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den Wellen


Eine neue Mission zum Schutz der Wale


von MaRyLoU
02.01.2013
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78 P

 "There's a spot for you, but you've got to come, now! To Australia. Right away. And you're undercover, so you can't tell anyone." – Mit dieser E-Mail began das Abenteuer der 30-jährigen Umweltaktivisten Natalie Fox vor 3 Monaten.

They came to "hang out with us for two hours.The more time you spend with them in the ocean, the more you realise how special they are." Im Kayak vor der Küste vom Amerika umgeben von Blauwalen – das zählt zu ihren allerschönsten Erlebnissen. Vorher schon Mitglied bei der Organisation Women for Whales, wird sie nun ein Teil einer größeren Kampagne – vielleicht dem Abenteuer ihres Lebens. Vier Schiffe werden demnächst auslaufen um es mit den japanischen Walfängern aufzunehmen mit dem Ziel nicht einen einzigen Wal sterben zu lassen. Und Natalie Fox wird auf einem dieser Schiffe sein. Auf der „Sam Simon“, dem neusten Schiff von Sea Shepherds, wird sie allerdings vor allem die meiste Zeit kochend in der Kombüse stehen. Doch selbst das Schiff scheint eine beeindruckende Geschichte zu haben. Einst war es das Schiff „Seifu Maru“ der japanischen Walfangflotte genutzt um Forschungen anzustellen. Nun ist es von Sea Shephard aufgekauft worden und die japanische Regierung soll davon nichts mitbekommen haben. Getauft auf den Namen „Sam Simon“ – gleichnamig wie Sam Simon, welcher bei den Simpsons mitgewirkt hat, ein Umweltaktivist ist und den Kauf des Schiffes erst ermöglicht hat.

Insgesamt um die 120 Menschen aus mehr als 20 verschiedenen Ländern haben sich der Mission von Paul Watson, dem Gründer von „Sea Shephard Conversation Society“, angeschlossen. Fest entschlossen die Wale zu schützen. Paul Watson, ehemaliges Mitglied (und eines der ersten) von Greenpeace, hat sein Ziel klar vor Augen: "They're certainly not going to get half their quota, even if we weren't here, and we intend to make sure they don't get the other half."

Schon 2010 gab es einen Zusammenstoß der beiden Seiten. Damals sank bei einer Kollision die „Ady Gil“ der Walschützer. Wer dafür genau verantwortlich war, wurde bis heute offiziell nicht herausgefunden werden können. Sicher ist nur, dass das Ganze auch sehr viel gefährlicher und tragischer für die 6 Crewmitglieder auf dem Motorboot „Ady Gil“ hätte ausgehen können, doch zum Glück konnten sie alle von dem geradezu zweigeteilten Motorboot gerettet werden können. Mit den möglichen kommenden Konfrontationen und Problemen, welche dieses Mal auftauchen könnten, möchte sich Natalie Fox nicht jetzt schon beschäftigen.“I can't think about it until I'm in the moment or it's happening at that time, and hope that whatever happens, it's all good,” hofft sie.  

Vermutlich wird auch diese Mission für Aufsehen sorgen, da Sea Shepherd für „direkte Aktionen“ zum Schutz von Walen und anderen Meeressbewohnern, bekannt ist. Nach eignen Auffassungen kümmert sich die Organisation um die „Strafverfolgung auf hoher See“, da die von den eigentlich zuständigen Regierungen nicht wahrgenommen werden würden. Und obwohl die Organisation Wert auf die Feststellung legt, dass bei keiner ihrer Aktionen Gewalt gegen Menschen eingesetzt wurde oder wird, gehören sowohl „normale“ Proteste, aber auch zum Beispiel das vorsätzliche Versenken von unrechtmäßig fischenden Fischerbooten und Fabrikschiffen zu ihren Aktionen. Dementsprechend hat „Sea Shephard“ einen etwas zweigeteilten Ruf.

Doch trotz aller bewussten Gefahren, freut Natalie Fox sich etwas für die Wale tun zu können. "I'm just really, really happy to have the opportunity to be here and, literally, be doing something to save whales." 

Quellen: theguardian, wikipedia, driftmagazine, Bild wikimedia commons, Bild Fox - guardian/sea shephard

 

 

 

