Du willst mehr wissen?


Lausche


den Wellen


Immer mehr und mehr - wie wir nicht aus unseren Fehlern lernen


von Peet
24.04.2012
11
0
100 P

Neue Regeln sollten das Geschäft mit dem Öl in den USA sicherer gemacht haben. Auf dem Papier hat sich wohl viel getan. Konzerne müssen strengere Auflagen bei der Beantragung neuer Bohrlizenzen und beim Bau der Bohrlöcher beachten und bekommen nur den Zuschlag, wenn sie anscheinend für den absoluten Notfall vorbereitet sind.

So viel zur Theorie. Man sollte nun denken, das die größten Ölkatastrophe der USA, welche auch gleich ihre größte Umweltkatastrophe war, dem Land und speziell der Regierung zu denken gibt. Das tat es wohl auch, aber lediglich nur einige Monate.

Es hat gerade einmal zwei Jahre gebraucht, bis das Thema vom Tisch ist. Gründe gibt es viele. Da haben wir den Wahlkampf, die hohen Spritpreise, die Öl-Lobby und die Republikaner. Viele der Aspekte fallen immer wieder zu einem Thema zusammen – Wahlkampf. Denn während das Land die höchsten Spritpreise seit Jahren verbucht, die Wirtschaft immer noch stockt und die Republikaner im Nacken sitzen, muss sich ein Präsident Gedanken machen, wie seine Wiederwahl gesichert werden kann.

Auch wenn ganze Existenzen von Fischern, Hotel- und Restaurantbesitzern und vielen mehr, scheint der Frust dieser Menschen wohl verblasst angesichts der Einigung mit BP. Rund 116.000 Menschen haben sich mit BP geeinigt und BP kommt mit einer Zahlung von rund 7,8 Milliarden Dollar davon – Thema abgeschlossen, auch für die Regierung.

Denn mittlerweile laufen wieder mehr als 40 Bohrinseln vor der Küste heiß, was nur 10 weniger sind als zu besten Zeiten. Die Zahl der neu erteilten Bohrlizenzen in Tiefseegebieten ist ebenfalls sprungartig angestiegen. Die Gründe liegen, wie schon oben erwähnt, am Thema Benzinpreis und Wahlkampf.

Branchenvertreter der Öl-Lobby beklagen die schleppende Vergabe von Lizenzen und die Republikaner lassen keine Wahlkampfansage ohne das Thema Ölbohrungen aus. „Drill, baby, drill“ heißt ihr Schlachtruf, der vor allem im Süden des Landes auf eine große Begeisterung trifft. Neben dem umstrittenen Projekt „Keystone XL“, welches Öl aus Kanada in den hungrigen Süden bringen soll, steht Fracking und natürlich Tiefseebohrung auf der Agenda der Republikaner.

Auch wenn Obama sich der grünen Energie versprochen hat, so kann und wird er sich nicht dem Thema verschließen können. Denn die historisch hohen Benzinpreise sind nun mal momentan elementarer für die Bürger Amerikas und Umweltschutz kann man ja auch später betreiben, nicht wahr Herr Präsident?

Dieser Beitrag ist auf meinem Blog - peterjelinek.wordpress.com - erschienen. Schau doch mal vorbei :)

Quelle: http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-03/bp-oel-golf-von-mexiko/seite-2

Bild: National Geographic Stock / Tyrone Turner / WWF

Weiterempfehlen

Kommentare (11)
Um einen Kommentar zu schreiben einfach registrieren oder einloggen.
Sortieren nach Aktualität:
25.04.2012
Eigen91 hat geschrieben:
Man darf auch nicht vergessen, dass das Öl auch weltpolitisch eine große rolle spielt... Deswegen wäre es ja riskant für die Amerikaner, wenn sie das Risiko eingehen würden und alternative Energiequellen integrieren würde. Oft sind es ja auch gerade die aufsteigenden Länder die entgegen aller ökologischen vernunft handeln. Aber auf der anderen Seite: Was will man denen vorwerfen? Das die die selben Lebensstandards haben wollen wie die Westler?
25.04.2012
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Tja...weil es überall noch ums Geld geht....Geld, Geld, Geld...den Leuten in den Anzügen ganz oben im Geschäft, die interessieren sich eben leider nicht dafür, was aus der Welt wird.
Es gibt Alternativen zu Öl - aber die bringen kein Geld ein für die Ölwirtschaft und deswegen bohrt man eben weiter.

