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Ein 20 Jähriger rettet die Meere?


von Janinadl
30.10.2014
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Vielleicht habt ihr schon einmal von Boyan Slat gehört. Der nun 20 Jährige wollte mit 16 eigentlich nur einen Tauchurlaub in Griechenland machen, doch als er abtauchte, sah er mehr Müll als Fische. Zurück in Delft startete er in der Schule ein Projekt, um zu verstehen, warum so viel Müll in den Meeren liegt. Bis zu 150 Millionen Tonnen Plastikmüll treiben in den Ozeanen. Das entspricht in etwa dem Gewicht aller in Deutschland zugelassenen Pkws. Der Niederländer arbeitete vier Jahre lang verbissen an seinem Projekt „The Ocean Cleanup“. Zur Zeit hat er rund zwei Millionen Spenden gesammelt und 100 freiwillige Helfer um sich gescharrt. Boyan macht sich die Gezeiten zunutze. Anstatt auf dem Meer herumzufahren und den Müll zu suchen, wartet er, bis das Meer zu ihm kommt.
Er will in allen fünf Meeres- Müllstrudeln eine Filteranlage einrichten. 300 Kilometer lange schlauchige Fangarme sollen alle vier Kilometer auf dem Meeresgrund befestigt werden und mit der Strömung den Müll einsammeln. Dieser wird dann in Metalltürme transportiert, von denen jeden Monat ein Schiff den Müll abholt. In nur 10 Jahren soll das Meer dann frei von Müll sein. Boyans Prototyp funktionierte.

Das Gute an ihm ist, dass die Fische drunter durchschwimmen können und somit nicht gefährdet werden. Im Moment schwimmen umgerechnet 56,8 Milliarden Euro im Wasser, denn der Plastikmüll lässt sich recyceln und wieder verkaufen.


Doch ist das Ganze auch umweltfreundlich? Schließlich müssen diese Anlagen gebaut werden und die Metalltürme im Meer...? Was haltet ihr von der ganzen Sache?


