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Ist bald der ganze Pazifik radioaktiv verseucht?


von Ronja96
04.03.2016
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Fukushima- in genau sieben Tagen jährt sich eines der größten Unglücke Japans zum fünften Mal: Am 11. März 2011 passierte das, worüber heute noch gesprochen wird. Es begann mit dem Erdbeben, welcher gegen 14:46 Uhr Ortszeit gemessen wurde. Dieses war das bisher stärkste Erdbeben, welches in Japan gemessen wurde. Etwa eine Dreiviertelstunde später erreichte ein Tsunami, der durch das Erdbeben ausgelöst wurde, die japanische Küste mit dem dort gelegenen Atomkraftwerk. Der Schutzwall konnte mit seiner zu geringen Höhe die 14m hohe Flutwelle nicht abhalten. Dies führte zu einem Ausfall der Stromversorgung, wodurch auch das Kühlsystem ausfiel und die Brennstäbe der Reaktoren nicht mehr ausreichend gekühlt werden konnten. Aufgrund der nun immens hohen Temperaturen von etwa 2000°C drohte die Kernschmelze, was einen Austritt von einer großen Menge an Radioaktivität bedeutet. Die Situation kann nicht mehr unter Kontrolle gebracht werden. Es folgen Wasserstoffexplosionen, die auch zum erhöhten Austritt von radioaktiven Stoffen beitragen. Dieses Ereignis geht als eine der größten atomaren Katastrophen in die Geschichte ein.

Man müsste meinen, dass die Gefahr der Radioaktivität des Atomkraftwerks heute kein Thema mehr sei. Doch dabei handelt es sich um einen Irrtum: Erst kürzlich wurde festgestellt, dass sich im Pazifik eine große, radioaktiv verseuchte Blase befindet. Diese Blase resultiert aus dem Inhalt der mehr als 1000 Tanks, die auf dem Kraftwerksgelände zu finden sind. In den Tanks befindet sich radioaktiv verseuchtes Kühlwasser. Jedoch sind die Tanks undicht, da diese nach der Atomkatastrohe rasch zusammengebaut wurden, wodurch es zu einigen Mängeln bezüglich der Qualität kam. Nun stehen 370 000 Tonnen verseuchtes Wasser auf dem Gelände. Täglich treten mehrere Tonnen des hochradioaktiven Wassers in den Pazifik ein.

Im Pazifik hat sich aber, wie oben schon erwähnt, eine große Blase gebildet, welche durch den täglichen Austritt des Wassers, immer größer wird. Die radioaktiven Stoffe breiten sich also immer weiter aus, und haben schon jetzt große Flächen des pazifischen Ozeans verseucht. Experten schätzen, dass bis 2020 der gesamte Pazifik verseucht sein wird, sodass sich die Radioaktivität vor der amerikanischen Westküste bis dahin verdoppelt haben wird. Die radioaktive Belastung hat auch gravierende Folgen für die Meeresbewohner des Pazifiks: Der enthaltene Stoff Strontium ist hauptsächlich für die Folgen verantwortlich. Dieser führt zu Blutungen aus den Kiemen, Bäuchen und Augäpfeln der Fische. Zudem wurden auch an anderen Lebewesen schon Missbildungen gesehen. Es geht schon so weit, dass die Population des Rotlachses an der Pazifikküste Kanadas und Alaskas stark gesunken ist.

Radioaktive Blase vor Fukushima

Tepco, der Betreiber des Geländes, versprach die Tanks bis März dieses Jahres gegen robustere Tanks auszutauschen. Doch selbst wenn Tepco das Versprechen einlöst, ist nicht längst viel zu viel Radioaktivität in den Pazifik gelangt?

 

Textquellen:

http://www.wirsinddiewelt.de/index.php/umweltschutz-verschmutzung/1423-der-gesamte-pazifik-ist-radioaktiv-verseucht
http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2013/12/495541/fukushima-verseucht-pazifik-hoechste-radioaktivitaet-aller-zeiten/
https://www.contra-magazin.com/2015/07/fukushima-der-radioaktiv-verseuchte-pazifik/
https://newstopaktuell.wordpress.com/tag/gesamter-pazifik-radioaktiv-verseucht/ http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-03/fukushima-AKW-reaktoren

Bildquellen:

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/b5/Radioactive.svg/600px-Radioactive.svg.png

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/91/NNSA_DOE_Dose_Map_Fukushima.png/775px-NNSA_DOE_Dose_Map_Fukushima.png

 

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Kommentare (3)
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06.03.2016
Hannah2000 hat geschrieben:
Das hört sich nicht gut an...
Hoffentlich geht es nicht ganz so schlimm aus, wie die Experten sagen.
Das mit Tschernobyl habe ich auch gehört, allerdings ist der Boden glaube ich immer noch so verseucht, dass da keiner Leben darf und z.B. das Bikini Atoll wo Kernwaffentests gemacht wurden ist auch bis heute nicht bewohnbar.
Habt ihr das mit Frankreich und Belgien gehört, wo die AKWs beschädigt sein sollen?
05.03.2016
Luke24 hat geschrieben:
Kernkraft und ihre möglichen Folgen ...

Hört sich in der Tat überhaupt nicht gut an. Bleibt zu hoffen, dass es weniger schlimm kommt als befürchtet und dass zumindest die von dir angesprochenen Tanks jetzt schnell abgedichtet werden.

Auf der anderen Seite habe ich gehört, dass sich die die Natur rund um Tschernobyl, wo sich ja in den 80er Jahren eine Katastrophe ähnlichen Ausmaßes ereignete, einigermaßen erholt hat. Das ist aber natürlich kein Argument für eine Unterschätzung des von Kernkraftwerken ausgehenden Risikos.
05.03.2016
Gangsterhunnie hat geschrieben:
Die armen Fische. Es ist so grausam, was die Menschen mit ihrer Umwelt machen. :(
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