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den Wellen


Mega-Städte in der Wasserkrise


von Carina
24.08.2011
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Wasser ist Leben. Es sorgt für Hygiene und Gesundheit, ist ein wichtiger Produktionsfaktor für Industrie und Wirtschaft und – natürlich – Lebens- und Nahrungsgrundlage für Mensch und Natur.

Wenn wir Wasser brauchen, müssen wir bloß den Wasserhahn aufdrehen und schon sprudelt es munter in das Waschbecken. Doch so selbstverständlich wie bei uns ist das kühle Nass nicht überall zu haben. Vor allem die sogenannten Mega-Cities rund um den Globus haben mit Problemen bei der Wasserversorgung zu kämpfen: In Mexiko-Stadt beispielsweise führt die Übernutzung der Grundwasserreserven zu einem stetigen Absinken der Metropole um 5 bis zu 40 Zentimeter im Jahr. Die Bevölkerung im indischen Kalkutta hat mit fäkaler Verschmutzung des Abwassers und einer hohen Arsenkonzentration im Grundwasser zu kämpfen. Shanghai wiederum hat eigentlich genügend Süßwasservorkommen, kämpft aber trotzdem mit Wasserknappheit.

All das und mehr legt der WWF in seiner aktuellen Studie "Big Cities. Big Water. Big Challenges" dar, die anlässlich der Internationalen Weltwasserwoche veröffentlicht wurde. Die internationale Weltwasserwoche findet seit 1991 einmal jährlich in Stockholm statt und behandelt dieses Jahr vom 21. bis zum 27. August das Thema „Responding to Global Changes – Water in an Urbanising World".

Mit “An Urbanising World” (also zu deutsch: "Eine urbanisierte Welt“) ist der weltweite Trend der rapide anwachsenden städtischen Bevölkerungen und Stadtflächen gemeint. Da die Infrastruktur der Städte oftmals nicht mit dem massiven Bevölkerungsanstieg Schritt halten kann, ist die Wasserversorgung durch Wasserknappheit, abnehmende Wasserqualität, Verschmutzung, Übernutzung und daraus resultierender Versalzung des Trinkwassers gefährdet.

Was ist also zu tun?

Für die Zukunftsfähigkeit von Metropolen ist ein konstanter Zugang zu sauberem Trinkwasser, angemessenen sanitären Anlagen und Kläranlagen unerlässlich. Nachhaltigkeit gehe dabei aber weit über technische Lösungen und die Manipulation von Wasserläufen hinaus, sagt Martin Geiger, Leiter des Bereichs Süßwasser beim WWF Deutschland. "Ökosysteme, die Grund- und Oberflächenwasser liefern, müssen geschützt und wiederhergestellt werden und um den Wasserverbrauch zu reduzieren, ist eine Verbesserung der Leitungsnetze sowie ein effektives und nachhaltiges Abwassermanagement ausschlaggebend", so Geiger. Man müsse das Problem der Wasserversorgung bei der Stadtplanung viel stärker berücksichtigen. Doch auch der nachhaltige Umgang mit der Ressource Wasser durch Industrie, Landwirtschaft und Verbraucher wird für die Zukunftsfähigkeit und die Lebensqualität in den urbanen Ballungsräumen mitentscheidend sein.

Der WWF wird auch in diesem Jahr mit einem internationalen Team vor Ort in Stockholm an der Weltwasserwoche teilnehmen – der WWF Deutschland wird dabei von Martin Geiger vertreten.

Mich würde interessieren: Habt ihr schon einmal etwas von der Internationalen Weltwasserwoche gehört? Und für wie sinnvoll haltet ihr dieses Expertentreffen?

Ich freue mich über eure Kommentare!

Quellen:
http://www.wwf.de/presse/details/news/mega_cities_in_der_wasserkrise/
http://www.wwf.de/themen/politik/wasserpolitik/weltwasserwoche-2011/#1
http://www.worldwaterweek.org/

Bild: Edward Parker / WWF Canon

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Kommentare (9)
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17.10.2011
sommermadl hat geschrieben:
danke, für deinen tollen Artikel. Da war mir manches noch unbekannt. Ich muss jetz dann ein Kurzreferat halten über irgendein aktuelles politisches, kulturelles oder gesellschaftliches Thema. Da bietet sich dieses, finde ich, super an! :)
24.08.2011
MJ1499 hat geschrieben:
Hmm Cata hat recht, das hatten wir sogar schonmal als Diskussion in Politik...sieht leider wohl wirklich so aus^^und nein, ich hab da auch noch nie was von gehört...
24.08.2011
midori hat geschrieben:
Davon gehört habe ich noch nicht, finde aber gut, dass sowas existiert. In Gedanken an chinesische Städte kann ich da nur zustimmen. Die Qualität des Wassers ist dort wirklich unter aller Sau! :O Kann mir gut vorstellen, dass das auch in anderen Teilen der Welt so dramatisch ist. Hoffentlich wirds besser!
Danke für den Bericht Carina :o)
24.08.2011
gelöschter User hat geschrieben:
So. Da wollte ich noch deine Frage beantworten ;) Nein, ich habe noch nie was von der Woche gehört ;) Nun ja, oft wird da nur geredet und nich gehandelt..schade..
24.08.2011
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
24.08.2011
Carina hat geschrieben:
Puh, Cata malt schon wahre Horrorszenarien ;). Hoffentlich kommt es dazu nicht...
24.08.2011
Cata hat geschrieben:
Sehr interessanter bericht. das wasserproblem wird nochmal ein richtig großes Problem. vielleicht der Grund des nächsten Weltkriegs, denn Wasserknappkeit zwingt Menschen zum Überlebenskampf.
24.08.2011
Lars0220 hat geschrieben:
Interessanter Bericht :) Ich hab noch nie von der Weltwasserwoche gehört.
24.08.2011
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
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