auf jeden Fall, dass dieses Massensterben bald ein Ende findet und nicht noch mehr Tiere sterben müssen!!

 

Quellen:

http://www.pnn.de/weltspiegel/646700/

http://www.sueddeutsche.de/wissen/sterbende-delfine-und-pelikane-perus-toedliches-geheimnis-1.1354738

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/3000-delfine-an-der-kueste-von-peru-verendet-a-825784.html

Bilder:

http://polpix.sueddeutsche.com/bild/1.1353743.1336736873/560x315/pelikane-peru.jpg

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Kommentare (8)
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21.05.2012
LSternus hat geschrieben:
@Carina: Ja er kann! Es wäre nicht das erste mal in der Weltgeschichte, dass solche Veränderungen massensterben verursachen, obgleich das letzte maritime Massenaussterben aus so einem Grung 36Mio Jahre zurück liegt.
18.05.2012
LOVEYourPet hat geschrieben:
Ich glaub, das kam mal in den Nachrichten. Würde mich wiiiiiirklich mal intressieren, warum die alle wie die Fliegen sterben. Die armen Tierchen!!! :'(
18.05.2012
Carina hat geschrieben:
Kann El Nino wirklich der Grund für ein solches Massensterben sein? Ich hielt dieses Phänomen immer für ein Natürliches, mit dem die Natur eigentlich klarkommen müsste. Aber vielleicht ist es einfach eine tödliche Kombination der verschiedenen Gründe...
18.05.2012
pauliconni hat geschrieben:
Nicht doch!
Forscher müssen unbedingt die Ursache finden. Diese armen, armen Tiere! :(
18.05.2012
Anne95 hat geschrieben:
Oh nein, die armen Tiere... :-( Hoffentlich geht das nicht so weiter und man findet die Ursache!
18.05.2012
Madamsel hat geschrieben:
Das ist wirklich furchtbar und leider gar nicht so selten. An Silvester 2010/2011 fielen in den USA plötzlich tausende Vögel vom Himmel. Kurz darauf hat man in Schweden ca. 100 Vogelkadaver auf den Straßen gefunden. In Brasilien sollen später 100 Tonnen tote Sardellen an Land gespühlt worden sein und auch in Maryland, USA waren es geschätzte 2 Millionen Fische, die tot angeschwemmt wurden.
18.05.2012
Puma hat geschrieben:
Das ist ja schrecklich!!!!!Schade,dass man nicht weiß,warum das so ist und das man nichts dagegen tun kann!!!!!
@LSternus:Ich hab kene Ahnung!!!Wahrscheinlich aber einer,dem die Umwelt total egal ist und aus den Katastrophen nichts gelernt hat!!!
18.05.2012
LSternus hat geschrieben:
Das ist ja schrecklich, aber mal was ganz anderes: Welcher Torfkopf sucht, nach den Katastrophen im Golf von Mexiko und vor Neuseeland, mit Sprengstoff nach Öl?
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