www.theoceancleanup.com/

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Kommentare (12)
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19.12.2014
xXNewsXx hat geschrieben:
Dafür, dass die Meere vom Plastikmüll gereinigt werden finde ich es eine akzeptable Variante diese Anlagen bzw. Metalltürme zu bauen, solange sie nicht mehr Schadstoffe produzieren als sie entfernen. Rein Optisch müsste man es in Kauf nehmen, dafür wären die Meere ja laut Artikel in 10 Jahren zu 100% frei von Plastikmüll.
05.11.2014
Janinadl hat geschrieben:
Wenn du Mitglied bist, bekommst du 4 mal im Jahr das Mazin. Das letzte kam vor einer Woche oder so.
04.11.2014
Lisa-save-the-world hat geschrieben:
endschuldigung wenn das jetzt nicht zum thema passt aber wie bekommt man die wwf jugend magazine ?
lg
lisa
und zum bericht : ich finde das es natürlich ein paar nachteile haben kann aber ich denke es hilft mehr als das es uns weiter runterzieht !
#worldisindanger
31.10.2014
ThereseW hat geschrieben:
Die Idee ist echt unglaublich!
Respekt vor so viel Mut.
Ich hab mich letztes Schuljahr bei meinem Praktikum mit Meeresmüll auseinandergesetzt und war geschockt über die riesigen Zahlen die einem dabei begegnen. Die Bilder von Tieren die an Plastikmägen oder ähnlichem gestorben sind erschrecken mich immer wieder.
Ich denke das diese Aktion eine sehr gute ist die auf jeden Fall unterstütz werden sollte!
31.10.2014
anny77 hat geschrieben:
Also ich finde die idee Hammer!
Erst letztens haben wir in Biologie einen Film angeschaut, in dem ein Seelöwe zu sehen war, der augschnitten da lag und Müll aus seinem Bauch quoll. Ich fand das ziehmlich wiederlich und bin der Meinung, das man den Tieren helfen sollte. Auserdem könnte man durch so eine Anlage nicht nur den Tieren helfen sondern auch uns Menschen! Ich find die idee echt gut und respekt das so etwas einem 16 jährigen einfällt:))
31.10.2014
Janinadl hat geschrieben:
@Vince: Der bekannteste Müllmeresstrudel liegt zwischen Hawai und Kalifornien und ist so groß wie Afrika. :O
30.10.2014
Squirrel hat geschrieben:
Die Idee ist hammer. Wahnsinn was man alles mit der richtigen Idee erreichen kann! Und ich finde das Projekt aufjedenfall positiv, da der Müll im Meer einfach so viel ist und vorallem auch sämtlichen Lebewesen die ihn aufnehmen (als Nahrung) oder mit ihm Leben müssen (z.B. Küstenvögel die daraus Nester bauen und sich verhädern) schadet.
30.10.2014
vince hat geschrieben:
Respekt! Da hat der junge Mann echt mal eine sinnvolle Idee entwickelt!!
Ich glaube, das Projekt fördert auf jeden Fall mehr, als dass es schadet.
Der Vergleich mit den PKW erschreckt mich gerade ziemlich... da muss ja ne meterdicke Schicht Müll auf dem Grund liegen!!
30.10.2014
JuliusS hat geschrieben:
Naja. natürlich mag es Nachteile geben. aber die gibt es immer. mit der gleichen begründung könnte man sagen, das Windkraftanlagen schädlich sind, weil sie ja auch produziert werden müssen und laut sind und die Landschaft verschänden und eventuell Vögeln in der Flugrute stehen. aber man muss bei so Projekten immer den Kosten Nutzen Vergleich machen. Wir können entweder jetzt für zehn jahre (Wie du es geschrieben hast) das Meer mit Metalltürmen (Übrigens je nach Legierung stabiel, Rostfrei und günstig) Vollstellen. (Naja nicht wirklich vollstellen nur an ein paar stellen) und dabei einen leicht erhöhten CO2 Verbrauch und eventuell auch eine gering höhere Gefährudung für Fische. oder aber wir sehen die Seite, wo Container schiffe mehr als 10 jahre lang mit einer Art Treibnetz den Müll aus dem Meer holen und dabei definitiv auch fische zu schaden kommen werden.
Ich denke es ist kalr worauf ichhinaus will :D Ich finde die Idee super. :)
30.10.2014
Janinadl hat geschrieben:
@Cookie: Dein Bericht ist viiiiel ausführlicher:o
wusste nicht, dass es schon einen über Boyan gibt.
30.10.2014
Luke24 hat geschrieben:
Die Idee klingt auf alle Fälle klasse.

Wahrscheinlich kann man negative Seiten des Projektes sowieso noch nicht abschätzen, wenn es sie denn überhaupt gibt. Es handelt es sich ja um absolutes Neuland, bei dem man durch einfaches Ausprobieren die meisten Erfahrungen sammeln wird. Die Idee ist es jedenfalls wert, umgesetzt zu werden. Denn selbst wenn das Projekt auch seine Kehrseiten haben sollte, so ist es tausendmal besser als die Hände in den Schoß zu legen und nichts zu tun ....
30.10.2014
Cookie hat geschrieben:
Boyan Slat und sein Projekt sind wirklich beeindruckend!

Ich habe hier vor einiger Zeit auch schon mal darüber berichtet:
http://www.wwf-jugend.de/durchstarten/stoppt-den-plastikmuell/artikel/the-ocean-cleanup-ein-19-jaehriger-gegen-den-muell-im-meer;6691

Was deine Frage zur Umweltfreundlichkeit betrifft:
Natürlich bringt das Projekt auch einen CO2-Ausstoß mit sich, aber im Vergleich zu den momentan existierenden Alternativen, das Meer von Plastik zu befreien, ist dieser vernachlässigbar gering.
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