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In der Finsternis der Tiefsee (2) - Der Humbolt-Kalmar


von RichardParker
26.05.2015
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Hallo meine Lieben,

Die Tiefsee bringt nicht nur in den tiefen Stellen des Meeres wahre Monster hervor, sondern auch schon etwas über einen Kilometer unter der Wasseroberfläche.

Man kann den Schrecken der Tiefsee mit vielen Adjektiven beschreiben, aber "Roter Teufel" ist die geläufigste Bezeichnung. Der Humbolt- Kalmar gilt als eines der gefräßigsten Weichtiere unseres Planeten. Er ist mit über 2,5 Metern der größte der Familie der Ommastrephidae.

Dieser Feuerrote Riese kann einem schon mächtigen Respekt einflössen, zwei riesige Fangarme, plus acht andere Tentakel... Sie sind gefährlich und kannibalisch, Angriffe auf Artgenossen sind nicht selten. Die Tiere sind sehr aggressiv. Sie flackern rot-weiß, wenn die besonders gereizt sind.

Auf ihrer Haut befinden sich tausende winzige Leuchtorgane in denen Bakterien leben, die Licht aussenden können. Wozu das dienen soll, kann man nur vermuten. Wahrscheinlich zur Abschreckung von Feinden oder um zu beeindrucken. Vögel und Wale gehören zu den natürlichen Feinden der Giganten. Die Tentakel sind kräftig und mit etwa tausend Saugennäpfen bedeckt und außerdem mit sehr scharfen Zähnen ausgestattet.

Die Humbolt-Kalmare besitzen außerdem in der Mitte, zwischen den Tentakeln einen harten, scharfen Schnabel mit einer Raspelzunge (Radula), die so ziemlich alles zermalmt. Stolze 50 Kilogramm wiegt der riesige Tintenfisch. Der Schnabel gilt als härtestes organisches Material, dass wir kennen.

Schnabel eines Humbolt-Kalmars

Der Mantel der ihn umhüllt ist rund 1,2 Meter lang. Er ist Basis für für die schnelle Fortbewegung der Tiere. Sie saugen hierbei Wasser in den Mantel und stoßen es über eine kleine Öffnung wieder aus. Unterstützt werden sie außerdem durch eine kräftige Flosse. Damit schießen sie förmlich durch die Meere, bis zu 3 Meter pro Sekunde. 

An einigen Orten gelten die aggressiven Riesen als Delikatesse. Ist sind bereits einige Fälle bestätigt, in denen unvorsichtige Fischer von Humbolt-Kalmaren getötet wurden. Tauchern drohen ohne Schutzkleidung, durchaus lebensgefährliche Verletzungen. Bei spontanen, unvorbereiteten Expeditionen sind schon einige Taucher zu Tode gekommen.

Sie sind längst nicht die Größten unter den Tintenfischen, aber unterschätzen sollte man die "roten Teufel" trotzdem nicht.

Bildquellen:

http://www.spiegel.de/fotostrecke/humboldtkalmar-der-feuerrote-jaeger-fotostrecke-22904-2.html

http://www.spiegel.de/fotostrecke/humboldtkalmar-der-feuerrote-jaeger-fotostrecke-22904-3.html

 http://sciencev1.orf.at/news/151165.html

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Kommentare (2)
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29.05.2015
Carina hat geschrieben:
Ich hab grade so gedacht, dass du wirklich mittlerweile ein unglaublich großes Allgemeinwissen zum Thema Tierarten und Naturräume auf der Erde haben musst, bei den vielen informativen Artikeln, die du schreibst! Wirklich toll
28.05.2015
EvaUll hat geschrieben:
Danke für den interessanten bericht! :) das mit dem Schnabel habe ich nicht gewusst. .. ;)
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