Ich würde Obama nicht die Schuld geben. Er allein hat ja so gut wie nichts zu sagen und er wird ganz schön unter Druck stehen von allen Seiten.
Ich hoffe einfach, the big change wird kommen. Irgendwann läuft das Fass über und dann wird es andere Chancen geben. Die Menschen werden ja langsam immer bewusster.
25.04.2012
Anne95 hat geschrieben:
Jedesmal wenn so eine Katastrophe passiert mache ich mir dieselben Gedanken: Wieso schaffen die es nicht mal, ernsthaft eine Lösung zu finden? Für mich sieht es immer so aus als würden die nicht wirklich meinen was sie sagen... Oder es ist ihnen zu anstrengend, keine Ahnung. :-( Und Petes Aussage, dass das nur für den Wahlkampf behandelt wird, ist auch sehr wahrscheinlich...
25.04.2012
MayasLola hat geschrieben:
Tja, solange es den Amis noch ganz gut geht, interessiert sie der Rest nicht wirklich. Hauptsache bei ihnen fließt das Geld noch. Der Rest ist egal, schadet ihnen ja schließlich nicht, wenn irgendwo mal wieder Öl in das Meer fließt...denke sie.
24.04.2012
Viveka hat geschrieben:
Ich versteh nicht, warum der Mensch solche Katastrophen immer wieder verdrängt! Das Ölleck bei Aberdeen hat doch jetzt wieder gezeigt, dass etwas geändert werden muss, auch wenn es für den Mensche unbequemer ist!
24.04.2012
LSternus hat geschrieben:
@Peet, echt schade. Nicht alles ist heute besser als in den 70er ;)
24.04.2012
Peet hat geschrieben:
@LSternus: Das Interessante an der ganzen Geschichte ist eigentlich, dass USA in den 70er Jahren zu den Umweltmusterschülern gezählt werden konnten...Mittlerweile siehts anders aus ;)
24.04.2012
LSternus hat geschrieben:
Warum sein Leben ändern, hat doch bis her immer ganz gut geklappt.
Unbelehrbar! Umwelttechnisch ist die USA eines der größten Entwicklungsländer! Daran ändert kein Nationalpark etwas.
24.04.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Geht doch wie immer alles ums Geld, sch*** auf Fehler ?! Wird schon nichts mehr passieren...Leider ist auf der Welt nichts 100% sicher und es wird immer wieder was passieren....Immer das selbe Spiel -.-
24.04.2012
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
24.04.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Anstatt aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen, werden sie verdrängt um in der Neuauflage noch verherrender über uns hereinzubrechen...........
Login
E-Mail


Passwort


Kostenlos registrieren
Mitglied werden
Mitglied des Monats
teaser_221.png


Deine Ansprechpartner
Marcel
Marcel Gluschak
WWF Jugend Community Manager
zum Profil
Luise
Luise Neßler
WWF Jugend Community Moderatorin
zum Profil
MarcelB
Marcel Brüssow
WWF Jugend Redaktion
zum Profil
Ronja96
Ronja Post
WWF Jugend Aktionsteamer
zum Profil
HannahFee
Hannah Fesseler
hilft dir bei technischen Fragen
zum Profil
AndreaRentschler
Andrea Rentschler
hilft dir bei Fragen zur WWF Jugend Mitgliedschaft
zum Profil
NicoleB
Nicole Barth
hilft dir bei Fragen rund um die WWF Jugend Camps
zum Profil
Folgen und mit Freunden teilen