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Kommentare (49)
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10.01.2013
david.s hat geschrieben:
es dürfen keine wale mehr gefangen werden es gab mal 300.000 blauwale auf der welt 1% davon lebt noch
04.01.2013
gelöschter User hat geschrieben:
Klar ist es kritisiert das dabei auch Menschen gefährdet werden, bin ich auch nicht so der Fan von, aber immerhin TUN sie mal was. Ich hätte aber nicht den Mut dazu, deshalb bin ich ziemlich beeindruckt
03.01.2013
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03.01.2013
Martin98 hat geschrieben:
Ich habe bis jetzt jede folge von Whale Wars verfolgt und ich finde es toll was sie machen. Bei Sea Shepperd mal dabei zu sein wäre ein Traum.
Wenn man mal bedenkt das sie nur aus Spendengeldern bestehen, man muss die Tanks füllen können von der Bob Barker, Steve Irwin, Gojira, Delta einheit dann noch das 2. Schlauchboot und das ganze zubehör noch bezahlt werden muss. Aber schau dir auch mal die Preise an von dem Zeug was man kaufen kann.
Ich habe für die wirklich was übrich die geben da drausen ihr bestes. :)
03.01.2013
Malla hat geschrieben:
Ich habe Respekt vor dem was sie tun und bin froh das sie es tun. Nur ist es sehr schwer in der Gesellschaft Respekt für solche DInge zu finden, denn präsent sind ihre Aktionen immer wieder nur eher im negativen. Zu verblödet sind die Menschen um zu erkennen wie wichtig das biologische Gleichgewicht ist und zu naiv um einen reiserischen Bildartikel zu hinterfragen. Leute, die dieses Medium nutzen hinterfragen es häufig nicht und übernehmen einfach die Meinung. Selbst wenn man nur die Fakten in einem Bericht zusammenfassen würde, wären viele erschüttert über ein solches Verhalten einfach, weil unsere Gesellschaft konservativ denkt. Ein gutes Beispiel sind die Proteste gegen die Castortransporte. Bei mir in der Nähe hatten sich damals Aktivisten von Robin Wood an eine Brücke über den Gleisen angekettet. Am nächsten Tag stand das natürlich fett in der Lokalpresse wobei der Bericht einen etwas negativien Touch hatte und zu diesem Bericht gab es Leserbriefe die nicht umbedingt der euphorischen Art waren. Nur durch die Berichterstattung hatten viele sofort eine nagative Meinung zu der Aktion. Weltenretterin16 ich stimme dir zu, dass nicht alle in den Medien auftauchenden Aktionen ein schlechtes Licht auf Umweltschützer werfen, allerdings sind diese lange nicht so präsent wie die schlechten. Es wurde über Paul Watsons Verhaftung berichtet und über seine Flucht und das wesentlich länger als über z.B. unsere Wolfsretter Aktionen. Natürlich können wir nicht viel dafür, wie mit unseren Aktionen in der Öffentlichkeit und in den Medien umgegangen wird, aber wir können den Ein oder Anderen dazu bringen kritisch zu hinterfragen und so das Bild über zum Beispiel Paul Watson beeinflussen.
02.01.2013
LSternus hat geschrieben:
Ich kann nicht alle Aktionen von Sea Sheperd gut heißen, aber in eineigen Punkten haben sie recht.
Internationale Bestimmungen müssen auch auf (oder gerade) dem Meer umgesetzt werden.
Paul Watson liegt völlig richtig wenn er sagt, die braucht eine Behörde, die sich darum kümmet.
Sicher Schiffe zu rammen und zu versenken ist nicht gut. Aber Sea Sheperd sind die einzigen, die sich buchstäblich zwischen Wale und Jäger werfen.
02.01.2013
weltenretterin16 hat geschrieben:
Ich stimme auch allen zu, nur denke ich, dass es vielleicht nötig ist, Umweltaktivisten mit solchen Aktionen ein bisschen Respekt zu verschaffen, nicht in dem Sinne, dass sie gefürchtet oder als gewalttätig verbucht werden ( wie das Malla meinte, wenn ich richtig verstanden habe), sondern insofern, dass die Bevölkerung mal ein bisschen auf sie aufmerksam wird. Außerdem werfen nicht alle Aktionen, die in den Medien auftauchen ein schlechtes Licht auf Umweltschützer., wenngleich ich Mall Recht gebe, dass viel großartige Aktionen unter Schreckensnachrichten einfach utergehen. Das ist ja leider häufig so. :(
02.01.2013
Malla hat geschrieben:
Ich sehe das ähnlich wie meine Vorredner. Es ist beeindruckend mit welcher Konsequenz, Ausdauer und mit welchem Mut sie sich für die Wale einsetzen, aber durch ihre Gewalt geben sie der Öffentlichkeit das Bild des militanten Tierschützers und damit Angriffsfläche. Es gibt tausende Aktivisten die ohne Gewalt fantastische Aktionen auf die Beine stellen, die aber in den Medien oft überhaupt nicht auftauchen, während solche Aktionen in den Medien breit gemehrt werden und in ein schlechtes Licht gerückt werden. Trotzdem Respekt sich so einzusetzen. Ich finde es übrigens sehr amüsant, dass Sea Sheperd nun ein Schiff der japanischen Wallfangflotte besitzt oder ist das eher ironosch.
02.01.2013
zeemzee hat geschrieben:
Eine bemerkenswerte Frau! Obwohl ich (wie LaLoba) nicht mit allen Prinzipien der Sea Shepherd-Gruppe übereinstimme, ist es lobenswert, dass sich Menschen für die Natur einsetzen. Denn es gibt einfach zu vielen, denen sie egal ist. Im Kabelfernsehen gibt es eine interessante Serie zu der Sea Shepherd (http://www.dmax.de/web/whale-wars/).
02.01.2013
LaLoba hat geschrieben:
Ich bin immer froh zu hören, dass etwas für den Schutz der Wale getan wird, obwohl ich mir bei Sea Shepherd nicht sicher bin, ob das der richtige Weg ist. Auf der einen Seite ist es toll, wie sehr sie sich für ihr Ziel einsetzen. Vor Ort erreichen sie damit wahrscheinlich auch einiges. Auf der anderen Seite finde ich die Vorstellung doch etwas gruselig mit Gewalt gegen das Abschlachten der Wale vorzugehen. Sicher, einige Walfänger hätten das vielleicht verdient. Aber der andere Teil, der nur versucht Geld zum Leben zu verdienen auch wieder nicht. Können wir das moralisch verantworten?
Aber wer weiß, vielleicht ist ja auch gerade das nötig, um unser gemeinsames Ziel zu erreichen. Die Walschützer mit ihren Schiffen auf See, während wir an Land die Politiker bearbeiten. Hoffen wir einfach, dass sie sich mit der Gewalt ein wenig zurückhalten.
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