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Dritte Bohrinsel bedroht Westpazifische Grauwale


von Marcel
20.01.2011
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Öl-Konzerne gefährden die letzten etwa 130 Meeressäuger vor der Ostküste Russlands! Die Sakhalin Energy Investment Company hat am 17. Januar 2011 angekündigt, eine weitere große Ölbohrplattform vor der Ostküste Russland zu errichten - faktisch in Nachbarschaft zum wichtigsten Nahrungsgebiet der letzten Westpazifischen Grauwale.

"Höchstens etwa 30 fortpflanzungsfähige Weibchen haben bis heute überlebt. Schon deshalb ist die gesamte Population kurz davor, für immer von der Erde zu verschwinden", sagt WWF-Walexperte Alexej Knischnikow.

Ausgerechnet die flache Lagune vor der Insel Sachalin ist überlebenswichtig für die Grauwale. Nur dort können sich Mütter und ihre Kälber im Sommer einen Nahrungsvorrat anfressen. Zugleich lernen die Jungtiere dort , wie sie am Meeresboden nach Nahrung suchen.

Der WWF protestiert heftig! Vor der Ostküste der russischen Insel Sachalin entsteht seit einigen Jahren das derzeit weltweit größte Öl- und Gasförderprojekt. Der WWF fordert daher von den beteiligten Konzernen - Exxon, Shell, Gazprom, BP und Rosneft - ihre Entwicklungsvorhaben zu stoppen und nur dann weiter zu entwickeln, wenn ausgeschlossen werden kann, dass die Grauwale gefährdet werden.

Der WWF kritisiert insbesondere die für diesen Sommer geplanten seismischen Messungen zur Erkundung des Meeresgrundes als schweren Eingriff und Bedrohung für die Gesundheit der Grauwale. Um Ölvorkommen unter dem Meeresboden aufspüren zu können, müssten dafür nämlich über längere Zeit extrem laute Geräusche in den Ozeanboden gepulst werden.

Die bekanntlich akustisch empfindlichen Tiere werden durch den Lärm sicherlich gestört und vertrieben. Sie können sich dann in der Hauptnahrungs-Saison nicht auf den reichhaltigen Weidegründen in der Bucht von Sachalin genügend Reserven für den Rest des Jahres anfressen und leiden vermutlich nach einiger Zeit an Unterernährung. Zugleich hat der Stress auch üble Folgen für die Navigation und Kommunikation der Wale.

"Noch wissen wir überhaupt nicht, wie sehr die Tiere bereits durch die seismischen Untersuchungen des vergangenen Sommers geschädigt wurden. Es ist inakzeptabel, dass Sakhalin Energy weitere seismische Untersuchungen für 2011 plant, bevor wir nicht die Gelegenheit hatten, die Tiere auf ihren Gesundheitszustand hin zu untersuchen", sagt Doug Nolan von der Umweltorganisation Pacific Environment.

Sakhalin Energy hat bereits zwei Bohrplattformen in der Region, die nach älteren Aussagen des Bohrkonsortiums durchaus ausreichend zur Förderung des Erdöls wären.

Der WWF kämpft für die Wale. Wir bemühen uns nun intensiv um klärende Gespräche mit der Leitung des Ölbohr-Konsortiums, um deren Planung noch zu beeinflussen. Außerdem bereiten wir ein Klageverfahren gegen die Konzerne vor, sollten sie sich nicht an die bestehenden russischen Umweltgesetze halten. Auch der Druck über die Öffentlichkeit und die Medien ist ein wichtiges Instrument - deshalb: Bitte leite diese Nachricht an so viele Freunde wie möglich weiter, damit sich viele Menschen für die Wale stark machen.

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Kommentare (4)
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26.01.2011
Angelina hat geschrieben:
Bestimmt denken alle nur an das Geld, aber nicht an die armen Tiere die unter solch einer Situation leiden müssen!
22.01.2011
Vegan21 hat geschrieben:
Verantwortungslos ist noch untertrieben .... niemand macht sich gedanken über konsequenzen.... immerhin hat jedes Lebewesen seinen Platz und dieser hat auch immer einen guten Grund....
20.01.2011
Marcel hat geschrieben:
Ja, machen wir!
20.01.2011
midori hat geschrieben:
Einfach nur verantwortungslos.. Haltet ihr uns weiter auf dem Laufenden?
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